Bei der DEG geht es am Freitag im Derby in Krefeld nur mit Teamgeist, Kampf und Härte. DEG-Präsident lobt den Oberbürgermeister.

DEG-Stürmer Tyler Beechey (r.) will den Krefelder Daniel Pietta wie hier im Hinspiel wieder düpieren.
DEG-Stürmer Tyler Beechey (r.) will den Krefelder Daniel Pietta wie hier im Hinspiel wieder düpieren.

DEG-Stürmer Tyler Beechey (r.) will den Krefelder Daniel Pietta wie hier im Hinspiel wieder düpieren.

Wolff

DEG-Stürmer Tyler Beechey (r.) will den Krefelder Daniel Pietta wie hier im Hinspiel wieder düpieren.

Düsseldorf. Jeff Tomlinson arbeitet fast schon verzweifelt am inneren Zusammenhalt seiner Mannschaft. Die Düsseldorfer EG muss auch am Wochenende punkten, um den Anschluss an die Play-off-Plätze nicht gänzlich zu verlieren. Doch die nicht nur beim jüngsten 3:4-Rückschlag in Ingolstadt offen zu Tage getretenen Schwächen in der Defensive könnten dem entgegenstehen.

Die Abwehrprobleme führt der DEG-Trainer aber nicht allein auf die Defensivspieler zurück. „Die Verteidiger hatten zuletzt nicht mehr das Vertrauen zu ihren Stürmern“, sagt Tomlinson. „Wenn jeder seinen Job wirklich erledigt, kommt das Vertrauen zurück, und wenn alle zusammenarbeiten, punkten wir auch.“

Die Defensive wird nicht umgebaut. Aber die Sturmreihen trifft es. Patrick Reimer rutscht laut Tomlinson in der ersten Reihe in die Mitte, Ulmer und Kreutzer stürmen auf den Flügeln. Kaufmann und James sollen Beechey im Zentrum füttern, Loyns spielt mit Hinterstocker und Courchaine sowie Hofland mit Danner und Gordon, der fit ist.

Tomlinsons Mannschaft ist auf der Suche nach Stabilität

Die Tabelle als Motivationshilfe wird nicht in der Kabine hängen. „Die Spieler wissen genau, worum es geht,“ erklärt der Trainer, der eine harte, aber disziplinierte Spielweise am Freitag in Krefeld fordert (19.05 Uhr / Königpalast). Und Manager Lance Nethery ergänzt: „Es gibt nur noch 19 Spiele, jeder Punkt ist wichtig.“

Es gehe nur über die Stabilität im Team. Dass die unsichere Zukunft des Klubs als Erklärung für die Leistungsschwankungen der Mannschaft herangezogen wird, hält Nethery für Unsinn. „Die Spieler müssen einfach nur ihre Leistung bringen.“

Wenkemann: Im Notfall kann man sich auf die Stadt verlassen

Das DEG-Fanprojekt hat erneut eine große Sonderzug-Fahrt organisiert. Am Sonntag, 5. Februar, geht es diesmal zum Auswärtsspiel nach Nürnberg (14.30 Uhr). Die Tour kostet inklusive Eintrittskarte 65 Euro. Die Mannschaft ist bei der Rückfahrt mit an Bord. Karten gibt es im Dome bei DEG-Heimspielen.

Ein wenig Unmut gab es bei der DEG wegen eines Interview von Vereinspräsident Markus Wenkemann beim Bezahlsender Sky, weil es angeblich nicht mit anderen Vereinsverantwortlichen abgesprochen war.

„Wir müssen Düsseldorfs Oberbürgermeister großen Respekt zollen. Es gibt mehrere Profivereine in der Stadt. Wir werden hier unterstützt, auch finanziell. Natürlich muss der Oberbürgermeister mal mit der Düsseldorfer Schnauze überspitzt formuliert ,die Kohle zusammenhalten’ – und das ist auch richtig so“, sagte Wenkemann gegenüber Sky. Die Stadt würde der DEG aber auch entgegenkommen, „indem sie beispielsweise im Notfall unsere Stadionmiete stundet.“

Zum Hilfsangebot der Band „Die Toten Hosen“ sagte Wenkemann, dass dies noch einmal einen richtigen Ruck nach vorne geben würde und das vielleicht auch ein Beispiel für andere wäre, den Verein zu unterstützen. Auch über ein „Retter-T-Shirt“ mit Totenkopf wird nachgedacht.

» Ab 18.30 Uhr werden Sie auch am Freitag wieder vom Live-Ticker der WZ über das Derby zwischen Krefeld und der DEG ausführlich informiert.

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