Einsatzbereitschaft und Einstellung stimmen beim 2:5 zum Start in Ingolstadt nicht.

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Jean-Sebastien Aubin gibt sich selbstkritisch.

Jean-Sebastien Aubin gibt sich selbstkritisch.

Lange

Jean-Sebastien Aubin gibt sich selbstkritisch.

Düsseldorf. Fluchtartig verließen die Spieler der Düsseldorfer EG am Freitagabend die Eisfläche in der Arena von Ingolstadt. Diesen Auftakt in die neue Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hatten sie sich ganz und gar anders vorgestellt.

Mit dem 2:5 gab es wieder einmal eine Pleite bei den Panthern und damit auch einen Dämpfer für die hoch gesteckten Ziele dieser Spielzeit.

"Eigentlich haben wir ganz gut angefangen und sind auch verdient in Führung gegangen. Aber dann haben wir unverständlicherweise völlig den Faden verloren", sagte Craig MacDonald. Der neue Stürmer, der nach genau 17 Minuten und 47 Sekunden das erste Saisontor der DEG erzielt hatte, war einer der ganz wenigen Lichtblicke im Team von Trainer Harold Kreis.

Ansonsten überwog bei den meisten Spielern der Schatten. Und bei einem war sogar die totale Finsternis angesagt. Ryan Caldwell unterlief ein stümperhafter Anfängerfehler, als er bei eigener Überzahl den Puck gegen Pat Kavanagh vertändelte und so dem nickeligen Angreifer der Donaustädter das 3:2 auf dem Silbertablett servierte. "Das Ding geht ganz klar auf meine Kappe", versuchte der Verteidiger erst gar nicht um den heißen Brei herumzureden.

In diesem Gegentreffer sahen Trainer Harold Kreis, Manager Lance Nethery und Teamleiter Walter Köberle den Genickbruch. "Wenn es auswärts zehn Minuten vor Schluss unentschieden steht, dann muss mindestens dieser eine Punkt mitgenommen werden", sagte Nethery.

Auch in dieser Saison berichtet die WZ im Internet live von den Spielen der DEG. Und der Kader der DEG wird auf den Internetseiten der WZ ebenfalls in Bild und Wort vorgestellt. Link siehe unten.

Doch Caldwell zum alleinigen Sündenbock zu stempeln, wäre zu billig. Auch Marian Bazany wirkte beim vierten Ingolstädter Tor nicht entschlossen genug, und von der hochgelobten Angriffsreihe Kreutzer/Collins/Reimer war außer ein paar Fouls rein gar nichts zu sehen.

"Der Hauptgrund für unsere Niederlage war der fehlende Biss. Die Ingolstädter haben viel mehr Kampf und Leidenschaft gezeigt als wir", sagte Torhüter Jean-Sebastien Aubin.

Der neue Schlussmann war zwar nicht gänzlich frei von Fehlern, zeigte aber in einigen Szenen seine Klasse und nach dem Spiel auch Mut zur Selbstkritik. Kritik, die hoffentlich schon am Montag (19.30 Uhr, Rather Dome) gegen Wolfsburg bei seinen Mitspielern auf offene Ohren trifft.

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