Der dritte Sieg im vierten Spiel gegen Mannheim: DEG am Ziel – jetzt gegen die Eisbären.

Eishockey
Nur kurzzeitiges Chaos in der Düsseldorfer Verteidigung: Die DEG hatte das Spiel im Griff.

Nur kurzzeitiges Chaos in der Düsseldorfer Verteidigung: Die DEG hatte das Spiel im Griff.

Christof Wolff

Nur kurzzeitiges Chaos in der Düsseldorfer Verteidigung: Die DEG hatte das Spiel im Griff.

Düsseldorf. Schnell, schneller, DEG – mit einer eindrucksvollen Leistung und einem 5:2 (2:0, 2:2, 1:0) haben die Düsseldorfer am Dienstagabend die Mannheimer Adler im vierten Play-off-Viertelfinale aus dem Wettbewerb befördert. Zum fünften Mal in den vergangenen sechs Jahren hat der achtfache Meister damit das Halbfinale in der Deutschen Eishockey Liga erreicht.

Gegner sind ab Sonntag (18.35 Uhr, Rather Dome) die Eisbären Berlin, die sich ebenfalls mit 3:1-Siegen gegen den ERC Ingolstadt durchgesetzt haben. „Wir haben uns in der Serie gesteigert. Die Spieler haben hart gearbeitet und sich das Halbfinale verdient“, sagte DEG-Trainer Jeff Tomlinson, der bis vor der laufenden Saison bei den Eisbären gearbeitet hatte.

Technisch gehört die DEG zu den stärksten Teams

Auf die Adler wartete am Dienstag ein furioses erstes Drittel, in dem ihnen gleich die Flügel gestutzt wurden. Statt 2:0 hätte es auch locker 4:0 für die DEG stehen können, denn die Fehlerquote der Mannheimer war in dieser Phase erschreckend.

Dafür waren schon die ersten beiden Düsseldorfer Tore umso schöner und ein Beweis dafür, dass die Mannschaft von Trainer Jeff Tomlinson technisch zu den stärksten DEL-Teams gehört. Das erste Ausrufezeichen setzte Nationalstürmer Simon Danner (7.), als er nach kurzen Pässen von Mark Murphy und Adam Courchaine den Puck an MERC-Torhüter Freddy Brathwaite zur Führung ins Tor schob. Selbst bei der darauf folgenden (harmlosen) Mannheimer Überzahl hatte Düsseldorf zwei große Chancen, aber Daniel Kreutzer und Connor James scheiterten bei den Kontern.

Mannheims Verteidiger lassen der DEG zu viel Raum

Die ungenutzten Chancen aber fielen im späteren Verlauf nicht weiter ins Gewicht, weil Mannheim in vielen Situationen Probleme mit dem druckvollen und schnellen DEG-Spiel hatte. 4:2 führte das Team von Trainer Tomlinson nach 40 Minuten. Beide Düsseldorfer Tore in diesem Abschnitt waren schulmäßig herausgespielt, weil die Adler-Verteidiger zu viel Platz ließen. Verteidiger Sasha Pokulok (27.) sorgte unbedrängt mit einem Schuss aus kurzer Distanz in den Winkel für das 3:1, Patrick Reimer legte ebenso leicht 39 Sekunden später zum 4:1 nach. Der Jubel der Mannheimer Fans in der mit knapp 9000 Zuschauern besetzten Arena war bei den beiden Adler-Treffern eher verhalten.

Pokulok und Courchaine sollen in Düsseldorf verlängern

Tor: Brathwaite (Lang); Abwehr: Dietrich, Reul – Goc, Pollock – Periard, Scalzo – Butenschön, Maurer; Angriff: Arendt, Reinprecht, Dimitrakos – Kink, MacDonald, Glumac – Seidenberg, Methot, King – Plachta, El-Sayed, Klinge 

Tor: Aubin (Niederberger); Abwehr: Holland, Dinger – Roach, Hedlund – Bazany, Pokulok – Nowak; Angriff: Kaufmann, Beechey, James – Reimer, Collins, Kreutzer – Danner, Murphy, Courchaine – Hinterstocker, Hofland, McCutcheon Schiedsrichter Daniel Piechaczek, Stephan Bauer (Finning/Nürnberg) Zuschauer 8828 Tore 0:1 (6:16) Danner (Murphy, Courchaine), 0:2 (18:03) Beechey (Kaufmann, James/5-4), 1:2 (24:59) Arendt (Periard), 1:3 (26:41) Pokulok (Dinger), 1:4 (27:20) Reimer (Collins), 2:4 (39:53) Reinprecht (Glumac, Pollock), 2:5 (46:47) Collins (Danner)

Das fünfte DEG-Tor durch Rob Collins und ein erneut starker Rückhalt Jean-Sebastien Aubin im Tor gaben am Ende den Ausschlag für einen umjubelten Sieg. Und bald wohl auch für zwei neue Verträge: Manager Lance Nethery stellte noch in Mannheim in Aussicht, dass die Düsseldorfer EG mit Sasha Pokulok und Adam Courchaine verlängern wird.

© WhatsBroadcast

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