Die DEG muss auf drei Spieler verzichten, die sich beim Sieg in Hamburg verletzten. Ebner warf seinen Handschuh.

Düsseldorf. Wohl selten in seiner noch jungen Karriere war Christof Kreutzer nach einem Erfolg so dermaßen bedient wie am Freitag. Obwohl die von ihm trainierte Düsseldorfer EG beim Spitzenteam aus Hamburg 3:2 gewonnen und den fünften Sieg in Folge eingefahren hatte, war Kreutzer nicht gerade in Feierstimmung.

Die teilweise brutalen Attacken der Freezers gegen seine Mannen hatten dem DEG-Trainer ordentlich zugesetzt. In Bernhard Ebner, Jakub Ficenec und Manuel Strodel mussten gleich drei Spieler verletzt raus.

Vor allem Ebner hatte es übel erwischt, nachdem er von Hamburgs Mathieu Roy mit dem Knie gecheckt worden war – selbst unter den gewohnt zähen Eishockey-Spielern eine absolut verpönte Aktion. Roy wurde von der Deutschen Eishockey Liga für vier Spiele gesperrt.

Zunächst waren die DEG-Verantwortlichen noch von einem Oberschenkelbruch ausgegangen. Nach der Untersuchung im Krankenhaus gaben die Ärzte aber halbwegs Entwarnung. Laut Trainer Kreutzer hat Ebner eine „schwere Muskelverletzung“ und wird für Wochen ausfallen. Entsprechend wenig wird ihn die Zwei-Spiele-Sperre interessieren, die ihm die DEL aufbrummte. Ebner war auf dem Weg in die Kabine von den Freezers-Fans übel beleidigt und als Schauspieler verunglimpft worden. Daraufhin gingen dem sonst so besonnenen Bayern die Nerven durch, er warf einen Handschuh ins Publikum – und traf ausgerechnet ein kleines Mädchen im DEG-Trikot. Noch vor der Abfahrt ins Krankenhaus entschuldigte sich der Nationalspieler bei dem Mädchen und schenkte ihm seinen Schläger.

Auch Strodel (Muskelverletzung in der Schulter) und Ficenec (Schleudertrauma) werden nach den brutalen Fouls der Hamburger bis auf weiteres ausfallen. bes

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