Die Düsseldorfer EG verliert am Mittwochabend mit 1:4 vor knapp 3500 Zuschauern gegen die Grizzlys Wolfsburg.

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Das Team von Trainer Christof Kreutzer unterlag am Mittwochabend bei den Grizzlys Wolfsburg mit 1:4 (1:1/0:1/0:2).

Das Team von Trainer Christof Kreutzer unterlag am Mittwochabend bei den Grizzlys Wolfsburg mit 1:4 (1:1/0:1/0:2).

Birgit Häfner

Das Team von Trainer Christof Kreutzer unterlag am Mittwochabend bei den Grizzlys Wolfsburg mit 1:4 (1:1/0:1/0:2).

Wolfsburg. Lange hielt die Düsseldorfer EG dagegen, am Ende aber ließ Brent Aubin mit einem Doppel-Pack (55./58.) die Dämme brechen. Das Team von Trainer Christof Kreutzer unterlag am Mittwoch Abend bei den Grizzlys Wolfsburg mit 1:4 (1:1/0:1/0:2), bleibt jedoch auf Platz zehn der Tabelle. Die DEG arbeitete hart, sah sich allerdings zu oft in die Defensive gedrängt und zudem auch auf die Strafbank geschickt. Insgesamt war es eine temporeiche und spannende Partie, welcher die 3472 Zuschauer in der überdurchschnittlich besuchten EisArena am Allerpark oft Szenenapplaus spendeten.

Gerade wenn sich der Fußball in den Winterschlaf begibt, entdecken viele Sport-Interessierte die Faszination des Eishockey. In ihrer nur wenig bedeutsamen Vorrunde erwecken die Puckjäger ja erfahrungsgemäß lediglich regionales Interesse. Was dazu führt, dass selbst gravierende Nachrichten wie die vom Aus der Hamburg Freezers kaum wahr genommen werden. Nicht verwunderlich also, dass in diesem Monat auch die nur mit allergrößten Anstrengungen abgewendeten Insolvenzen der Drittligisten EHV Schönheide sowie des ruhmreichen EV Landshut lediglich im Erzgebirge und in Niederbayern ein Thema gewesen sind.

Erst im November waren zudem die Grizzlys Wolfsburg in ihrer Existenz massiv gefährdet. Im Zuge seiner immensen Probleme hatte der lokale Autobauer Volkswagen das fünf Millionen Euro teure Sponsoring gekündigt. Kurz darauf aber sprang der übergeordnete VW-Konzern in die Bresche. Begründung: Die Grizzlys leisten einen wesentlichen Anteil zur Attraktivität der Stadt. "Ich bin schon allein für die Geschäftsstellen-Mitarbeiter froh, dass alles ein gutes Ende genommen hat", sagte Geschäftsführer Charly Fliegauf.

Sorgen, die auch die DEG kennt. Am 30. April hatte Gesellschafter Peter Hoberg mit einer Finanzspritze von 650.000 Euro die Gehälter gesichert und das DEL-Überleben ermöglicht. Teure Zugänge waren aus diesem Grund allerdings nicht möglich, was den für viele doch etwas überraschend harten Kampf um die Qualifikation für die Play-offs mit erklärt. Immerhin konnte sich die DEG durch vier Siege in Folge auf den zehnten Platz vor robben, das 1:7 bei den Adlern Mannheim war dann allerdings eine gar üble Weihnachts-Bescherung.

Diese sollte bei den Grizzlys ausgemerzt werden und es begann auch vielversprechend. Nach einem Fehler der Gastgeber bediente Courchaine den vor dem Tor postierten Barta, der zum 1:0 einschoss (4.). Klar, dass Wolfsburg wütend reagierte, doch litt dadurch bei Fauser sowie Voakes die Präzision im Abschluss. Der Druck aber wurde größer. Lewandowski musste auf die Strafbank, kurz danach auch Weiß. Mit vier gegen sechs entstand Unordnung und die nutzte Haskins, der den Puck aus kurzer Entfernung über die Linie stocherte (18.).

Tor: Felix Brückmann (Sebastian Vogl) Abwehr: Armin Wurm, Jeff Likens - Patrick Seifert, Jeremy Dehner - Björn Krupp, James Sharrow - Alexander Dotzler Angriff: Sebastian Furchner, Tyler Haskins, Gerrit Fauser - Fabio Pfohl, Mark Voakes, Brent Aubin - Alexander Weiss, Tyson Mulock, Alexander Karachun

Tor: Mathias Niederberger (Felix Bick) Abwehr: Stephan Daschner, Bernhard Ebner - Kurt Davis, Tim Conboy - Tim Schüle, Marco Nowak Angriff: Manuel Strodel, Daniel Weiß, Marcel Brandt - Brandon Yip, Eduard Lewandowski, Drayson Bowman - Maximilian Kammerer, Rob Collins, Alexej Dmitriev - Adam Courchaine, Alexander Barta, Chris Minard

Stephan Bauer (Nürnberg) und Marc Iwert (Harsefeld)

3472

Tore: 0:1 (03:41) Barta (Courchaine, Minard), 1:1 (17:57) Haskins; 2:1 (24:58) Aubin (Dehner, Likens); 3:1 (54:56) Aubin (Likens, Voakes/5-4), 4:1 (57:02) Dehner (Haskins, Mulock)

Strafminuten: Wolfsburg 2 - DEG 18

Als der DEG zu Beginn des zweiten Drittels in Überzahl nichts eingefallen war, nutzte Brent Aubin unmittelbar nach der Komplettierung einen langen Pass von Jeremy Dehner zum 2:1 (25.). Vom Kreutzer-Team kam immer weniger, doch die schlechte Chancenverwertung der "Vier-Schornstein-Städter" hielt die Rot-Gelben im Spiel. Oft aber mussten sie gegen ihre mit enormem Tempo agierenden Gegenspieler zu unlauteren Mitteln greifen. Spät wussten dies die Grizzlys auch mit Blick auf das Schussverhältnis von 65:34 zum verdienten Sieg zu nutzen.

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