20 Spiele vor Schluss ist Platz sechs für die DEG fast unerreichbar. Sie kämpft um die Pre-Play-offs – und muss gegen die direkte Konkurrenz punkten. Am besten auch am Dienstag.

Nach der Schlusssirene des Spiels gegen den ERC Ingolstadt bedankten sich die Spieler der DEG auf dem Eis bei ihren Fans.
Nach der Schlusssirene des Spiels gegen den ERC Ingolstadt bedankten sich die Spieler der DEG auf dem Eis bei ihren Fans.

Nach der Schlusssirene des Spiels gegen den ERC Ingolstadt bedankten sich die Spieler der DEG auf dem Eis bei ihren Fans.

Birgit Häfner

Nach der Schlusssirene des Spiels gegen den ERC Ingolstadt bedankten sich die Spieler der DEG auf dem Eis bei ihren Fans.

Düsseldorf. Christof Kreutzer hat in dieser Saison zwei Lieblingssätze. Der eine beschreibt den generellen Zustand der Deutschen Eishockey Liga („Jeder kann jeden schlagen“), der andere die Ziele der von ihm trainierten Düsseldorfer EG („Wir wollen in die Play-offs, egal wie). Nun sind diese beiden Aussagen nicht getrennt voneinander zu betrachten. Denn es stimmt zwar, dass selbst die Teams aus dem Tabellenkeller ohne größeres Aufsehen bei denen aus der Spitzengruppe gewinnen, trotzdem hat sich die Liga nach 33 Spieltagen in eine Drei-Klassen-Gesellschaft entwickelt. Was Kreutzers „egal wie“ auf eine Option reduziert: die Pre-Play-offs. Platz sechs und damit die direkte Viertelfinal-Qualifikation sind angesichts der 18 Zähler Rückstand der DEG auf die Augsburg Panther kaum noch zu erreichen.

Eben jene Drei-Klassen-Gesellschaft sieht wie folgt aus: Vorneweg laufen der EHC München (73 Punkte) und die Nürnberg Ice Tigers (67), die bereits für die Play-offs planen können. Dahinter sind die Mannschaften auf den Plätzen drei (Wolfsburg/60) bis neun (Bremerhaven/47), die allesamt realistische Chancen haben, unter die ersten Sechs zu kommen. Und dann folgt die fünfköpfige Gruppe, zu der auch die DEG gehört.

Über den Jahreswechsel 2015/2016 standen die Düsseldorfer mit 60 Punkten an der Spitze, nun haben sie gerade mal 38 Zähler gesammelt und streiten sich mit Straubing (36), Krefeld (34), Iserlohn (34) und Schwenningen (33) um Platz zehn, dem letzten Rang, der zur Teilnahme an den Play-offs berechtigt. Nur einer wird am Ende lachen, vier der fünf Teams werden sich bereits im Februar in die lange Sommerpause verabschieden.

Schwach gegen die Spitzenteams, stark gegen die Kellerkinder

Für die DEG spricht, dass sie im Vergleich zu den direkten Konkurrenten noch ein oder gar zwei Spiele in der Hinterhand hat. Zudem hat sie – rein auf dem Papier – den stärksten und erfahrensten Kader der fünf Kellerkinder. Allerdings schützt sie das nicht vor immer neuen Niederlagen. Die am vergangenen Freitag daheim gegen Ingolstadt (1:2 nach Verlängerung) war die dritte in Folge und die 18. nach 32 Spielen.

Denn obwohl in der Tat jeder jeden schlagen kann, tut sich die DEG schwer damit, überraschende Punkte gegen Topteams zu holen. Aus den bisherigen elf Spielen gegen die ersten Vier der Tabelle holte sie nur zwei Punkte – beim 4:3-Sieg nach Verlängerung in Wolfsburg. Ansonsten setzte es teils regelrechte Klatschen wie in München oder Mannheim (jeweils 1:7).

Die nächsten Wochen werden richtungsweisend, denn drei der nächsten fünf Partien sind Duelle mit den direkten Konkurrenten um Platz zehn. Am Dienstag kommt Schwenningen, am Sonntag (8.1.) geht es nach Iserlohn, eine Woche danach kommt Straubing (15.1.) nach Düsseldorf. Dazwischen geht es nach Augsburg (5.1.), zudem spielt die DEG gegen Meister und Tabellenführer München (13.1.).

Umso mehr Punkte holen die Düsseldorfer aber gegen die direkte Konkurrenz. Gegen Straubing, Krefeld, Iserlohn und Schwenningen gewannen sie sieben ihrer neun Duelle. Weitere sieben stehen noch während ihrer letzten 20 Spiele an. Das erste steigt gleich am Dienstag (19.30 Uhr/WZ-Liveticker), wenn der Tabellenletzte aus Schwenningen im Rather Dome vorbeischaut. Dann ist die DEG fast schon zum Siegen verdammt. Egal wie.

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