Die DEG Metro Stars lassen dem Erzfeind vom Rhein beim 4:0 keine Chance und begeistern durch tolles Offensivspiel.

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Die Düsseldorfer Eishockeyprofis bejubeln einen Treffer, während der Kölner Jasper staunt.

Die Düsseldorfer Eishockeyprofis bejubeln einen Treffer, während der Kölner Jasper staunt.

Hajo Lange

Die Düsseldorfer Eishockeyprofis bejubeln einen Treffer, während der Kölner Jasper staunt.

Düsseldorf. Nicht nur die bunte Licht- und Musikshow vor dem ersten Bully ist bei der Düsseldorfer EG etwas Besonderes. Auch die intensive Atmosphäre auf den Rängen hat es in sich, wenn es gegen den rheinischen Rivalen, die Kölner Haie, geht. Am Ende jubelte nur die DEG, denn der 4:0-Sieg war ein eindrucksvoller Beweis für die Stärke des Eishockey-Vizemeisters.

Kampf war auf dem Eis bei beiden Mannschaften von Beginn an Trumpf, kein Puck wurde verloren gegeben, jeder Zentimeter auf dem Eis beackert. Die Metro Stars wurden in dieser Saison zum ersten Mal diesem Namen gerecht, denn sie spielten das Angriffs-Eishockey, das die Fans in den Play-offs der vergangenen Saison so begeistert hatte.

Der Verein selbst hatte vor Spielbeginn mit Video-Sequenzen aus den Meisterjahren für Nostalgie gesorgt und auf dem Videowürfel für mehr Unterstützung geworben als in der bisherigen Saison. "Es ist Zeit aus der DEG das zu machen, was sie war - eine Legende. Helfen sie uns dabei", war dort zu lesen.

Torhüter Aubin besticht durch tolle Paraden

Die Mannschaft indes sorgte für Werbung in eigener Sache, denn sie spielte mit ungewohnter Leidenschaft. Dazu stand ein Könner im Tor: Jean-Sebastien Aubin, der 32-jährige Kanadier aus Quebec ist längst in die Fußstapfen seines Vorgängers Jamie Storr getreten.

Der Franko-Kanadier bestach mit tollen Reflexen, seiner starken Fanghand und gewann das Duell gegen Lars Waibel im Kölner Tor klar. "Er hat stark gehalten. Die gesamte Mannschaft hat einen guten Job gemacht. Sie hat ihren Vorteil ausgenutzt und das Tempo immer hoch gehalten", sagte DEG-Trainer Harold Kreis.

Aufstellung DEG Tor: Aubin (Lange); Abwehr: Holland, Traverse, Bazany, Holzer, Caldwell; Angriff: Kaufmann, MacDonald, Murphy, Joseph, Reid, Courchaine, Reimer, Collins, Kreutzer

Aufstellung Kölner Haie Tor: Weibel (Vajs) Abwehr: Lüdemann, Trygg, Mo.Müller, Julien, Renz, Ankert, Ohmann, Sturm; Angriff: Rudslätt, Adams, Ciernik, Frosch, Hecquefeuille, Bartek, Ma. Müller, Fauser, Jaspers, Flaake, Brandl, Hauner

Schiedsrichter: Martin Reichert (Lindau/ Bodensee)

Zuschauer: 12.365

Tore: 1:0 (17:16) Murphy (Kaufmann, MacDonald), 2:0 (17:58) Reid (Joseph/6-5), 3:0 (37:04) Holland (Reimer/5-4), 4:0 (58:40) Courchaine (Reid)

Strafminuten: DEG: 6; KH: 6

Die ersten Kostproben der Düsseldorfer Geschwindigkeit machten zu Beginn des ersten Drittels gleich Appetit auf mehr. Der Puck wurde meist tief in die gegnerische Abwehrzone gespielt, wodurch die Abwehr der Haie oft genug geöffnet wurde. In der 18.Minute durfte Waibel den Puck gleich zweimal aus dem Netz holen. Mark Murphy musste die Hartgummischeibe nach genauem Querpass von Evan Kaufmann nur noch zur Führung eindrücken.

Und weiter ging es mit den "Hai-Happen". Brandon Reid, sicher einer der schnellsten Spieler der Liga, kurvte um das Kölner Tor und sorgte per Bauerntrick 42 Sekunden später für das 2:0. Dabei hatten die Gäste auch einige gute Chancen - aber da war ja noch Aubin im Düsseldorfer Tor.

Obwohl die DEG mit fünf Verteidigern und neun Stürmern zahlenmäßig den vier Kölner Blöcken auf dem Eis unterlegen war, dominierte das Kreis-Team das zweite Drittel eindeutig. Schade, dass Adam Courchaine oder Patrick Reimer in dieser Phase nicht trafen, die Führung hätte höher sein können. Immerhin sorgten Jason Holland in Überzahl mit seinem ersten Saisontor für das 3:0 und Adam Courchaine kurz vor Schluss für den Endstand.

Die DEG-Fans feierten wie noch nie in dieser Saison. "Es war ein tolles Gefühl, vor so vielen Zuschauern zu spielen. Das spornt zusätzlich an. Ich habe auch schon verinnerlicht, dass die Spiele gegen Köln eine Besonderheit sind", sagte Aubin, der zu seinem zweiten "shutout" kam.

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