Das Team von Trainer Tomlinson kassiert in Berlin zwei Billard-Tore.

Jason Holland im Zweikampf mit Berlins Mads Christensen.
Jason Holland im Zweikampf mit Berlins Mads Christensen.

Jason Holland im Zweikampf mit Berlins Mads Christensen.

City Press/Matthias Renner

Jason Holland im Zweikampf mit Berlins Mads Christensen.

Düsseldorf. 122 Sekunden Unkonzentriertheit und zwei unglückliche Eigentore, die es eigentlich im Eishockey nicht gibt, haben die Düsseldorfer EG um den verdienten Lohn eines couragierten Auftritts gebracht. Das Team von Trainer Jeff Tomlinson verlor am Sonntag vor 13 400 Zuschauern in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof bei Meister Eisbären Berlin unglücklich mit 2:3 (1:1, 0:2, 1:0), zeigte aber eine weiter ansteigende Formkurve. "Berlin war leider etwas cleverer", sagte Tomlinson. Für den war es die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Zehn Jahre hatte der jetzt 40-Jährige seit 2000 als Spieler, Nachwuchs- und Assistenztrainer für die Eisbären gearbeitet.

Daniel Kreutzer erzielt den ersten DEG-Treffer

Die Hausherren nahmen wie erwartet das Heft in die Hand. Erst nach fast zehn Minuten konnte die DEG eigene Angriffe starten, und als wenig später gleich zwei Berliner auf die Strafbank mussten, sogar das 1:0 erzielen. Einen feinen Pass von Rob Collins brauchte Daniel Kreutzer in der 15. Minute nur noch einzuschieben. Damit wäre es sicher auch in die erste Pause gegangen, denn das Team von Trainer Don Jackson war sichtlich irritiert. Das bewies auch der Schuss des Dänen Mads Christensen, der wohl über die Seitenbande geflogen wäre, hätte er nicht den Rücken von DEG-Angreifer Evan Kaufmann getroffen, von wo er zum Ausgleich ins Netz flog (19.).

Das 3:3 will trotz guter Chancen nicht fallen

Damit schien die DEG zu Beginn des zweiten Abschnitts noch zu hadern. Florian Busch wurde nicht energisch genug attackiert und bedankte sich mit dem 2:1 (23.). Nur 122 Sekunden später prallte ein Passversuch von Stefan Ustorf an den Schlittschuh von Kapitän Daniel Kreutzer und von dort ins Tor. Die DEG machte im letzten Drittel enormen Druck. Die Verteidiger Sasha Pokulok und Andy Hedlund hätten schon vor dem 2:3 durch Tyler Beechey (54.) treffen können. Danach hatten Connor James, Andy Roach und besonders Derek Dinger, der die Latte traf, den Ausgleich auf dem Schläger. Aber das Glück war am Sonntag nicht der siebte Düsseldorfer.

Berlin - Tor: Zepp (Albrecht); Abwehr: Regehr, Constantin Braun - Walser, Hördler - Sharrow, Baxmann; Angriff: Tyson Mulock, Ustorf, Friesen - Christensen, Pederson, Busch - Alexander Weiß, Daniel Weiß, Felski - Laurin Braun, Chris Hahn

DEG - Tor: Aubin (Niederberger); Abwehr: Hedlund, Roach - Pokulok, Holland - Dinger, Bazany - Nowak; Angriff: Kreutzer, Collins, Reimer - Kaufmann, Beechey, Courchaine - James, Murphy, Hinterstocker - Fenton, Hofland, Danner

Zuschauer: 13400

Schiedsrichter: Schütz (Moers)

Tore: 0:1 (14:05) Kreutzer (Collins/5-3), 1:1 (18:53) Christensen; 2:1 (22:04) Busch (Pederson), 3:1 (24:06) Ustorf (Friesen); 3:2 (53:30) Beechey (Kaufmann, Reimer)

Strafminuten: Berlin 6 - DEG 8

"Wir haben gut mitgespielt. Auch die Anzahl der Schüsse war identisch. Wir hatten aber nicht das Glück der Berliner.", Walter Köberle, Teamleiter der Düsseldorfer EG

"Im ersten und zweiten Drittel war unsere Leistung sehr ordentlich, aber zum Ende ist es richtig eng geworden.", Don Jackson, Trainer Berlin

"Das ist schon brutal, dass so ein Ding die Berliner wieder ins Spiel bringt.", Evan Kaufmann, einer der DEG- "Unglücks"-Torschützen

"Wir haben leider ein paar Fehler gemacht, die ausschlaggebend waren. Daraus müssen wir lernen. Sicher waren die Gegentore ärgerlich. Aber solche Treffer gehören dazu.", Marian Bazany, Verteidiger DEG zu den "Eigentoren"

"Wir haben gegen eine starke Mannschaft gut gespielt.", Andy Roach, Ex-Berliner bei der DEG

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