Das Team von Harold Kreis legt beim 4:2 gegen Mannheim ein hohes Tempo vor.

Mannheims Torhüter Fredrick Brathwaite rettet vor Rob Collins.
Mannheims Torhüter Fredrick Brathwaite rettet vor Rob Collins.

Mannheims Torhüter Fredrick Brathwaite rettet vor Rob Collins.

Horstmüller

Mannheims Torhüter Fredrick Brathwaite rettet vor Rob Collins.

Düsseldorf. Tempo-Eishockey und großer kämpferischer Einsatz - unter dem Strich ergab das für die Düsseldorfer EG einen überzeugenden 4:2 (0:1, 2:0, 2:1)-Sieg über die Adler Mannheim.

Nach Anlauf-Schwierigkeiten in den ersten Vorrundenspielen ist das Team von Trainer Harold Kreis in der Deutschen Eishockey Liga angekommen. Allerdings wollten nur 4579 Zuschauer den dritten Heimauftritt der DEG sehen.

Chris Harrington, der wegen des Todes seines Großvaters eine Woche freigestellt war, und der zuvor verletzte Patrick Traverse (Innenbanddehnung im Knie) komplettierten gestern die DEG. Bis auf Brad Tutschek (Reha nach Schulter-OP) konnte Trainer Kreis alle Spieler aufbieten.

Allerdings sah das Aufgebot im Vergleich zu den Adlern eher klein aus, denn Adler-Trainer Doug Mason schickte vier Blöcke aufs Eis. Harold Kreis stehen nur drei zur Verfügung.

Reid und Reimer drehen in 36 Sekunden das Spiel

Schnell und schnörkellos, beide Mannschaften bevorzugten das direkte Spiel nach vorne. Zunächst mit den besseren Chancen für Düsseldorf, aber Frederick Brathwaite im Tor der Gäste zeigte, warum er einer der besten Goalies der Liga ist.

Tor: Aubin (Lange);
Abwehr: Holland, Traverse - Harrington, Caldwell - Bazany, Holzer - Nowak;
Angriff: Kaufmann, MacDonald, Murphy - Joseph, Reid, Courchaine - Reimer, Collins, Kreutzer - Hinterstocker

Tor: Brathwaite, Lang;
Abwehr: Scalzo, Pollock - Butenschön, Hedlund - Schmidt, Trepanier - Petermann, Reul;
Angriff: Arendt, Beardsmore, Martinec - Papineau, Methot, Robinson - Seidenberg, Hackert, Mauer - Kink, Forbes, King

0:1 (9:28) Seidenberg (Mauer),
1:1 (32:51) Reid (Courchaine, Hinterstocker),
2:1 (33:27) Reimer (Collins, Kreutzer),
3:1 (53:07) Courchaine (Collins, Traverse/5-3),
3:2 (55:31) Papineau,
4:2 (59:30) MacDonald (Murphy, Kaufmann)

Zuschauer: 4579
Schiedsrichter: Marcus Brill (Zweibrücken), Georgij Jablukov (Berlin)
Strafmin.: DEG: 6; AM: 15 + Spieldauer Trepanier (58.)

Diesen Ruf muss sich Jean-Sebastien Aubin in seiner ersten DEL-Saison noch erarbeiten. Der 32-jährige Kanadier hat mit guten Leistungen schon angedeutet, dass er ein würdiger Nachfolger von Jamie Storr ist. Allerdings war Aubin in der 10. Minute machtlos, als er den Puck nach einem Schuss von Yannick Seidenberg passieren lassen musste. Zuvor war Jason Holland zu weit aufgerückt und hatte den Puck verloren.

Die DEG ließ sich dadurch nicht aus dem Rhythmus bringen und spielte weiter unverdrossen nach vorne. Die Adler Mannheim gerieten im zweiten Drittel immer mehr in Bedrängnis und innerhalb von 36 Sekunden auch in Rückstand. Zuerst hatte Brandon Reid aus kurzer Distanz den Ausgleich erzielt, dann traf Patrick Reimer aus dem Gewühl heraus, nachdem Brathwaite den Puck nach vorne abprallen ließ.

Dass das letzte Drittel mit mehreren Minuten Verspätung begann, hatte einen eher ungewöhnlichen Grund. Die Eisfläche war nach Aufbereitung noch nicht richtig angezogen, und es hatten sich einige Pfützen gebildet.

Die Stimmung bei den Fans war jedenfalls bestens, erst recht als die DEG in den letzten 20 Minuten das Tempo noch einmal erhöhte und kurz hintereinander zwei Strafminuten provozierte. In doppelter Überzahl erzielte Adam Courchaine den dritten DEG-Treffer an diesem Abend.

Keine Tore für DEG nach Videobeweis in zwei Szenen

Fünf Minuten vor Schluss bemühte das Schiedsrichtergespann zwei Mal hintereinander den Videobeweis, erkannte aber nicht auf Tor für die DEG. Dafür aber Sekunden später für die Adler, nachdem Justin Papineau aus dem Gewühl heraus getroffen hatte. Mit einem Schuss ins leere Tore setzte Craig MacDonald dann den Schlusspunkt unter einen unterhaltsamen Eishockey-Abend.

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