Im letzten Drittel besiegelt ein Doppelschlag die 3:6-Niederlage in Hamburg.

DEG-Verteidiger Marian Bazany (l.) blockt in dieser Szene einen Hamburger Angriff ab. An der Niederlage in der Hansestadt änderte das allerdings nichts.

Schönberger, Bild 1 von 2

Hamburg. Die Düsseldorfer EG hat ihr Tief noch nicht überwunden. Am Freitagabend unterlag das Team von Trainer Jeff Tomlinson vor 6749 Zuschauern auch bei den Hamburg Freezers mit 3:6 (1:3, 1:0, 1:3) und kassierte damit bereits die vierte Niederlage in Folge. Brett Engelhardt sorgte mit einem Doppelschlag im letzten Drittel für den K.o., bevor Colin Murphy den Schlusspunkt setzte. „Wir haben alles versucht und sind dabei leider ausgekontert worden“, sagte Tomlinson.

Am Freitag war der internationale Tag der Umarmung, und in Hamburg hatten sie sich dafür etwas Besonderes ausgedacht. Möglichst viele Menschen sollten sich offenbar an einem Ort besonders nahe sein. Also begannen nahezu zeitgleich in den beiden direkt nebeneinander liegenden Arenen das Fußball-Bundesligaspiel des HSV gegen Frankfurt und die Eishockey-Partie der Freezers gegen die DEG. Vor allen Dingen in verkehrstechnischer Hinsicht keine tolle Idee.

Torhüter Aubin sieht bei Gegentoren nicht gut aus

Dem Chaos auf den Straßen folgte ein ungeordneter Beginn auf dem Eis, dem erst DEG-Kapitän Daniel Kreutzer ein Ende setzte, als er in der 9. Minute mit der ersten echten Chance der Düsseldorfer das 1:0 erzielen konnte. Aber die Gäste konnten diesen Vorteil gegen den im Kampf um einen Platz in den Vor-Play-offs mit dem Rücken zur Wand stehenden Gegner nicht nutzen. Im Gegenteil. Innerhalb von nur 125 Sekunden musste Torhüter Jean-Sebastien Aubin gleich dreimal hinter sich greifen, wobei der DEG-Torhüter bei den Treffern zum 1:2 und 1:3 schlecht aussah. So schlüpfte ihm nach dem Ausgleich durch Polaczek ein Schuss von Oppenheimer durch die Hosenträger, und kurz darauf ließ er einen Puck genau vor die Kelle von Ouellet abprallen, der dankend einschob. Die Diskussion um eine vorzeitige Auflösung des Vertrages von Aubin, hat dadurch natürlich neue Nahrung erhalten. Für Manager Lance Nethery besteht die gute Gelegenheit, Jochen Reimer aus Wolfsburg zurück zu holen.

Pokulok und Courchaine sorgen für den zwischenzeitlichen Ausgleich

Zwei andere Akteure, die wohl gehen müssen, sorgten dann dafür, dass die DEG wieder in die Partie fand. Zunächst erzielte Sasha Pokulok den Anschlusstreffer (31.). Dann wuchtete Adam Courchaine den Puck zum 3:3 ins Netz (43.). Doch Brett Engelhardt zerstörte alle Träume auf etwas Zählbares.

 Tor: Taylor (Treutle); Abwehr: Trygg, Traverse - Schubert, Köttstorfer - Curry, Coté; Angriff: Polaczek, Ouellet, Holzmann - Engelhardt, Colin Murphy, King - Oppenheimer, Alexander Barta, Bassen - Cohen, Dotzler, Duck

Tor: Aubin (Niederberger); Abwehr: Dinger, Holland - Hedlund, Roach - Pokulok, Bazany - Nowak; Angriff: James, Beechey, Kaufmann - Kreutzer, Collins, Reimer - Courchaine, Mark Murphy, McCutcheon - Hinterstocker, Hofland

Florian Zehetleitner (Oberstdorf)

0:1 (8:58) Kreutzer (Collins, Holland), 1:1 (12:09) Polaczek (Köttstorfer, A. Barta/5-4), 2:1 (13:21) Oppenheimer (Dotzler, Duck), 3:1 (14:14) Ouellet (Polaczek, Köttstorfer); 3:2 (30:57) Pokulok (Reimer); 3:3 (42:40) Courchaine (McCutcheon), 4:3 (50:06) Engelhardt (C. Murphy, Traverse), 5:3 (54:07) Engelhardt (A. Barta), 6:3 (56:18) C. Murphy (Engelhardt, A. Barta)

6749

Hamburg 6 – DEG

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