Nach fünf Nullnummern muss das Kreis-Team wieder punkten.

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Harold Kreis gibt die Richtung vor, die Spieler müssen ihr nur folgen.

Harold Kreis gibt die Richtung vor, die Spieler müssen ihr nur folgen.

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Harold Kreis gibt die Richtung vor, die Spieler müssen ihr nur folgen.

Düsseldorf. Am kommenden Freitag beginnt für die Düsseldorfer EG der Endspurt um die bestmögliche Ausgangsposition in den Play-offs um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft. Dabei geht es im ersten von noch acht ausstehenden Vorrunden-Spielen ausgerechnet zu den Kölner Haien.

Dem Traditionsclub aus der Domstadt steht das Wasser auch ohne Schneeschmelze sportlich wie finanziell bis zum Hals. Nur zwei Punkte beträgt der Vorsprung auf Platz elf, der das Verfehlen der Vor-Play-offs und damit das frühzeitige Saison-Aus bedeutet. Ein Horror-Szenario für den mit insgesamt 1,5 Millionen Euro verschuldeten Verein, der von dieser Summe 500 000 Euro kurzfristig auftreiben muss, um eine Insolvenz abzuwenden.

In seiner Not ahmte der KEC nun eine Idee des FCSt.Pauli aus dem Jahre 2003 nach und ließ rote "Retter"-T-Shirts mit dem Aufdruck "Wir sind Haie" anfertigen, deren Verkauf pro Stück 15 Euro einbringt. "Die Deutsche Eishockey Liga ist ohne Köln einfach unvorstellbar", sagt DEG-Trainer Harold Kreis.

Die Düsseldorfer haben dem geliebten Feind daher auch ein Benefizspiel angeboten, doch im 187. Derby am Freitag können natürlich keine Geschenke verteilt werden. "Durch die Rahmenbedingungen wird es für uns nun doppelt schwer, denn die Fans werden eine unglaubliche Solidarität mit ihrem Club zum Ausdruck bringen und die Mannschaft als Antwort wie um ihr Leben kämpfen", sagt Kreis, den aber natürlich vor allem sein eigenes Team interessiert.

Nach fünf verlorenen Spielen wartet die DEG auf ein Erfolgserlebnis

Das Kreis-Team wartet seit dem 31. Januar auf ein Erfolgserlebnis. Fünf Spiele, fünf Niederlagen, null Punkte und 9:16 Tore lautet die ernüchternde Bilanz seither. Platz zwei ist zunächst einmal futsch, doch Harold Kreis ist nach den ersten Trainingseindrücken wieder optimistisch gestimmt: "Die Urlaubswoche scheint den Spielern gut getan zu haben. Sie wirken frisch und im Kopf befreit. Nun liegt viel Arbeit vor uns." Bei der konnte Patrick Reimer erst verspätet einsteigen, weil sich beim 27-Jährigen ein Weisheitszahn entzündet hatte.

Sonst sind alle Spieler fit, so dass Trainer Kreis sein Augenmerk auf zwei Dinge richten kann. "Die erste Woche ist eine Art Mini-Trainingslager, in dem wir die Jungs konditionell aufbauen. Und dann gilt es, den Abschluss zu verbessern. Es muss uns wieder gelingen, vor dem gegnerischen Tor mehr Druck zu entfachen, aggressiver und zielstrebiger zu sein sowie öfter zu schießen", sagt Kreis. Folgen ihm die Spieler, dann klappt’s auch beim Nachbarn.

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