Trainer Kreutzer erklärt seine Entscheidung in Iserlohn.

Lacht derzeit eher seltener: Bernhard Ebner. Archiv
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Häfner

Lacht derzeit eher seltener: Bernhard Ebner. Archiv

Düsseldorf. Trainer haben es oft schwer. Dieser Satz mag im Sport wie eine hohle Phrase klingen. Doch am Beispiel von Christof Kreutzer wird genau das in diesen Tagen deutlich. Hatte der Trainer der Düsseldorfer EG über weite Strecken der Saison in der Deutschen Eishockey Liga mit vielen Verletzten zu kämpfen, müssen er und sein Assistent Tobias Abstreiter derzeit jeweils zwei Profis auf die Tribüne setzen. Denn auf der Ausfallliste steht nach der Rückkehr von Verteidiger Henry Haase und Stürmer Norm Milley nur noch Kapitän Daniel Kreutzer.

Beim 6:2-Sieg in Iserlohn am vergangenen Sonntag strich das Trainer-Duo Verteidiger Bernhard Ebner. Der ist immerhin ein regelmäßiger Kandidat für die Nationalmannschaft, war 2012/13 „Rookie des Jahres“ in der DEL und gehört bei der DEG eigentlich zu den wichtigsten Stützen sowie den Topverdienern. „Er hat normal darauf reagiert“, erklärte Kreutzer gestern die Nicht-Nominierung. „Glücklich ist keiner, wenn er nicht spielt. Die Jungs müssen es mir so schwer wie möglich machen, und jeder muss seine Aufgaben zu 100 Prozent erfüllen. Das gilt für alle.“ Was auch bedeutete: Ebner hat das zuletzt nicht so getan, wie es sich Kreutzer wünscht.

Der Verteidiger wartet noch immer auf sein erstes Saisontor

Im Falle des 26-Jährigen wirkte die Pause im wichtigen Spiel bei den Roosters wie ein Denkzettel. Doch der Trainer möchte die Entscheidung nicht als solchen verstanden wissen: „Bei den Verteidigern ist es schwerer, den Richtigen nicht spielen zu lassen. Es ging nicht darum, ein Zeichen an die Mannschaft zu setzen.“

Doch Ebner, der aufgrund einer Entzündung im Ellbogen nur 22 von 35 Spielen absolvieren konnte, läuft dem eigenen Anspruch und dem seines Trainers hinterher. In den vergangenen beiden Spielzeiten traf der 17-fache Nationalverteidiger insgesamt 19 Mal (zehn/neun). 2016/17 wartet er noch auf sein erstes Tor.

Obwohl der Trainer die Defensivleistung seines Teams in Iserlohn lobte, dürfte er morgen im Heimspiel gegen den Meister EHC München einen anderen Verteidiger auf die Tribüne befördern. „Es ist gut, eine gewisse Rotation zu haben. Wir brauchen alle Spieler“, sagte Kreutzer. Gegen eine positive Reaktion Ebners, möglicherweise in Form seines ersten Saisontors, dürfte der DEG-Coach nichts einzuwenden haben.

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