Harrington verletzt – aber das 2:4 hatte andere Gründe.

Chris Harrington erlitt eine Gehirnerschütterung.
Chris Harrington erlitt eine Gehirnerschütterung.

Chris Harrington erlitt eine Gehirnerschütterung.

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Chris Harrington erlitt eine Gehirnerschütterung.

Düsseldorf. Es war eine fast belanglose Szene, die sich beim Eishockeyspiel in Frankfurt abspielte. Mit der Sirene zur zweiten Pause gerieten DEG-Verteidiger Korbinian Holzer und Lions-Stürmer Jason Young aneinander und mussten zu Beginn des Schlussdrittels für jeweils vier Minuten auf die Strafbank.

Zeit genug eigentlich, um die Gemüter abzukühlen. Für Jason Young offenbar nicht. Der Frankfurter Angreifer war noch keine fünf Minuten wieder auf dem Eis, da rammte er DEG-Verteidiger Chris Harrington in Grund und Boden.

"Das war ein ganz übles Foul. Chris war fast eine Minute bewusstlos", sagte DEG-Manager Lance Nethery. Bei Harrington wurde eine Gehirnerschütterung festgestellt, womit der Abwehrspieler am Wochenende ausfallen wird. "Er hat zwar keine Verletzungen im Hals-Wirbel-Bereich, aber eine Gehirnerschütterung ist mit aller Vorsicht zu genießen", sagte Nethery am Mittwoch.

Für das 2:4 bei den Hessen wollte Harold Kreis die Szene gleichwohl nicht verantwortlich machen. Vielmehr beklagte der Trainer der DEG die Situation, die zum entscheidenden 3:2 für Frankfurt führte. "Daniel Kreutzer wird ganz klar gefoult, aber der Schiedsrichter gibt ihm die Strafzeit und bei dieser Unterzahl kassieren wir das Tor."

Während Kreis zunächst ruhig blieb, entwickelte sich nach dem Ende des offiziellen Medien-Gesprächs noch ein lautstarker Dialog in englisch mit Frankfurts Trainer Rich Chernomaz.

Kreis war sauer auf Jason Holland und ließ ihn auf der Bank schmoren

Doch Kreis ärgerte auch, dass ein Sieg bis zur 50. Minute längst hätte sicher sein können. "Unser Überzahlspiel war schlecht, und dann laden wir den Gegner auch noch ein." Zielscheibe dieser Kritik war neben Adam Courchaine, der vor dem 2:2 den Puck vertändelte, vor allem Jason Holland. Der 34-Jährige erhielt nach seinem Horror-Fehlpass vor dem 0:1 die Höchststrafe und wurde von Abwehr-Trainer Mike Schmidt für den Rest des Spiels nicht mehr eingesetzt.

"Wir spielen im ersten Drittel fast nur auf das Frankfurter Tor und dann passiert Jason dieser Fehler. Es war ja nicht sein erster der Saison und ich hoffe nun, dass er die richtige Reaktion auf diese Denkpause zeigt", sagte Schmidt und Manager Nethery ergänzte süffisant: "Für Bundestrainer Krupp ist Jason gut genug, um zu den olympischen Spielen zu fahren, aber bei uns muss er noch viel lernen."

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