Mit dem „Turbo“ von Joseph, Courchaine und Reid soll am Dienstag der Einzug ins Finale gelingen.

Den Freudentanz wollen die DEG-Stürmer Adam Courchaine (l.) und Brandon Reid heute wiederholen.
Den Freudentanz wollen die DEG-Stürmer Adam Courchaine (l.) und Brandon Reid heute wiederholen.

Den Freudentanz wollen die DEG-Stürmer Adam Courchaine (l.) und Brandon Reid heute wiederholen.

Christof Wolff

Den Freudentanz wollen die DEG-Stürmer Adam Courchaine (l.) und Brandon Reid heute wiederholen.

Düsseldorf. Der Tag nach dem Triumph war gleichzeitig der Tag vor der Entscheidung. Regenerations-Training stand für die Eishockeyprofis der DEG Metro Stars vor dem fünften Play-off-Halbfinale am Dienstag bei den Hannover Scorpions im Vordergrund. Die Anspannung war Kreutzer und Co. deutlich anzumerken. Finale oder in den Urlaub, aber zweites ist für die Metro Stars kein Thema.

Vor allem der "CRJ"-Sturm mit Adam Courchaine, Brandon Reid und Shane Joseph hat in dieser Serie Vollstrecker-Qualitäten gezeigt, und die sind auch am Dienstag wieder von den drei Kanadiern gefragt. "Wir passen von der Anlage und vom Spielverständnis sehr gut zusammen.

Aber es ist egal, wer die Tore erzielt, Hauptsache wir gewinnen", sagt Courchaine, der die DEG mit seinem zweiten Treffer des Abends nach 67 Minuten Spielzeit ins fünfte Spiel gegen die Scorpions schoß. "Wir müssen nun in Hannover geduldig bleiben, auf unsere Chancen warten und diese so konsequent wie bisher nutzen. Hannover wird versuchen großen Druck auszuüben, dem müssen wir unsere Schnelligkeit entgegensetzen", weiß der 24-Jährige aus Winnipeg aber auch.

Die Spielfreude ist Courchaine, Reid und Joseph deutlich anzumerken. "Wir versuchen bei Gleichzahl eine Überzahlsituation herauszuspielen. Deshalb halten wir das Tempo so hoch wie möglich", sagt Brandon Reid, der in den Play-offs der punktbeste Spieler der DEL ist.

Drei Tore und 14 Assists hat der 28-jährige Publikumsliebling nach elf Spielen auf seinem Konto. Bei Shane Joseph auf Platz zwei sind es vier Tore und zehn Assists, und Adam Courchaine ist mit acht Toren bester Play-off-Torjäger der Liga.

Trainer Harold Kreis verlangt von seinen Spielern größten Einsatz

Nach dem Siegtreffer durch Adam Courchaine zum 4:3-Sieg der DEG über die Hannover Scorpions war die Reaktion des Schiedsrichtergespanns unmissverständlich, sie erkannten auf Tor. Wenn der Videobeweis nicht zur Hilfe genommen wird, handelt es sich um eine Tatsachenentscheidung, die nicht angreifbar ist.

Nach dem Eishockey-Krimi fühlte sich Hannovers Trainer Hans Zach betrogen. "Das Siegtor war irregulär", sagte Zach, als er die Fernsehbilder gesehen hatte. "Vielleicht hätten wir mehr reklamieren müssen", meinte Zach, nachdem Schiedsrichter Rick Looker das Siegtor ohne Videobeweis sofort anerkannt hatte.

"Die drei harmonieren sehr gut. Und wenn sie bei einem Gegentreffer auf dem Eis waren, versuchen sie es anschließend wieder gut zu machen", sagt Kreis vor dem "Show-down" in Hannover, und verlangt von den Eishockeyprofis der DEG über die gesamte Spielzeit höchsten Einsatz.

"Wir müssen den Schwung aus dieser Partie mit in das fünfte Spiel nehmen”, sagt auch "Wirbelwind" Brandon Reid, dessen Sololäufe und Anspiele beim 4:3-Sieg am Sonntag eine Augenweide waren. Die Scorpions sind jedenfalls zu Hause eine Macht. In keinem der beiden bisherigen Halbfinales hatte die Metro Stars den Hauch einer Chance. Vielleicht wird das am Dienstag einmal anders sein?

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