Mit einem 7:3-Erfolg halten die Düsseldorfer ihren Erzrivalen weiter auf Abstand.

Düsseldorf. Heiße Derbystimmung im Dome, ausgiebige Prügelszenen und mit 7330 Besuchern die zweitbeste Kulisse in dieser Eishockey-Spielzeit. Dazu gab es eine Düsseldorfer EG, deren Leistungsspektrum zwischen eiskalt, knüppelhart und verspielt wechselte.

Die Mannschaft von Trainer Harold Kreis siegte schließlich mit 7:3 (2:0, 2:2, 3:1) gegen gefrustete Krefeld Pinguine und kam zum dritten Sieg in Folge.

Wenn es einmal läuft, dann klappen auch die einfachen Dinge, wenn nicht, geht viel schief und die Nerven liegen wie beim KEV blank.

Gleich der erste DEG-Treffer durch Craig MacDonald gehört in die Kategorie eiskalt. Als Verteidiger Benedikt Schopper den Puck in Krefelder Überzahl vertändelte, war der ehemalige NHL-Profi der DEG einfach zu schnell und erzielte nach 345 Sekunden das 1:0 für die Gastgeber. Tor Nummer zwei kam ähnlich zustande. Seinen tollen Sololauf krönt Courchaine mit einem trockenen Handgelenkschuss in den Winkel.

Treffer Nummer drei durch Brandon Reid (sein zehntes Saisontor) entstammte einem mustergültigen Überzahlspiel. Was in den nächsten zehn Minuten von der DEG folgte, gehörte in die Kategorie nachlässig. Anstatt den Puck konsequent und tief in die gegnerische Angriffszone zu spielen, wurden jetzt zu oft Kringel gedreht und der Puck ein ums andere Mal leichtfertig vertändelt.

Auch ein DEL-Schlusslicht lässt solche Geschenke nicht ungenutzt. Zuerst war es Allan Rourke in Krefelder Unterzahl, dann erzielte Charlie Stephens, der Ex-Düsseldorfer im Pinguine-Trikot, den Anschlusstreffer.

Die Gegentreffer der Pinguine rütteln die Düsseldorfer wieder wach

In der ersten Saisonhälfte war die DEG bei solchen Spielständen noch einige Male eingebrochen, diesmal sollte das nicht der Fall sein. Zwölf Sekunden vor Ende des Mittelabschnitts war dann Mark Murphy in Düsseldorfer Unterzahl kalt berechnend. Der Rest war Formsache.

In der 56. Minute gab es eine erste wüste Keilerei zwischen Daniel Kreutzer und Krefelds Daniel Pietta. Danach erwischte es noch Mark Murphy nach einem Faustkampf. Beide sind für das Spiel am Samstag in Augsburg gesperrt.

"Wir haben momentan einen Lauf. Das ist bei Krefeld nicht der Fall. Wegen der beiden gesperrten Spieler muss ich wohl in Augsburg Nachwuchsspieler einsetzen. Das Spiel war eigentlich nicht unfair, aber solche Schlägereien enstehen manchmal", sagte DEG-Trainer.Harold Kreis.

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