Freitag gastieren die Rot-Gelben in Mannheim. Der Titelkandidat hat noch keinen Punkt geholt, die Düsseldorfer EG und ihr Trainer lassen sich davon aber nicht blenden.

Prügeleien – für viele Eishockey-Fans das Salz in der Suppe. Ärgerlich sind die daraus resultierenden Strafen. (Häfner)
Prügeleien – für viele Eishockey-Fans das Salz in der Suppe. Ärgerlich sind die daraus resultierenden Strafen. (Häfner)

Prügeleien – für viele Eishockey-Fans das Salz in der Suppe. Ärgerlich sind die daraus resultierenden Strafen. (Häfner)

Auch auf die Arbeit des Torhüters kommt es in Mannheim an. Mathias Niederberger greift hier sicher zu. (Häfner)

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Prügeleien – für viele Eishockey-Fans das Salz in der Suppe. Ärgerlich sind die daraus resultierenden Strafen. (Häfner)

Düsseldorf. Die Antwort auf die Frage, was die Düsseldorfer EG Freitag (19.30 Uhr, WZ-Liveticker) bei den Adlern in Mannheim zeigen muss, um das Spiel zu gewinnen, ist ebenso eindeutig wie schwierig: „Wir müssen unser bestes Hockey abrufen“, erklärt Christof Kreutzer vor dem dritten Saisonspiel in der Deutschen Eishockey Liga. „Es wird bestimmt keine leichte Aufgabe, auch wenn die Mannheimer noch keinen Punkt geholt haben. Für mich sind sie aber weiterhin einer der Top-Favoriten. Sie haben jedes Jahr einen Kader, der um die Meisterschaft mitspielt“, fügt der Cheftrainer der DEG an.

2015 noch Meister, verpassten die Adler in der vergangenen Saison die direkte Play-off-Qualifikation. In den Pre-Play-offs war nach drei Spielen gegen die Haie Endstation. Im Sommer kam Sean Simpson als neuer Cheftrainer von den Kloten Flyers aus der Schweiz. Der 56-Jährige, der in der DEL bereits die München Barons und später die nach Hamburg umgesiedelten Freezers trainierte, hat eine klare Mission in der Quadratestadt: die Meisterschaft.

Nach einem 3:4 in Krefeld und der 0:2-Heimniederlage gegen die Kölner Haie herrscht zwar noch keine Unruhe und der letzte Tabellenplatz ist zweifellos nur eine Momentaufnahme, doch die Ansprüche beim sechsfachen DEL-Meister sind hoch. Den Druck haben daher Freitag die Adler, das wissen auch Kreutzer und sein Assistent Tobias Abstreiter. Bei der DEG fehlen bekanntlich Norm Milley und Tim Conboy, doch auch die Mannheimer plagen Verletzungssorgen. Verteidiger Mathieu Carle steht ebenso wie die beiden Stürmer Garrett Festerling und Ryan MacMurchy über einen längeren Zeitraum nicht zur Verfügung.

Maxi Kammerer profitiert viel von Rob Collins’ Erfahrung

„Wir haben in der Vergangenheit immer mal wieder Punkte aus Mannheim entführt. Die Adler haben vier ausgeglichene Reihen. Wir müssen sehr diszipliniert spielen und taktisch clever sein“, sagt Abstreiter über das Konzept der DEG, die gegen Iserlohn und Berlin zwei ordentliche Leistungen zeigte, auch wenn zu Beginn der Spielzeit einige Mechanismen noch nicht zu 100 Prozent funktionieren. Einer, der am ersten Spielwochenende jedoch ohne Wenn und Aber einen hervorragenden Eindruck hinterließ, ist Maximilian Kammerer. Der 19-Jährige traf in beiden Begegnungen und wirkte an der Seite von Rob Collins und Drayson Bowman bereits wie einer der sprichwörtlichen alten Hasen. „Maxi hat eine sehr gute Vorbereitung gespielt und das nun im Pflichtspiel gezeigt. Aber das verlangen wir auch von ihm. Er muss das im Training und Spiel immer wieder bestätigen. Er ist auf einem guten Weg, auch wenn er noch ein paar Baustellen hat. Wir möchten ihn stetig weiterentwickeln“, sagt Kreutzer über das große Talent. „Rob bringt ihm viele Dinge bei. Maxi wird das enorm helfen, um in jungen Jahren schon vieles richtig zu machen.“ Ein weiterer Treffer von Kammerer in Mannheim würde die DEG ein Stück näher an einen Punktgewinn bringen. Denn mit der taktischen Cleverness und Disziplin verfolgen Kreutzer und Abstreiter ein Ziel: „Wir wollen die Null so lange wie möglich halten“, sagt Kreutzer. „Am besten bis zum Schluss.“ Gelingt dies, würde ein Kammerer-Tor sogar zu drei Punkten reichen. Wie schwer das ist, gerade in Mannheim, wissen Kreutzer und Abstreiter aber am besten.

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