Mannheims Trainer lobt die Arbeit des scheidenden DEG-Trainers mit einem jungen und kampfstarken Team.

Christian Brittig ist nur noch bis Saisonende DEG-Trainer. Foto: Kevin Kurek
Christian Brittig ist nur noch bis Saisonende DEG-Trainer. Foto: Kevin Kurek

Christian Brittig ist nur noch bis Saisonende DEG-Trainer. Foto: Kevin Kurek

dpa

Christian Brittig ist nur noch bis Saisonende DEG-Trainer. Foto: Kevin Kurek

Düsseldorf. Mit versteinerter Miene saß Christian Brittig nach der 0:2-Niederlage der Düsseldorfer EG gegen die Mannheimer Adler in der Pressekonferenz und analysierte das Spiel. „Wir haben über 60 Minuten körperbetont gespielt und unsere Möglichkeiten bei Powerplay gehabt.

Unsere Unterzahl war sehr gut, meine Spieler haben Schüsse geblockt und sich voll reingehängt“, sagte Brittig. Der 46 Jahre alte Trainer müsste eigentlich unter massiven Motivationsproblemen leiden, nachdem sein eigentlich bis April 2015 laufender Vertrag in Düsseldorf zum Saisonende 2014 gekündigt wurde.

Nur einmal erhellte sich am Abend Brittigs Miene. Nämlich, als er von Mannheims Trainer Hans Zach eine Art „Ritterschlag“ erhielt. „Christian leistet in Düsseldorf mit bescheidenen finanziellen Mitteln hervorragende Arbeit. Wie aufopferungsvoll diese Mannschaft mit den vielen jungen Spielern auftritt, ist beeindruckend.

Ich habe mitbekommen, dass ein anderer nun seine Arbeit machen soll. Es dürfte schwer sein jemanden zu finden, der die Arbeit besser als Christian macht“, sagte der Bad Tölzer über den Landshuter vor den Medienvertretern.

„Solche netten Worte höre ich in letzter Zeit selten“

„Solche netten Worte höre ich in letzter Zeit selten“, bedankte sich Brittig. Der 46 Jahre alte Ex-Nationalspieler steht bei der DEG noch acht Spiele verantwortlich hinter der Bande, dann endet sein Engagement in Düsseldorf, nachdem ihm die Entscheidungsträger der DEG den Stuhl vor die Türe gesetzt haben. Offiziell heißt der Grund, es würden „unterschiedliche Auffassungen“ bestehen.

Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit, dem Vernehmen nach kam auch Widerstand aus Mannschaftskreisen. Nachdem auch Walter Köberle vom Manager zum Teamleiter zurückgestuft wurde, hat die DEG genügend Baustellen im Profibereich. Momentan stehen erst fünf Spieler (Kreutzer, Fischbuch, Olimb, Rome, Ebner) für die kommende Saison unter Vertrag. Immerhin ist Köberle zusammen mit Co-Trainer Christof Kreutzer und den Geschäftsführern bis auf weiteres für die Kaderplanung zuständig.

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