Interview: Der neue DEG-Trainer Jeff Tomlinson über seine Pläne und die Zukunft des Vereins.

Jeff Tomlinson steht demnächst an der Bande der DEG.
Jeff Tomlinson steht demnächst an der Bande der DEG.

Jeff Tomlinson steht demnächst an der Bande der DEG.

Jeff Tomlinson steht demnächst an der Bande der DEG.

Düsseldorf. Bei den Eisbären Berlin galt er als der fleißige Mann im Hintergrund. Akribisch hat Assistenztrainer Jeff Tomlinson in seinem Büro stundenlang die eigene Mannschaft sowie deren Konkurrenten per Video analysiert und seinem Chef Don Jackson so wichtige Informationen geben können. Nun tritt der in Winnipeg geborene Deutsch-Kanadier in den Vordergrund: Jeff Tomlinson ist der neue Cheftrainer der Düsseldorfer EG.

Herr Tomlinson, herzlich willkommen in Düsseldorf. Wann ist die Entscheidung gefallen, dass sie zur DEG wechseln?

Tomlinson: Gespräche mit Lance Nethery hat es schon seit längerem gegeben. Am Dienstag Abend sind wir uns dann einig geworden und am Ende ist alles auch sehr schnell gegangen.

"Bei einer so guten Adresse wie der Düsseldorfer EG habe ich nicht nein sagen können."

Obwohl Ihnen der Abschied aus Berlin schwer fällt?

Tomlinson: Ja, das ist schon eine emotionale Sache. Schließlich habe ich seit zehn Jahren mit Manager Peter John Lee zusammen gearbeitet. Es war auch nicht so, dass ich unbedingt weg wollte und jeden Job angenommen hätte. Aber bei einer so guten Adresse wie es die Düsseldorfer EG ist, habe ich nicht nein sagen können. Dieser Klub hat großes Potenzial. Ich freue mich riesig auf diese Herausforderung.

Sie wissen aber, dass die DEG ihren Etat senken muss?

Tomlinson: Ach, das muss doch jeder Verein. Bis auf Berlin und Mannheim sind alle Klubs der DEL gezwungen, beim Budget einen Einschnitt hinzunehmen. Daher werden wir ganz sicher ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine stellen. Zumal man für viel Geld auch nicht immer die besten Spieler bekommt.

Erst einmal braucht die DEG generell ein paar Neue. Werden Sie aus Berlin jemanden mitbringen?

Tomlinson: Das ist eher unwahrscheinlich, weil dort alle noch unter Vertrag stehen. Da ist Peter John Lee ein schlauer Fuchs.

Aber Sie haben bei den Zugängen schon ein Mitspracherecht, oder?

Jeff Tomlinson wurde am 23. April 1970 in Winnipeg/Kanada geboren. Seit 1992 lebt er in Deutschland. Tomlinson hat mit seiner Ehefrau Virginia zwei Söhne (Conner/11 und Zachary/10). Sein Hobby ist Golf, sein Leibgericht Sushi und seine Lieblingsmusik Country.

Tomlinson: Ich kenne mich in der Liga und beim Nachwuchs aus und Lance hat hervorragende Kontakte nach Nordamerika. Wir sollten diese Kräfte auf jeden Fall bündeln.

Welche Art Eishockey dürfen die Fans von Ihnen und der Mannschaft künftig erwarten?

Tomlinson: Auf jeden Fall attraktives Eishockey. Dazu müssen wir lange in Puckbesitz sein und hart arbeiten. Vor allem lege ich auf eine organisierte Abwehr großen Wert.

Da könnte Ihnen mit Korbinian Holzer ein Führungsspieler noch verloren gehen. Oder versuchen Sie ihn zum Bleiben zu überreden?

Tomlinson: Wenn Toronto ihn anfordert, werden wir ihm die Chance sicher nicht verbauen. Korbinian wird sich früher oder später in der NHL durchsetzen.

Wann ziehen Sie nach Düsseldorf?

Tomlinson: Ich komme sicher bald zu Gesprächen mit Lance Nethery zusammen und möchte auch schnell Kontakt zu den Spielern aufnehmen.

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