Hamburg gewinnt das fünfte Play-off-Spiel mit 4:2. Düsseldorfer sind zu ungefährlich.

Eishockey
Alexander Thiel (ganz rechts) trifft zum zwischenzeitlichen 1:1 für die DEG. Thomas Dolak (53) hatte vorbereitet.

Alexander Thiel (ganz rechts) trifft zum zwischenzeitlichen 1:1 für die DEG. Thomas Dolak (53) hatte vorbereitet.

Birgit Häfner

Alexander Thiel (ganz rechts) trifft zum zwischenzeitlichen 1:1 für die DEG. Thomas Dolak (53) hatte vorbereitet.

Düsseldorf. Die Düsseldorfer EG liegt im Play-of-Viertelfinale mit 2:3 im Hintertreffen. Auch im dritten Spiel in Hamburg mussten die Gäste eine eigentlich vermeidbare Niederlage hinnehmen. Sie unterlagen mit 2:4.

Ärgerlich war die Niederlage, skandalös dagegen die Attacke auf DEG-Trainer Christof Kreutzer, der wenige Sekunden vor der ersten Drittelpause von einer Klatschpappe am Kopf getroffen wurde. Zum Glück stellte Teamarzt Ulf Blecker fest, dass nicht allzu viel passiert war und der Trainer seine Mannschaft die restliche Spielzeit von der Bank aus weiter coachen konnte.

Vor dem Spiel hatte Kreutzer darauf hingewiesen, dass er im ersten der beiden anderen Spiele in Hamburg bereits mit Gegenständen beworfen worden, aber zum Glück nicht getroffen worden war. Auch diesmal hatte er Glück und erlitt „nur“ eine kleine Schürfwunde. Für die Hamburger wird das sicherlich ein Nachspiel haben.

DEG ging größeres Risiko ein, schlug aber kein Kapital daraus

Die Taktik der DEG in Hamburg war klar: „Wir werden einen Ticken mehr riskieren als im letzten Heimspiel. Und wir wollen auf keinen Fall passiv agieren.“ Die Vorgabe des DEG-Cheftrainers setzten die Spieler um, griffen den Gegner in dessen eigenem Drittel bereits früh an, um ihn unter Druck zu setzen. 300 Fans hatten ihre Mannschaft begleitet. Sie wollten dabei sein, wenn die DEG den Freezers den Heimvorteil zu klaut und am Sonntag den entscheidenden Sieg zum Weiterkommen nachlegt.

Die Hamburger konnten auch kaum einen Angriff richtig aufbauen und kamen dennoch zum 1:0 (11.), als Thomas Oppenheimer zentral abzog, als DEG-Goalie Tyler Beskorowany die Sicht versperrt war.

Tor Caron (Deske, Franzreb); Abwehr Schubert, Westcott – Roy, Schmidt – Gino Blank, Klassen; Angriff Clark, Garrett Festerling, Oppenheimer – Mitchell, Sertich, Madsen – Pettinger, Jakobsen, Rinke - Verelst

Tor Beskorowany (Lang, Roßberg); Abwehr Belle, Davis – Ficenec, Ebner – Mapes, Schiestel - Thiel; Angriff Dmitriev, Collins, Kreutzer – Fischbuch, Olimb, Martinsen - Davies, Turnbull, Kris Sparre – Dolak, Strodel, Preibisch

Schiedsrichter Daniel Piechaczek aus Landsberg am Lech und Marian Rohatsch aus Lindau im Bodensee

Zuschauer 8814

Tore 1:0 (9:48) Oppenheimer; 1:1 (27:32) Thiel (Dolak, Strodel); 2:1 (47:04) Madsen (5-4), 3:1 (52:02) Madsen, 3:2 (54:51) Davies (Olimb, Ebner/ 5-4), 4:2 Mitchell (4-6)

Strafminuten: HH 12 – DEG 10

Die Gäste reagierten zwar nicht geschockt, aber richtige Torgefahr entstand kaum. Nur als Michale Davies ein Solo startete und Sebastien Caron sehr gut reagierte, hatte ein Tor für die Gäste in der Luft gelegen.

Das Bild änderte sich auch im zweiten Abschnitt nicht. Die DEG kam nicht in gute Schusspositionen, was auch an der sehr konzentriertenund kraftaufwändigen Abwehrarbeit der Freezers lag.

Zum Schluss lebt das Spiel von der Spannung

So fiel der Ausgleich nach einer knappen halben Stunde überraschend, als Thomas Dolak und Manuel Strodel vorbereiteten und wieder einmal Alexander Thiel eiskalt zum 1:1 vollstreckte.

Das Spiel war kein Eishockey-Spektakel lebte aber von der Spannung, die sich zuspitzte, nach dem Freezers durch Morton Madsen (48.) mit 2:1 in Führung gegangen waren. Die DEG musste mehr riskieren und lief ins offene Messer. Erneut traf der Däne zum 3:1 sieben Minuten vor dem Ende. Zwar konnte Michael Davies noch einmal auf 2:3 verkürzen, aber Adam Mitschell machte mit dem Treffer ins leere Tor zum 4:2 alles klar.

Die DEG hatte sich insgesamt zu viele Fehler geleistet und damit die Hamburger stark gemacht. Zudem konnten die Gäste zu selten richtig Druck auf das Tor der Freezers ausüben, so dass die Niederlage in mehrfacher Hinsicht schmerzlich, aber verdient war.

© WhatsBroadcast

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