Dank einer abgeklärten und souveränen Defensivleistung steht die DEG im Halbfinale.

Für die DEG und ihre Fans ist es eine sehr erfolgreiche Saison.
Für die DEG und ihre Fans ist es eine sehr erfolgreiche Saison.

Für die DEG und ihre Fans ist es eine sehr erfolgreiche Saison.

Erschöpft, aber glücklich feiern die Spieler der Düsseldorfer EG noch auf dem Eis den Halbfinal-Einzug.

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Für die DEG und ihre Fans ist es eine sehr erfolgreiche Saison.

Düsseldorf. Um ihn herum dröhnte es aus den Boxen, Umarmungen und glückliche Gesichter, wohin man auch sah. Da stutzte Travis Turnbull. Ob es nicht typisch gewesen sei, dass ausgerechnet er das entscheidende Tor zum Halbfinal-Einzug erzielt hatte, wurde er gefragt. Obwohl ihm als Team-interner Hauptrunden-Torschützenkönig in den Play-offs nicht viel vor dem Tor gelungen sei. „Ich habe gegen Hamburg eine gute Serie gespielt. Ich habe zwar das Tor nicht getroffen, aber viel für die Mannschaft gearbeitet und viel vorbereitet“, sagte der 28 Jahre alte US-Amerikaner.

Mit 2:1 hatte die Düsseldorfer EG das siebte und entscheidende Viertelfinalspiel bei den Hamburg Freezers gewonnen. Ab Freitag geht es im Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen Titelverteidiger ERC Ingolstadt weiter. Entsprechend war die Laune in der Stunde des größten Erfolgs der jüngeren Vereinsgeschichte in und außerhalb der Kabine. „Ich bin einfach nur glücklich. Wir haben eine so harte Serie gespielt. Im Halbfinale müssen wir noch mal eine Schippe drauflegen. Aber wir können befreit aufspielen“, sagte Kapitän Daniel Kreutzer, dessen Team pünktlich zum Alles-oder-Nichts-Spiel eine grandiose Defensivleistung abgeliefert hatte.

Die DEG hielt sich strikt an die ausgegebene Taktik

Im Gegensatz zu manch anderem Spiel der vergangenen zwei Wochen ließen die Trainer Christof Kreutzer und Tobias Abstreiter ihr Team diesmal nicht von der Leine. Bloß nicht wieder früh in Rückstand geraten, lautete die Marschroute. Kaum ein Düsseldorfer traute sich bei gegnerischem Scheibenbesitz in die Angriffszone, um den Aufbau zu stören. Stattdessen machten sie sich in der neutralen Zone breit und zogen den Hamburgern so den Zahn. Zwar schossen die Freezers trotzdem 33 Mal aufs Tor. Aber selten wurde es richtig gefährlich. Und wenn, war Tyler Beskorowany da.

„Das war heute ein großer Job von mir“, sagte der 24-Jährige ohne jede Zurückhaltung. Doch auch der Torwart hatte nicht vergessen, dass es zunächst nicht so gut gelaufen war: „Ich hatte Anlaufschwierigkeiten in dieser Serie und habe nach den zwei Wochen Pause mit Verletzung und spielfreien Tagen etwas gebraucht, um wieder meine Bewegungen zu koordinieren.“ Dass er nun wieder in der Form ist, die ihn Torwart des Jahres werden ließ, freute besonders seine Vorderleute: „Wir haben bewiesen, dass wir gegen gute Teams bestehen und jede Runde überstehen können. Die Spiele werden jetzt noch enger“, sagte Abwehrspieler Kurt Davis.

Davis: Wir sind nicht mehr das Team vom Tabellenende

Während sein Defensivpartner Shawn Belle besonders viel Spaß am Unterzahlspiel seiner Truppe hatte. Fünf Mal hatten die Hamburger einen Mann mehr auf dem Eis. Für ein Tor reichte es nicht. Im Gegenteil: Während der zweiten Unterzahl traf Manuel Strodel zum wichtigen 1:0. „In den Play-offs sind die Specialteams der wichtigste Teil. Wir müssen unsere Chancen nutzen und ihre verhindern“, sagte Belle. Weil das bestens geklappt hatte, wurde Davis noch grundsätzlich: „Wir sind nicht mehr das Team vom Tabellenende. Wir haben alle Kritiker Lügen gestraft.“

 Freezers-Trainer Serge Aubin war die komplette Serie ein echter Sportsmann. Niemals ausfallend, immer sympathisch und fair in der Bewertung der Spiele dürfte er sich auch in Düsseldorf neue Freunde gemacht haben. „Es war eine tolle Serie, die jeder hätte gewinnen können“, sagte er.

 

Hamburgs Kapitän Christoph Schubert dürfte hingegen weniger Freude gefunden haben. Erst checkte er Daniel Kreutzer im sechsten Spiel frustriert gegen den Kopf. Nach Spiel sieben beleidigte er die DEG-Fans, weil diese den Sieg ihrer Mannschaft für seinen Geschmack zu laut feierten und nannte sie „Deppen“, die sich das Fair Play „in den A.... schieben können“.

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