Im Falle einer Rückkehr aus Washington spielt der Stürmer wieder in Düsseldorf.

EISHOCKEY
Voll reinhängen möchte sich Maximilian Kammerer (l.) ab September in Washington.

Voll reinhängen möchte sich Maximilian Kammerer (l.) ab September in Washington.

Horstmüller

Voll reinhängen möchte sich Maximilian Kammerer (l.) ab September in Washington.

Düsseldorf. Es ist noch keine drei Jahre her, da erzählte Maximilian Kammerer voller Ehrfurcht über Rob Collins. Dass er als Teenager mit einem solch renommierten Eishockey-Profi in einer Reihe spielen durfte, machte den gebürtigen Düsseldorfer, der seinen Sport in Bad Tölz erlernte, sichtbar stolz. Nun wagt Maximilian Kammerer den großen Sprung. Nach Nordamerika, in die NHL, die beste Eishockeyliga der Welt. Der 21-Jährige schließt sich bekanntlich der Organisation des amtierenden Stanley-Cup-Siegers Washington Capitals an. Dort trifft er auf absolute Weltstars: Alexander Ovechkin, Nicklas Bäckström oder Evgeny Kuznetsov. Profis, die – bei allem Respekt für „Professor“ Collins und Co. – ein anderes Kaliber sind.

Die Düsseldorfer EG, für die der 21-Jährige in den vergangenen drei Spielzeiten die Schlittschuhe schnürte, lässt den talentierten Stürmer freilich nur ungern ziehen. Doch Niki Mondt hat eine Vereinbarung getroffen. Mit Kammerer. Für den Fall, dass dieser innerhalb seines Dreijahresvertrags nach Deutschland zurückkehren sollte. Dann nämlich würde er wieder für die DEG auflaufen – andere DEL-Clubs hätten (vorerst) keine Möglichkeit, den Außenstürmer zu verpflichten.

„Es war von vornherein klar, dass die DEG bei einer möglichen vorzeitigen Rückkehr einer der ersten Ansprechpartner für Maxi sein würde“, sagt Mondt. Dies ist nun vertraglich geregelt. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist es mit Sicherheit einfacher gewesen, das Ganze so einzutüten.“

Mondt hat verhandelt und Kammerer ein Angebot gemacht, dass vom Gehalt her besser dotiert ist als bei seinem bisherigen DEG-Vertrag. Ein logischer und notwendiger Schritt des Clubs, denn in Nordamerika bekommt Kammerer allein in seinem ersten Jahr ein Grundgehalt von umgerechnet 600 000 Euro – wenn er den Sprung in den NHL-Kader der Capitals packt. Summen, von denen die Rot-Gelben aber auch bei der getroffenen Vereinbarung selbstverständlich weit entfernt sind.

Doch es geht bei der Abmachung nicht nur ums Geld. „Maxi wird auch in den kommenden Sommern mit den Jungs hier in Düsseldorf trainieren, wenn er das möchte. Wir als DEG haben auch davon profitiert, dass er sich hier sehr wohlfühlt. Zudem sind wir stolz, dass wir ihn für den etwaigen Fall einer Rückkehr wieder in unserem Team haben würden“, berichtet Mondt.

Parallelen zwischen der alten und neuen sportlichen Heimat

Kammerer selbst war in der vergangenen Woche bereits in Washington, für ein erstes Trainingscamp: „Das war schon sehr cool und interessant. Wir haben viel trainiert, alle Trainer der Capitals waren da. Die Woche hat mir in jedem Fall schon etwas gebracht.“ Auch die Stadt hat er bereits angeschaut: „Es ist groß, aber nicht zu groß. Ein bisschen wie Düsseldorf“, sagt Kammerer.

© WhatsBroadcast

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