Der Deutsch-Kanadier der Panther Ingolstadt spielt kommende Saison für Düsseldorf.

Jason Holland war maßgeblich am Sieg der Panther beteiligt.
Jason Holland war maßgeblich am Sieg der Panther beteiligt.

Jason Holland war maßgeblich am Sieg der Panther beteiligt.

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Jason Holland war maßgeblich am Sieg der Panther beteiligt.

Düsseldorf. Jason Holland grinste verschmitzt, als er nach dem Duschen am Mannschaftsbus stand. Mit dem Tor zum 2:0 und einem Assist hatte der Deutsch-Kanadier den Sieg des ERC Ingolstadt gegen die Düsseldorfer EG besiegelt. Pikanterweise wird der 32-jährige Abwehr-Hüne in der kommenden Saison für die Metro Stars aufs Eis gehen.

"Momentan habe ich noch einen Vertrag in Ingolstadt, und der wird voll und ganz erfüllt", sagte Holland, der mit fünf Toren und 16 Assists zu den Leistungsträgern im Team zählt. Dazu hat er die beste Plus-Minus-Bilanz bei den Panthern (+ 7). Auch sein Trainer Greg Thomson schätzt den Verteidiger aus Morinville (Alberta). "Jason ist ein absoluter Profi, der jedes Spiel seine Leistung abruft", sagt Thomson.

Während der Panther-Coach stolz auf seine Mannschaft war, fand DEG-Trainer Harold Kreis klare Worte. "Ich möchte die Niederlage nicht schönreden. Wir haben schlecht gespielt. Wir waren oft einen Schritt zu spät und haben nicht genügend Druck in der Offensive erzeugt. Das verhaltene Spiel liegt uns nicht", sagt der 50-Jährige. "Wir müssen jetzt den Kopf für das Heimspiel am Freitag gegen Frankfurt frei bekommen."

Abwehr der Metro Stars hinterlässt nicht den sichersten Eindruck

Der Anfangsdruck der DEG war gegen Ingolstadt schnell verflogen, das Tempo war nicht mehr hoch genug, und im Tor der Panther stand mit dem fast 40-jährigen Jimmy Waite eine Ausnahmekönner, der den Stürmern der Metro Stars ein ums andere Mal den Zahn zog. Das soll die Leistung von Düsseldorfs Keeper Jamie Storr nicht schmälern.

Der 33-Jährige hinterließ bei seinem zweiten Einsatz nach überstandener Verletzungspause einen sicheren Eindruck. "Das Problem bei uns war, dass wir nach Torschüssen die Abpraller nicht kontrollieren und nutzen konnten", sagte Storr. Allerdings sah die Abwehr bei allen drei Gegentoren nicht gut aus.

Spiel wurde verlegt Zum "Puckgeschiebe" zwischen der DEG und den Panthern aus Ingolstadt passte auch die triste Stimmung auf den mit nur 3724 Zuschauern spärlich besetzten Rängen im Rather Dome. Die Düsseldorfer hat vor einigen Monaten einer Verlegung der Partie zugestimmt, die eigentlich für den attraktiven 30.Dezember angesetzt war, um den Oberbayern die Teilnahme am Spengler-Cup in Davos zu ermöglichen.

Konkurrenz Während sich die Panther dort die Geldbörse füllten, konkurrierte die DEG am Nachholtermin nun mit TV-Live-Übertragungen von der Handball-WM und der des FCBayern München im Fußball-DFB-Pokal. Eigentlich hätten die Ingolstädter ein wenig in die Verantwortung genommen werden können, zumal DEG-Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp sagte: "Am eigentlichen Termin hätten wir doppelt so viele Zuschauer gehabt."

Der Patzer von Ryan Caldwell vor dem 0:1 war besonders auffällig. Teamkollege Marian Bazany wollte schon gar nicht mehr zurückblicken. "Wir müssen das Spiel schnell vergessen und uns erholen. Wir müssen uns jetzt auf das Spiel gegen Frankfurt konzentrieren", sagte der 33-Jährige.

Nur mit einem Heimsieg gegen die Lions (6./72 Punkte) kann die DEG (73) als Fünfter auf Play-off-Kurs bleiben, denn die Konkurrenz aus Nürnberg (7./71) und Augsburg (8./69) ist auf Tuchfühlung. Vor der Länderspielpause ist nun die Mannschaft gefordert.

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