Das 1:4 in Berlin ist bereits die 35. Niederlage in dieser Saison. Nur Bostrom trifft.

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Dichtes Gedränge vor Bobby Goepfert. Verteidiger Hagen Kaisler (r.) schirmt den DEG-Torhüter ab.

Dichtes Gedränge vor Bobby Goepfert. Verteidiger Hagen Kaisler (r.) schirmt den DEG-Torhüter ab.

City Press/De

Dichtes Gedränge vor Bobby Goepfert. Verteidiger Hagen Kaisler (r.) schirmt den DEG-Torhüter ab.

Düsseldorf. Die Düsseldorfer EG geht mit einer weiteren Niederlage in ihre gut zweiwöchige Spielpause, konnte jedoch den schlimmen Eindruck des 0:8-Debakels bei den Nürnberg Ice Tigers leicht korrigieren.

Die Mannschaft von Trainer Christian Brittig verlor am Sonntag bei den Eisbären Berlin vor 13 800 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof mit 1:4 (0:2, 0:1, 1:1), zeigte allerdings eine couragierte Leistung.

Ausschlaggebend für die 35. Niederlage im 48. Spiel waren der gute Berliner Torhüter Rob Zepp und das klar bessere Überzahlspiel der Eisbären, die drei ihrer vier Treffer mit einem Mann mehr auf dem Eis erzielten. „Heute kann ich meinen Spielern keinen Vorwurf machen. Glückwunsch an die Berliner, sie waren einfach effektiver“, sagte Brittig.

Nach zwölf Minuten dreht Berlin auf

Dabei stand für die Eisbären und ihren Trainer Jeff Tomlinson viel auf dem Spiel. Die Play-off-Teilnahme des Meisters ist gefährdet, und gegen Düsseldorf hatte man alle drei bisherigen Saison-Duelle verloren.

Diese makellose Bilanz wollten die Düsseldorfer natürlich gerne beibehalten und hatten in den ersten sechs Minuten bei zwei Powerplay-Situationen auch die Chance zur Führung, doch schon da deutete sich das Manko des Tages an.

Tor Zepp (Elwing)
Abwehr Borer, Sharrow – Constantin Braun, Lalonde – Haase, Trivellato – Jonas Müller
Angriff Talbot, Olver, Tallackson – Rankel, Bell, Travis James Mulock – Laurin Braun, Christensen, Foy – Kris Sparre, Daniel Weiß, Ziegler

 Tor Goepfert (Ridderwall)
Abwehr Klingsporn, Paris – Ebner, Kaisler – Zanetti, Noske
Angriff Bostrom, Olimb, Martinsen – Daxlberger, Long, Rome - Mondt, Strodel, Preibisch – Stephan, Neugebauer, Calovi

Schiedsrichter Stephan Bauer (Nürnberg), Markus Krawinkel (Moers)
Zuschauer 13 800
Tore 1:0 (13:57) Foy (Haase, Christensen), 2:0 17:46) Tallackson (Olver, Talbot/5-4), 3:0 (37:02) Bell (Mulock, Olver/5-4), 4:0 (42:46) Sharrow (Rankel, Mulock/5-4), 4:1 (48:46) Bostrom (Martinsen, Olimb)
Strafminuten EBB 14; DEG 14 + 10 Minuten Rome (36.)
Nächstes Spiel 18. Februar: Schwenningen - DEG (19.30 Uhr)

Nach zwölf Minuten nahmen die Hausherren das Heft in die Hand. Nach einem Missverständnis in der DEG-Abwehr sagte Matt Foy da-nke und beruhigte die Berliner Nerven mit dem 1:0 (14.). „Ich bin froh, dass wir gegen die DEG endlich mal in Führung gehen konnten. Das hat unserem Spiel natürlich enorm geholfen“, sagte Tomlinson.

Berlin kam nun immer besser ins Rollen. Als Barry Tallackson in Überzahl auf 2:0 erhöhte (18.) waren alle mentalen Blockaden gelöst. Die DEG stemmte sich zwar gegen die höhere Qualität des Gegners, doch Martinsen und Ebner in Überzahl (22.) sowie Bostrom (25.) fanden ihren Meister in Torwart Rob Zepp.

Sein Gegenüber Bobby Goepfert hingegen hatte Glück, dass Mulock nur die Latte traf (27.). Fünf Minuten später scheiterte Zanetti an Zepp, dann musste Ashton Rome nach einem Check auf die Strafbank. Eine Chance, die Mark Bell zum 3:0 für die Eisbären nutzte (38.).

Auch das Schlussdrittel begann für die DEG mit einer Unterzahl und wieder hatte sie Folgen. Einen Schuss von Shawn Lalonde fälschte Verteidiger James Sharrow in Mittelstürmerposition zum 4:0 ab (43.). Immerhin – die DEG fiel diesmal anders als in Nürnberg nicht auseinander.

Olimb traf den Pfosten (47.) und nach einem feinen Alleingang mit überlegtem Abschluss gelang Bostrom in der 49. Minute der Ehrentreffer. Es war das erste DEG-Tor nach zuvor neun Dritteln ohne Tor.

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