Die Verhandlungen mit den Spielern müssen warten, weil die Etat-Situation noch zu vage ist. Die Profis müssen aber Klarheit haben.

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Düsseldorf. Für die Eishockey-Fans in der Stadt und weit über ihre Grenzen hinaus ist es erst einmal die wichtigste Nachricht: Es geht mit der Düsseldorfer EG auch in der nächsten Saison weiter. Ein Konzept ist vorhanden, noch ist es allerdings nur ein Gerüst. Kann die DEG mit der aktuellen Mannschaft durchaus um einen der vier vorderen Plätze mitspielen, dürfte das für die kommende Saison wohl nur ein frommer Wunsch bleiben. Denn die DEG kann nicht mit lukrativen Verträgen um Spieler buhlen.

Da sich derzeit die Profis um ihre Zukunft kümmern müssen, und die DEG noch nicht richtig in die Vertragsverhandlungen einsteigen kann, werden sich die Spieler woanders umhören müssen. „Bisher haben wir nur einen fixen Abgang“, erklärt Manager Lance Nethery. „Und das ist Simon Danner.“ Der 25-jährige Flügelstürmer spielt kommende Saison in Wolfsburg. Dass Spitzenverdiener Patrick Reimer (rund 280 000 Euro) künftig bei einem anderen Klub spielen wird, ist wohl bittere Gewissheit. Auch Evan Kaufmann und Ben Gordon sind begehrte Spieler.

Mindestens 700 000 Euro fehlen noch für einen erfolgversprechenden Etat

In den vergangenen Jahren hat die Metro die DEG mit 1,8 Millionen Euro unterstützt, in dieser Saison sogar mit knapp 2,2 Millionen als eine Art Ausgleichszahlung für den bevorstehenden Abschied. Rein rechnerisch fehlen nach den 700 000 Euro durch den Privat-Sponsor Peter Hoberg und die durch die Stadt zugesagten 450 000 Euro Einmalzahlung also immer noch rund 700 000 Euro, um auf dem Niveau zu bleiben, das bisher Spitzen-Eishockey in Düsseldorf garantierte. Dazu müssen aber alle anderen Sponsoren an Bord bleiben. „Aber zum Beispiel, was mit der Summe von airberlin wird, müssen wir noch abwarten“, sagte Lance Nethery.

Ist das Problem der Sponsorensuche nur um ein Jahr verschoben?

Die Suche muss also weitergehen. Vor allem wenn man bedenkt, dass diese Rettung sich nur auf das nächste Spieljahr bezieht. Denn weder mit der Stadt noch mit einem neuen Privatsponsor ist im April 2013 erneut zu rechnen. „Man darf nicht vergessen, dass sich diese Summen nur auf die nächste Saison beziehen“, mahnt Nethery, der glaubt, dass der Kampf um das Überleben der DEG somit nur um ein Jahr verschoben wurde.

Dass die Düsseldorfer EG auch mit einigen jungen, hungrigen Talenten funktionieren kann, glauben viele Fans. Trotzdem ist es unabdingbar, dass weitere Sponsoren gefunden werden müssen, damit überhaupt eine wettbewerbsfähige Mannschaft ins Rennen gehen kann.

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