Angespannte Stimmung bei der DEG: Gute Ausgangsposition darf nicht verspielt werden.

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DEG-Stürmer Patrick Reimer (l.) versucht an Rene Kramer vorbei den Puck vors Tor der Huskies zu spielen.

DEG-Stürmer Patrick Reimer (l.) versucht an Rene Kramer vorbei den Puck vors Tor der Huskies zu spielen.

Eibner

DEG-Stürmer Patrick Reimer (l.) versucht an Rene Kramer vorbei den Puck vors Tor der Huskies zu spielen.

Düsseldorf. Die Laune ist richtig mies. Lance Nethery und Harold Kreis schauen finster, in Gedanken sind sie noch in Kassel, gehen immer wieder die unnötige 2:3-Niederlage gegen den Angstgegner in der Deutschen Eishockey Liga durch. Die dritte Pleite in vier Spielen gegen die Hessen. Manager und Trainer der Düsseldorfer EG bemühen sich zwanghaft, nicht nach Ausreden zu suchen.

So bremst sich Kreis selbst aus, als er dazu ansetzt, die starke Leistung der Huskies zu loben. "Immer, wenn wir kommen, zeigen die ihr bestes Eishockey", sagt er. "Aber wir haben das Spiel selbst verloren." Sieben von elf Begegnungen gegen letzten Drei der Tabelle gingen daneben. Eine miserable Bilanz für eine Profi-Mannschaft, die Meister werden will.

"Ich habe ja schon am Anfang der Saison gesagt, dass wir die Punkte aus den Niederlagen gegen die Kleinen irgendwann einmal dringend brauchen würden", sagt Manager Nethery. Jetzt ist es so weit. Nach dem 2:3 in Kassel ist die DEG wieder auf Platz drei abgerutscht, und im schlimmsten Fall muss die Mannschaft in die erste Runde der Play-offs für die Teams, die Platz sieben bis zehn belegen. "Deshalb steht am Mittwoch ein Sechs-Punkte-Spiel für uns an. Falls wir Hannover bezwingen, ist nur noch Platz sechs möglich. Weiter können wir dann nicht mehr zurückfallen", erklärt Nethery. Im anderen Fall ziehen die Scorpions sogar mit der DEG punktemäßig gleich.

"Keiner unserer Spieler darf denken: hoffentlich kommt der Bus nicht an."

Harold Kreis zur möglichen Angst vor dem nächsten Spiel

Wenn seine Spieler vor diesem Spiel nicht wissen, dass es ganz wichtig ist, dann sei ihnen nicht mehr zu helfen. Potenzial genug, um Meister zu werden, hätte die Mannschaft der DEG auf jeden Fall. Deshalb ist Kreis auch zuversichtlich: "Jetzt müssen die Jungs nur noch ihre erhöhte Anspannung in Taten umsetzen."

Am liebsten würden Trainer und Manager selbst auflaufen

Manager und Trainer sind also trotz der gereizten Stimmung zuversichtlich - nicht allein wegen der Bilanz ihrer Mannschaft in wichtigen Spielen, die viel besser ist als die gegen die Außenseiter. "Das sind die Spiele die so richtig Spaß machen. Da würden wir auch gerne noch aufs Eis gehen, um mit zu kämpfen", sagt Kreis. "Aber der Gaul muss auch rennen."

Am Dienstag wurde Adam Courchaine (Haarriss an der Rippe) erneut von Mannschaftsarzt Alois Teuber untersucht. Der Stürmer wird aber wohl weiter ausfallen. Trainer Kreis plant vorerst eben so wenig mit ihm wie mit Diego Hofland (Knie).

Das bedeutet, dass die Spieler von Anfang an voll konzentriert zur Sache gehen müssen. Fehler wie in der Anfangsphase gegen Iserlohn (Penalty) oder beim frühen 0:1 in Kassel dürfen nicht wieder passieren. "Für mich wird das so ein intensives Erlebnis wie bei einem Play-off-Spiel", sagt der Manager. "Das macht diesen Sport aus, und deshalb werde ich es genießen."

Die Mienen haben sich im Lauf des Gesprächs aufgehellt. Die Gedanken an die Niederlage sind gewichen und haben der Vorfreude auf den Abschluss der Meisterschaft Platz gemacht. "Ich bin nicht nervös", verkündet Harold Kreis. "Es gibt eigentlich keinen Grund, warum wir nicht gewinnen sollten."

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