Die Reaktion auf die Personalnot ist die Verpflichtung eines neuen Stürmers. Einen Namen nennen die Verantwortlichen noch nicht.

Düsseldorf. Viele hatten es bereits erwartet, Mittwoch bestätigte die Düsseldorfer EG, dass sie angesichts der prominent besetzten Verletztenliste einen weiteren Stürmer verpflichten wird. „Seit zehn Tagen sind wir uns einig, dass wir uns verstärken wollen. Aber der Spieler muss menschlich zu uns passen, sportlich weiterhelfen und es muss wirtschaftlich stimmen. Diese drei Komponenten zu erfüllen, ist nicht einfach“, sagte Geschäftsführer Stefan Adam. Donnerstag oder Freitag könnte der Tabellenzwölfte der Deutschen Eishockey Liga aber bereits Vollzug melden.

„Insgesamt hat die Mannschaft großes Potenzial bewiesen. Ohne die Verletzten ist das Team in der Lage, Spiele zu gewinnen. Die aktuelle Situation hat uns aber auch zum Nachdenken gebracht. Es ist wichtig, ein Zeichen zu setzen – an die Fans und das ganze Umfeld. Wir wollen in die Play-offs und alles dafür tun. Aber wir werden keine zusätzlichen Risiken eingehen“, erklärte Adam. Und Trainer Christof Kreutzer ergänzte: „Wenn die Personaldecke immer dünner wird, können wir auf Dauer nicht bestehen.“

Der Neue könnte in der DEL bereits ein bekanntes Gesicht sein

„Die Liga zu kennen, wäre für ihn von Vorteil“, sagte Kreutzer, der einen Spieler haben möchte, der in der Offensive schnell und technisch stark am Puck agieren kann. Viele Fans denken angesichts solcher Aussagen seit drei Jahren beinahe automatisch an Calle Ridderwall. Der Schwede, der in der Saison 2012/13 DEL-Topscorer war, kehrte im Sommer vom KHL-Team Nowosibirsk in seine Heimat zurück und läuft nun für Djurgarden Stockholm auf. Ridderwall würde die Liga zwar kennen, dürfte aber für die DEG aus finanzieller Sicht keine Option darstellen. Ein DEL-erfahrener Stürmer ist auch Connor James. Der 34-Jährige, der in Straubing keinen neuen Vertrag unterschrieb, spielte bereits von 2010 bis 2012 in Düsseldorf. Auch Jared Ross (vormals Ingolstadt) wäre einer aus dem Kreis der zuletzt in der DEL aktiven Profis, die nun noch keinen neuen Verein gefunden haben.

„Es ist interessant, was sich auf dem Transfermarkt in den vergangenen Tagen so getan hat und welche Summen da aufgerufen werden“, sagte Stefan Adam vielsagend. Ob es nun tatsächlich ein in der Liga bekannter Name oder ein Importspieler aus Nordamerika sein wird, der erstmals in Europa aktiv wird, ließen sich der Geschäftsführer und der Cheftrainer nicht entlocken. Die Verpflichtung eines weiteren Stürmers soll der Mannschaft gegenüber aber nicht als eine Art Misstrauensvotum verstanden werden. „Einerseits erhöht das natürlich innerhalb des Teams die Konkurrenz. Aber die belebt bekanntlich das Geschäft. Wir wollen prinzipiell zeigen, dass wir bereit sind, etwas zu tun, um unsere Ziele zu erreichen“, sagte Kreutzer.

Bis die DEG Vollzug meldet, darf also fröhlich spekuliert werden, wer der neue Spieler ist. Freitag gegen Ingolstadt wird er ohnehin noch nicht zum Einsatz kommen können. Aber vielleicht ist bis dahin das große Geheimnis gelüftet, ob es ein bekanntes oder neues Gesicht in der Deutschen Eishockey Liga und bei der DEG ist. Der alles entscheidende Faktor wird am Ende ohnehin die Finanzierung sein.

Torhüter Mathias Niederberger und Verteidiger Marco Nowak sind von Bundestrainer Marco Sturm in das Aufgebot für den Deutschland Cup (4. bis 6. November) berufen worden. Marcel Brandt und Stephan Daschner stehen auf Abruf bereit.

Der DEG Eishockey e.V. hat mit Yusen Logistics einen neuen Sponsor. Der Logistikdienstleister wird ab Beginn der kommenden Spielzeit für zwei Jahre die Juniorenmannschaften unterstützen.

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