Der Stürmer sagt, er sei wieder fit. Trotzdem sieht es nicht danach aus, als würde er noch mal für die Düsseldorfer EG auflaufen.

EISHOCKEY
Stürmer Christoph Gawlik (v.) bestritt in zwei Spielzeiten nur drei Pflichtspiele für die DEG. Archiv

Stürmer Christoph Gawlik (v.) bestritt in zwei Spielzeiten nur drei Pflichtspiele für die DEG. Archiv

Häfner

Stürmer Christoph Gawlik (v.) bestritt in zwei Spielzeiten nur drei Pflichtspiele für die DEG. Archiv

Düsseldorf. Christoph Gawlik hat am Dienstagabend einige bemerkenswerte Sätze gesagt. In der zweiten Drittelpause des Nachholspiels gegen die Straubing Tigers (4:2) saß der seit Monaten verletzte Stürmer der Düsseldorfer EG am Mikrofon der Telekom und wurde von Kommentator Mirko Heintz nach seinem Gesundheitszustand gefragt. Da antwortete Gawlik: „Ich bin fit, ich trainiere schon wieder mit der Mannschaft. Für die Aufstellung bin ich nicht zuständig, aber ich bin schon wieder bereit.“

Das wollte so gar nicht zu der von der DEG kommunizierten Situation des Eishockey-Profis passen. Noch vor dem Spiel am Dienstag gegen Straubing hieß es in der Pressemitteilung des Vereins, dass Trainer Christof Kreutzer weiterhin auf den 29-Jährigen verzichten müsse. Gawlik selbst erzählte nun aber eine andere Geschichte: Dass er „seit eineinhalb Wochen wieder mit der Mannschaft“ trainiert, sich „richtig gut“ fühle und „wieder total fit“ sei, gar so fit, „dass ich spielen kann“.

Nun sind fit und spielfähig im Leistungsport zwei paar Schuhe. Wer körperlich wieder auf der Höhe ist und Trainingseinheiten absolviert, der muss noch lange nicht in der Lage sein, seinem Team im Wettkampf weiterzuhelfen. Gerade in der Situation der DEG, die dieser Tage mühsam dabei ist, den Anschluss ans Tabellenmittelfeld der rauen Deutschen Eishockey Liga herzustellen. Und gerade in Gawliks Situation, der seit seinem Wechsel von Ingolstadt an den Rhein im Sommer 2015 ganze drei Pflichtspiele für die DEG gemacht hat. Vergangene Saison riss er sich gleich im ersten Testspiel das Kreuzband und fiel die komplette Spielzeit aus. Nun machte er zwar die Vorbereitung komplett mit und schien wieder da zu sein, doch dann fiel er früh mit einem Muskelfaserriss aus, der sich über Monate hinzog.

Entsprechend zurückhaltend reagierte Kreutzer auf die Aussagen Gawliks. „Man muss sehen, wie sich die Sache entwickelt“, sagte der Trainer und ließ, ohne es zu sagen, durchblicken, dass er seinen Stürmer eben nicht bei 100 Prozent sieht. Er wolle zwar „nichts in irgendeine Richtung sagen“, aber: „Wenn alle wieder da sind, auch Norm Milley und mein Bruder, dann ist viel Konkurrenz da.“ Es sieht also nicht danach aus, als würde Christoph Gawlik noch mal für die DEG auflaufen. Ganz gleich, wie fit er nun wirklich ist.

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