DEG-Profi will Herausforderung in Toronto annehmen.

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Korbinian Holzer möchte am Dienstag in Kassel glänzen.

Korbinian Holzer möchte am Dienstag in Kassel glänzen.

Lange

Korbinian Holzer möchte am Dienstag in Kassel glänzen.

Düsseldorf. Der Mann im feinen, weißen Anzug war beeindruckt. "Dieses Spiel anzusehen, hat so viel Spaß gemacht. Die Stimmung war einfach der Wahnsinn", sagte Dallas Eakins nach dem 4:1 der DEG über die Kölner Haie am Sonntag und fügte hinzu: "Die Eishockey-Fans aus Kanada und den USA sollten mal hierher kommen. Das wäre eine Lehrstunde in Sachen Stimmung für sie."

Eakins weiß wovon er spricht. Denn Eakins bestritt in der nordamerikanischen Profiliga NHL 125 Spiele und erlebte dabei oft ein "Opern-Publikum". Zu seinem Vergnügen weilte der 42-jährige Ex-Abwehrspieler nicht in Düsseldorf. Dallas Eakins ist "Direktor für die Entwicklung junger Spieler" bei den Toronto Maple Leafs. Und die halten die Transfer-Rechte an DEG-Verteidiger Korbinian Holzer.

"Korbinian hat eine sichere Partie gespielt, aber ich habe ihm auch gesagt, dass er ein paar Fehler gemacht hat. Insgesamt hat er sich gegenüber den letzten Beobachtungen gesteigert und das ist für uns ein gutes Zeichen", sagt Eakins. Was nicht automatisch bedeutet, dass der 20-Jährige die DEG im Sommer verlässt. "Ich werde ihn mir in Kassel erneut anschauen und Scouts für die Play-offs schicken. Erst dann treffen wir eine Entscheidung."

Korbinian Holzer müsste nicht lange überlegen, wenn Toronto ihm ein Angebot machen würde. "Da gäbe es kein Zögern. So eine Gelegenheit muss man beim Schopf packen, auch wenn ich vermutlich zunächst einmal beim Kooperations-Club Toronto Marlies in der zweitklassigen AHL beginnen müsste", sagt der gebürtige Münchener.

Vielleicht ginge es aber auch direkt zu den Maple Leafs, denn der 13-fache Stanley-Cup-Gewinner befindet sich im Umbruch. "Sie werden die Play-offs wohl verpassen und wenn ich ein gutes Sommercamp absolviere, dann bekomme ich ja eventuell auch als Neuling eine Bewährungschance."

Dallas Eakins muss diese Euphorie bremsen und verweist auf das Beispiel Robert Dietrich. "Es nützt Nashville und Dietrich nichts, wenn er noch nicht einmal mehr in der AHL zum Einsatz kommt. Dann ist es besser, ihn wieder nach Düsseldorf zu schicken, damit er durch Spielpraxis weiterkommt."

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