Augsburg ist mit zwei Siegen perfekt gestartet – dank eines Trios mit stolzen 106 Jahren Lebenserfahrung.

Augsburgs Ryan Bayda in derzeit gewohnter Pose: beim Torjubel.
Augsburgs Ryan Bayda in derzeit gewohnter Pose: beim Torjubel.

Augsburgs Ryan Bayda in derzeit gewohnter Pose: beim Torjubel.

dpa

Augsburgs Ryan Bayda in derzeit gewohnter Pose: beim Torjubel.

Düsseldorf. An den bislang letzten Sieg in Augsburg nach regulärer Spielzeit konnten sich Christof Kreutzer und Tobias Abstreiter bei der allwöchentlichen Pressekonferenz gar nicht mehr erinnern. Es war im März 2011, als die DEG zuletzt nach 60 Minuten bei den Panthern gewann. Zwar ist der 3:0-Erfolg somit gerade mal dreieinhalb Jahre her, aber für Eishockey-Verhältnisse ist das eine halbe Ewigkeit. Denn seitdem trat die DEG weitere sechs Mal in der Fuggerstadt an.

Und hatte dabei eher weniger zu lachen: Den zwei Siegen nach Penaltyschießen stehen vier Niederlagen gegenüber. Allein bei den jüngsten drei Spielen (1:5, 1:6, 2:3 n. P.) gab es gerade mal einen von möglichen neun Punkten – und ein Torverhältnis von 5:14.

Augsburg schlug den Rekord- und den aktuellen Meister

Nicht nur deswegen warnt Kreutzer vor dem Spiel am Freitag (19.30 Uhr/Curt-Frenzel-Stadion): „In Augsburg ist es generell nicht einfach. Die haben ein gutes Publikum und marschieren immer.“ Was an den ersten beiden Spieltagen keine Geringeren als der DEL-Rekordmeister Eisbären Berlin sowie der aktuelle Meister EHC Ingolstadt zu spüren bekamen. Nach dem 4:1 gegen Berlin legten die Augsburger noch ein 4:2 in Ingolstadt nach und schlugen damit zum Auftakt mal eben zwei Champions-League-Teilnehmer, die seit Wochen im Rhythmus sind.

Zu verdanken haben sie das vor allem ihrem Oldie-Trio, das zusammen stolze 106 Jahre alt ist und dieser Tage als „Methusalem-Achse“ für Schlagzeilen sorgt. Besonders Ryan Bayda (33) dreht auf. Drei Tore, drei Vorlagen und zwei „Spieler des Spiels“-Auszeichnungen stehen nach nur zwei Spieltagen für den Topscorer der DEL zu Buche. Nicht zufällig wurde der Ex-NHL-Star vom Fachblatt „Eishockey News“ zum Spieler der Woche ernannt.

Doch es ist nicht nur die Offensive, die den AEV-Fans derzeit Spaß macht. Das Prunkstück ist die Abwehr um den 35-jährigen Arvids Rekis, die in Unterzahl noch ohne Gegentor ist. Was auch an Torwart-Routinier Chris Mason liegt. Der ist sogar 38 Jahre alt und darf stolze 326 NHL-Spiele und einen WM-Titel sein eigen nennen.

Angst vor dem Ligazweiten hat bei der DEG trotzdem niemand. Der Sieg gegen Hamburg hat Kräfte freigesetzt. Und die Reihen gefestigt. „Es kann gut sein, dass wir nichts ändern“, sagt Kreutzer, der weiter auf die Verteidiger Kurt Davis und Stephan Daschner verzichten muss. Zwar trainieren beide wieder, spielen sollen sie aber erst nächste Woche.

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