Duesseldorfer EG - Schwenninger Wild Wings,  Eishockey, DEL, 10.10.2014
Der Schwenninger Philipp Schlager mit einer Chance.

Der Schwenninger Philipp Schlager mit einer Chance.

Grimme / Eibner-Pressefoto

Der Schwenninger Philipp Schlager mit einer Chance.

Düsseldorf. Die Düsseldorfer EG bestätigte ihren Aufwärtstrend. Das Team von Trainer Christof Kreutzer gewann am Freitag im Rather Dome vor 4535 Zuschauern nach einer stabilen Defensivleistung gegen die Schwenninger Wild Wings mit 4:1 (1:0/1:1/2:0) und zeigte sich gut gerüstet für das Derby gegen die Kölner Haie am Sonntag (16.30 Uhr, Rather Dome). Der KEC verlor trotz Trainerwechsel gegen Krefeld 0:1 und liegt nun vier Punkte hinter der DEG. „Wir haben 60 Minuten gut gearbeitet“, sagte DEG-Verteidiger Ebner, der im Derby am Sonntag gegen Köln sein 100. DEL-Spiel bestreitet.

Es war ein heißes Spiel im Rather Dome, zumindest vor dem ersten Bully. In einem der Arena-Bistros hatte der Gastronom den Leberkäse anbrennen lassen. Die Rauchmelder schlugen Alarm und die Feuerwehr rückte an, was im Ernstfall nach 19 Minuten nicht sehr schnell gelungen wäre. Zum Glück konnte jedoch recht rasch Entwarnung gegeben werden, das Spiel war nie gefährdet. Die Atmosphäre aber schien dennoch hitzig zu werden. Mit Spannung wurde die erstmalige Rückkehr von Ashton Rome erwartet. Der Stürmer hatte den Vertrag bei der DEG wegen einer Fehde seiner Frau mit der Gattin von Torhüter Bobby Goepfert kurz nach der Verlängerung aufgelöst und war nach Schwenningen gegangen. Den Fans ist dieser „Zickenkrieg“ offenbar sauer aufgestoßen, sie begrüßten Rome mit Pfiffen.

Mit dem Spielbeginn wendeten sie sich dann aber ihrem eigenen Team zu und sahen dabei einen Auftakt auf überschaubarem Niveau. Beide Teams scheuten das Risiko, bevor die Gäste durch O'Connor und Schlager erste Schüsse abgaben. Das Tor fiel jedoch auf der anderen Seite und es war herrlich herausgespielt. Ken-André Olimb bediente von halblinks hinter dem Tor seinen Landsmann Andreas Martinsen, der den Puck per Direktabnahme in den Winkel setzte (8.). Weitere Höhepunkte hatte das erste Drittel dann allerdings nicht mehr zu bieten, weswegen sich die Fans dem extrem langmähnigen Gäste-Stürmer Philipp Schlager widmeten und skandierten: „Du hast die Haare schön.“

Weniger schön waren die vielen vergebenen Chancen der DEG im zweiten Drittel. So passte Ebner zu Fischbuch, statt einfach zu schießen. Danach scheiterte Kreutzer an Torhüter Pätzold und dann kam es wie es oft passiert. Völlig unvermittelt gelang den bis dahin harmlosen Schwarzwäldern durch Hacker der Ausgleich (28.). Doch die DEG zeigte sich mental unbeeindruckt. Zielstrebig wurde die erneute Führung gesucht. Mondt und Conboy scheiterten noch, aber in der 33. Minute war es soweit und wieder schlugen die Norweger zu. Olimb bediente von hinter dem Tor Martinsen, der mit seinem siebten Saison-Treffer das 2:1 erzielte. Die DEG blieb überlegen und profitierte mit zunehmender Spieldauer von den Räumen, die die Schwenninger anbieten mussten. Als Kreutzer dann klug zu Ficenec querlegte und der überlegt einschoss, war die Entscheidung gefallen (52.). Rob Collins erhöhte noch auf 4:1 (59.). Ashton Rome interessierte da niemanden mehr.

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