Die DEG schlägt Krefeld mit 2:1. Weil Straubing aber punktet, finden die Play-offs der DEL ohne die Düsseldorfer statt.

IMGP1398.JPG
Gesiegt und doch verloren, weil Straubings Sieg gegen Schwenningen den Traum von den Play-offs zunichte macht.

Gesiegt und doch verloren, weil Straubings Sieg gegen Schwenningen den Traum von den Play-offs zunichte macht.

Gesiegt und doch verloren, weil Straubings Sieg gegen Schwenningen den Traum von den Play-offs zunichte macht.

Düsseldorf. Das eigene Spiel war längst vorbei, die drei Punkte durch den 2:1-Erfolg im Derby gegen die Krefeld Pinguine eingetütet. Doch die Stimmung in der Kabine der Düsseldorfer EG war alles andere als gelöst. Gebannt starrten die Spieler auf den Fernseher, auf dem gerade die letzte Minute vom Parallelspiel zwischen Straubing und Schwenningen lief. 0:1 stand es, und wäre es dabei geblieben, die DEG hätte noch eine Chance auf einen Play-off-Platz der Deutschen Eishockey Liga gehabt. Doch dabei blieb es nicht: 38 Sekunden vor Schluss trafen die Bayern zum Ausgleich. Und in knapp 600 Kilometer Entfernung sackten die DEG-Spieler in sich zusammen. Bevor sie sich mit hängenden Köpfen auf die Ehrenrunde begaben.

Theoretisch ist Platz zehn zwar immer noch zu erreichen. Weil die DEG vor dem letzten Spieltag am Sonntag (14 Uhr) gegen Augsburg aber nicht nur drei Punkte, sondern auch elf Tore Rückstand auf die Straubinger hat, ist das praktisch wohl nicht mehr aufzuholen. Im dritten Jahr unter dem Trainergespann Christof Kreutzer und Tobias Abstreiter werden die Düsseldorfer die Play-offs zum ersten Mal verpassen.

Kreutzer tat hinterher trotzdem das, was ein Trainer in so einer Situation eben tun muss und verbreitete Optimismus: „Wir haben noch eine minimale Chance, nichts ist unmöglich“, sagte der Coach. Ohne allerdings den Eindruck zu erwecken, noch wirklich dran zu glauben. Der 49-Jährige ist schließlich lange genug dabei.

Bernhard Ebner bestätigt erneut seine ansteigende Form

Auch seine Spieler sprachen bereits von „verpassten Play-offs“. Und waren weit davon entfernt, das Schicksal für die missliche Lage verantwortlich zu machen. Sie könnten es gut einschätzen, dass es nicht daran lag, „dass Schwenningen in der letzten Minute ein Tor kassiert hat“, sagte Verteidiger Bernhard Ebner. Was auch bedeutete: Wir sind es selbst Schuld, weil wir zu spät aufgewacht sind.

Das galt zwar für die Saison, aber nicht für das gestrige Derby, in dem die DEG von der ersten Minute an zeigte, dass sie noch an die Play-offs glaubt. Fast im Minutentakt kam sie zu Chancen. Zwar verflachte das Spiel ab der zehnten Minute etwas, spätestens im zweiten Drittel nahm die DEG aber wieder Fahrt auf. Was auch an Ebner selbst lag, der seine ansteigende Form erneut bestätigte und in der 30. Minute das 1:0 erzielte. Acht Minuten später erhöhte Daniel Weiß nach starker Vorarbeit von Manuel Strodel auf 2:0. Das reichte bereits, weil der Tabellenletzte aus Krefeld lediglich ein Mal an Mathias Niederberger vorbeikam: Dragan Umicenic nach feinem Solo in der 55. Minute.

Tor Mathias Niederberger (Felix Bick)

Abwehr Stephan Daschner, Bernhard Ebner - Tim Schüle, Tim Conboy - Henry Haase, Marco Nowak - Kurt Davis

AngriffMaximilian Kammerer, Rob Collins, Drayson Bowman - Daniel Kreutzer, Manuel Strodel, Brandon Yip - Norm Milley, Eduard Lewandowski, Chris Minard - Alexander Preibisch, Daniel Weiß, Alexej Dmitriev

 

Tor Patrick Galbraith (Niklas Treutle)

Abwehr Tim Hambly, Nic St. Pierre - Mikko Vainonen, Mike Little - Kyle Sonnenburg, Maximilian Faber - Mike Schmitz

Angriff Martin Schymainski, Daniel Pietta, Herberts Vasiljevs - Mike Collins, Marco Rosa, Dragan Umicevic - Mike Mieszkowski, Christian Kretschmann, Kevin Orendorz - Philipp Kuhnekath, Martin Ness, Mark Mancari

 

Schiedsrichter Marcus Brill (Zweibrücken) und Rainer Köttstorfer (Rosenheim)

Zuschauer10 538

Tore 1:0 (29:40) Ebner (Dmitriev), 2:0 (38:14) Weiß (Strodel, Schüle); 2:1 (54:43) Umicevic (Rosa, St. Pierre)

Strafminuten DEG 4 - Krefeld 8

 

Die DEG feierte damit den fünften Sieg aus den jüngsten sechs Spielen. Was Ebner fast noch mehr ärgerte: „Wenn man die letzten Spiele anschaut, sieht man, was für ein Potenzial in der Mannschaft gewesen ist.“ Nämlich eins, das mindestens für Platz zehn hätte reichen müssen. Doch das tat es nicht, „weil wir zu viele Negativserien hatten“.

Zumindest die Fans hatten das ihrem Team verziehen. Mehr als 10.000 waren gekommen und peitschten ihre Mannschaft vor allem in der Schlussphase nach vorne. Auch als die Spieler hinterher die Ehrenrunde drehten, gab es noch mal warmen Applaus. Aufheitern konnte das aber niemanden mehr. Sie schlichen mit leeren Blicken zurück in die Kabine.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer