Beim 3:4 in Straubing besiegelt der Ex-Düsseldorfer Ryan Ramsay die Niederlage im Penaltyschießen.

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DEG-Stürmer Brandon Reid (r.) im Zweikampf mit Straubings Karl Stewart

DEG-Stürmer Brandon Reid (r.) im Zweikampf mit Straubings Karl Stewart

Harald Schindler

DEG-Stürmer Brandon Reid (r.) im Zweikampf mit Straubings Karl Stewart

Straubing. "Ach, wärst Du doch in Düsseldorf geblieben", erklang es am Sonntagabend aus den Lautsprechern im Eisstadion von Straubing. Doch Ryan Ramsay konnte damit nicht gemeint sein.

Denn der ehemalige Stürmer der DEG sicherte mit seinem verwandelten Penalty den Straubing Tigers einen 4:3-Erfolg über die Düsseldorfer EG, die damit am Ende einer bayerischen Woche zum zweiten Mal in Folge als Verlierer das Eis verlassen musste. "Wir haben im Schlussdrittel einfach viel zu kompliziert gespielt", sagte DEG-Trainer Harold Kreis.

Mit dem Flugzeug hatte sich der Tross der DEG Sonntagvormittag nach München begeben und dort dann einen Bus für die rund 60 Minuten lange Fahrt nach Straubing gemietet. Was nicht nur auf Grund der erneuten Schneefälle in Bayern, sondern auch wegen der besseren Regeneration sinnvoll gewesen ist. So waren die Spieler von Harold Kreis am Samstag noch zu Hause und konnten das 3:4 gegen Nürnberg im Kreise der Familie verarbeiten.

DEG geht zwei Mal in Führung, muss aber in die Verlängerung

"Die Jungs haben jetzt doch eine Menge an Spielen in den Beinen. Daher schaffen sie es im Moment nicht mehr, über die gesamte Spielzeit auf höchstem Niveau zu agieren. Unser Ziel muss es aber sein, größere Schwankungen zu vermeiden", sagte Trainer Kreis vor dem zweiten Gastspiel in Straubing binnen zwei Wochen.

Im dortigen Eisstadion am Pulverturm hatte die DEG zuletzt mit 5:3 gewonnen. Diesmal erwischten die Niederbayern einen Start nach Wunsch. Als bei einem Schuss von Calvin Elfring niemand so recht wusste, wo der Puck ist, schaltete Chad Bassen am schnellsten und traf zum 1:0. Die DEG kam nur schwer in Schwung. In diesen Momenten müssen zumindest die Spezialformationen funktionieren. Und sie funktionierten. Ganze 16Sekunden saß Jean-Philippe Morin auf der Strafbank, da bewies Patrick Reimer ein feines Auge. Rob Collins konnte zum 1:1 einschieben.

Aufstellung Straubing

Tor: Bales (Janka)

Abwehr: Tremblay, Morin - Elfring, Stephan Wilhelm - Canzanello, Smith

Angriff: Trew, Whitecotton, Bassen - Röthke, Mapletoft, Stewart - Schnitzer, Ramsay, Flache - Schönberger

Aufstellung DEG

Tor: Aubin (Lange)

Abwehr: Holzer, Holland - Caldwell, Harrington - Traverse, Bazany - Nowak

Angriff: Kaufmann, MacDonald, Joseph - Courchaine, Reid, Murphy - Kreutzer, Collins, Reimer - Hofland, Tutschek, Hinterstocker

Schiedsrichter: Marcus Brill (Zweibrücken)

Zuschauer: 4.006

Tore: 1:0 (8:45) Bassen (Elfring, Whitecotton), 1:1 (18:41) Collins (Reimer, Caldwell/5-4); 1:2 (28:33) Collins (Kreutzer, Reimer), 2:2 (34:43) Ramsay (Schnitzer), 2:3 (36:21) Holzer (Collins, Caldwell/5-4); 3:3 (50:27) Flache (Canzanello); 4:3 Ramsay (Penalty)

Strafzeiten: Straubing 4 - DEG 6

Der vielleicht beste Techniker der Liga konnte in der 29.Minute erneut jubeln. Nach einem Pass von Daniel Kreutzer traf Collins auch zum 2:1. Doch Straubing schlug zurück. Nach einem nicht geahndeten Foul von Florian Schnitzer nervte Ryan Ramsay zum ersten Mal an diesem Abend die DEG, als er keine Mühe hatte, das leere Tor zu treffen.

Wieder war das Überzahlspiel der DEG gefragt. Und wieder mit Erfolg. Diesmal dauerte es sogar nur 14 Sekunden, bis Korbinian Holzer zur erneuten Führung traf. Leider ein Muster ohne Wert, denn Peter Flache gelang das 3:3, und Ryan Ramsay wurde dann zum Held von Straubing.

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