Gegen die Straubing Tigers behalten die Düsseldorfer mit 2:1 die Oberhand. Zwei Tore in 50 Sekunden reichen am Ende, um starke Niederbayern in Schach zu halten.

Duesseldorfer EG - Straubing Tigers
Drayson Bowman springt aus dem Weg, der Puck kommt dennoch nicht bei Straubings Matt Climie an.

Drayson Bowman springt aus dem Weg, der Puck kommt dennoch nicht bei Straubings Matt Climie an.

PIX-Sportfotos/Roland Schicho

Drayson Bowman springt aus dem Weg, der Puck kommt dennoch nicht bei Straubings Matt Climie an.

Düsseldorf. Es dauerte bis zur 26. Spielminute, dann schallte es zum ersten Mal „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ von den Rängen im Rather Dome. Auslöser war der Doppelschlag durch Drayson Bowman und Manuel Strodel, der den Grundstein zum 2:1-Sieg der Düsseldorfer EG über die Straubing Tigers legte. Es war der zwölfte Sieg aus den vergangenen 13 Spielen in der Deutschen Eishockey Liga, in Folge dessen die DEG auch weiterhin von ganz oben grüßt.

„Solche Spiele zu gewinnen macht Spaß. Überhaupt macht Gewinnen einfach Spaß“, sagte Torschütze Drayson Bowman, der nach seinem Treffer in Augsburg zum ersten Mal in einem Heimspiel jubeln durfte. Der 26-Jährige, der für den abgewanderten Travis Turnbull nachverpflichtet wurde und erst kurz vor Weihnachten in Düsseldorf eintraf, ist nach eigener Aussage inzwischen vollständig angekommen. „Mit Rob Collins und Daniel Kreutzer in einer Reihe zu spielen, funktioniert sehr gut. Die beiden bewegen den Puck sehr gut und ich kann meine Geschwindigkeit gut einsetzen.“ Auch Trainer Christof Kreutzer zeigte sich auf Bowmans Leistungen angesprochen nicht überrascht: „Wir wussten ja vorher, was er kann“, sagte der 48-Jährige. „In der Defensive muss er sicherlich noch einiges lernen, auch was unsere Art von Verteidigen betrifft.“

Nach den Siegen in Nürnberg am Montag und Augsburg am Mittwoch trat der Tabellenführer am Samstagnachmittag erneut an einem eher ungewöhnlichen Wochentag an. 9132 Zuschauer, darunter rund 1000 aus Niederbayern angereiste Fans, sahen ein Eishockeyspiel, in dem die Gäste aus Straubing nicht wie ein Tabellenzwölfter auftraten. Das Team von Larry Mitchell versteckte sich nicht und hätte im ersten Drittel selbst in Führung gehen können. Doch im Tor der Düsseldorfer stand ein erneut glänzend aufgelegter Mathias Niederberger, der in dieser Spielzeit bereits zur Genüge bewiesen hat, dass er zum Besten auf seiner Position in der DEL gehört. Und wenn es nicht Niederberger war, so scheiterten die Straubinger wie in der 20. Minute am Pfosten, als Michael Connollys Schuss nur um Millimeter zu ungenau war.

Niederberger hält den Sieg in der Schlussphase fest

Mit den beiden Toren innerhalb von 50 Sekunden spielte es sich für die DEG im Mittelabschnitt jetzt etwas einfacher, doch der dritte Treffer blieb aus. Straubing zeigte sich vom Doppelschlag nicht beeindruckt. Zu Beginn des Schlussdrittels nutze der ehemalige Düsseldorfer Martin Hinterstocker einen Wechselfehler der Rot-Gelben und überwand Niederberger im zweiten Versuch zum Anschlusstreffer (43.).

DEG-Trainer Christof Kreutzer dürfte sich einmal mehr bestätigt gefühlt haben, dass es in dieser DEL keine leichten Spiele gibt. Doch sein Team überstand auch die Schlussminuten als die Gäste enorm Druck aufbauten. 88 Sekunden vor dem Ende war es erneut Niederberger, der gegen Connolly rettete und den nicht unverdienten Ausgleich der Gäste verhinderte.

Tor: Niederberger (Bick); Verteidigung: Daschner, Ebner – Conboy, Davis – Mapes, Rönnberg – Mondt; Sturm: Minard, Brandt, Strodel – Bowman, Collins, Kreutzer – Milley, Olimb, Strodel – Dmitriev, Lewandowski, Kammerer

Tor: Climie (Strahlmeier); Verteidigung: Osterloh, Yeo – Dotzler, Edwards – Ondruschka, Madaisky – Jobke; Sturm: Schönberger, Brandl, Röthke – Hedden, Zalewski, Connolly – Down, Höfflin, James – Bayda, Hinterstocker, O‘Connor

1:0 (24:14) Bowman (Collins, Kreutzer), 2:0 (25:04) Strodel (Olimb), 2:1 (42:03) Hinterstocker

Lars Brüggemann (Iserlohn) / Gordon Schukies (Herne)

9132

DEG 10 / Straubing 10

„Die Umstellungen der Angriffsreihen zum Spiel in Köln haben diesen entscheidenden Effekt gegeben“, sagte Stürmer Marcel Brandt über die Gründe für den momentanen Lauf der DEG. „Es ist schön, oben zu sein. Aber es wird sicher immer schwerer im weiteren Saisonverlauf. Denn jetzt sind wir der Gejagte“, erklärte Brandt. Aber nach dem 22. Saisonsieg im 33. Spiel macht es bei der DEG wohl Niemandem wirklich etwas aus, aktuell der Gejagte zu sein. Und so soll es auch nach dem Spiel am Dienstag gegen Iserlohn wieder „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ heißen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer