Der Verein kann nicht richtig planen, weil am Konzept immer noch eifrig gebastelt wird.

lance nethery
„Es ist viel zu früh, um die Rettung der DEG zu verkünden“, erklärt Manager Lance Nethery.

„Es ist viel zu früh, um die Rettung der DEG zu verkünden“, erklärt Manager Lance Nethery.

Christof Wolff

„Es ist viel zu früh, um die Rettung der DEG zu verkünden“, erklärt Manager Lance Nethery.

Düsseldorf. Das Licht am Ende des Tunnels wird immer heller. Die Zukunft der Düsseldorfer EG nimmt langsam Gestalt an. 200 Trikots mit dem Logo der Toten Hosen wurden bereits verkauft. Sie sind inzwischen im Online-Shop der DEG zu erhalten. Und mehr als 20 000 Euro sind bereits durch Vorbestellungen für Dauerkarten für die kommende Saison gesichert.

„Trotzdem ist es viel zu früh, um die Rettung der DEG zu verkünden“, erklärt Manager Lance Nethery. „Jeden Tag kommt etwas dazu, aber um einen Etat aufzustellen, fehlt uns die Basis.“ Auch in zwei Wochen wisse man bei der DEG noch nicht, was die ganzen Aktionen, die gemeinsam mit den Toten Hosen ins Leben gerufen wurden, einbringen werden.

„Wir müssen mit einem Erlös spekulieren, um spätestens in den nächsten zwei Wochen die Etatpositionen nennen zu können“, sagt Nethery, der aber auch deutlich macht, dass der Klub nicht alle für den Kader nötigen Spieler so früh unter Vertrag haben muss.

Erst im Mai müssen die endgültigen Lizenzunterlagen eingereicht werden

Trotzdem scheint es, als wäre die kommende Saison nahezu gesichert. Über die Qualität der Mannschaft muss man sich jedoch zunächst noch keine Gedanken machen. Ob es eine Signalwirkung für Sponsoren oder die anderen Spieler ist, wenn der Trainer unterschreibt oder die Kontrakte mit den Leistungsträgern Patrick Reimer  und Evan Kaufmann perfekt gemacht werden, müsse man laut Nethery abwarten. „Fest steht, dass wir im Februar sagen müssen, ob wir in der DEL spielen wollen“, sagt der DEG-Manager. „Erst bis zum 24. Mai müssen dann die Lizenzunterlagen eingereicht sein.“

Dass es bis dahin noch viel harte Arbeit geben wird, weiß man bei der DEG genau. Würde Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp jetzt mit einem Spieler abschließen, und dann müsste die DEG aufgeben, wäre Schmellenkamp in der persönlichen Haftung. „Wir wissen einfach noch nicht, wo wir stehen und werden wohl erst Ende nächste Woche ein wenig mehr Klarheit haben“, meint Nethery.

Seiner eigenen Zukunft sieht Nethery gelassen entgegen: „An meiner Position hat sich nichts geändert. Wir werden noch darüber sprechen.“ Alle bei der DEG wissen, dass man noch mitten im Tunnel ist. „Wenn jetzt nichts mehr käme, wären wir noch nicht gerettet“, sagt Nethery.

Bisher stehen die Zusagen von Air Berlin und Klüh immer noch aus. Allerdings sind auch die möglichen Einnahmen aus den bevorstehenden und bitter benötigten Play-offs nicht für den Etat der nächsten Spielzeit eingeplant.

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