Das Kreutzer Team gewinnt nach zuletzt drei Niedelagen mit 4:3 nach Penaltyschießen.

Düsseldorfer EG - Eisbären Berlin 06.01.2015. Zweikampf zw. Florian Busch (Berlin/li.) und Daniel Fischbuch (DEG).
Diesen Zweikampf mit dem Berliner Florian Busch (l.) gewann der Düsseldorfer Daniel Fischbuch.

Diesen Zweikampf mit dem Berliner Florian Busch (l.) gewann der Düsseldorfer Daniel Fischbuch.

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Diesen Zweikampf mit dem Berliner Florian Busch (l.) gewann der Düsseldorfer Daniel Fischbuch.

Düsseldorf. Christof Kreutzer hatte in den vergangenen Wochen hin und wieder den Eindruck, seine Spieler seien mit den Gedanken bereits beim Winter Game. Das Freiluftsspiel, das am Samstag in der Arena über die ganz große Bühne geht, wirft seinen Schatten ja längst voraus. Was ist dagegen schon ein profanes Dienstagsspiel gegen ein Team aus Berlin, das längst nicht mehr das Maß aller Dinge der Deutschen Eishockey Liga ist? Das dachten sich wohl auch einige Fans der Düsseldorfer EG und blieben zu Hause.

Nur 4743 Zuschauer kamen am Dienstagabend in den Rather Dome. Dabei hätte der DEG etwas mehr Unterstützung durchaus gutgetan. Nach drei Niederlagen in Serie ging es immerhin gegen einen derzeit glänzend aufgelegten direkten Konkurrenten im Kampf um die Play-off-Plätze. Und da sich in den Nürnberg Icetigers gerade ein weiterer Tabellennachbar aufmacht, den Rückstand zur DEG zu verkürzen und bereits am Dienstagnachmittag Tabellenführer Mannheim überraschend mit 4:0 geschlagen hatte, war der Druck nicht unbedingt geringer.

Doch die DEG hielt diesem stand, besiegte die Eisbären mit 4:3 nach Penaltyschießen und festigte vorerst Platz acht. Möglich machte das vor allem Berlins Verteidiger Frank Hördler. Der hatte Daniel Kreutzer im zweiten Drittel mit seinem Schläger so übel erwischt, dass der DEG-Kapitän blutend zusammenbracht. Die Folge war nicht nur eine Spieldauerstrafe für den Eisbären-Verteidiger, sondern auch eine Fünf-Minuten-Überzahl für die Düsseldorfer.

Kaum waren diese fünf Minuten vorbei, hatte die DEG aus dem 0:1 ein 2:1 (Torschützen: Stephan Daschner und Kris Sparre) gemacht und war plötzlich im Spiel. Ganz zur Freude von DEG-Trainer Kreutzer: "Ich bin sehr, sehr zufrieden, wie wir das gemacht haben. Zum ersten Mal haben wir eine lange Überzahl ausgenutzt", sagte der Coach, dessen Team zu Beginn des letzten Drittels durch eine wunderschöne Kombination über Travis Turnbull, Sparre und Alexander Preibisch sogar auf 3:1 erhöhte. Weil Marcel Noebels nur 45 Sekunden später verkürzte, gaben sich die Berliner aber nicht auf und kamen nur weitere sechs Minuten später zum verdienten Ausgleich.

So musste das Penaltyschießen für eine Entscheidung sorgen, in dem Alexej Dmitriev zum Helden des Tages wurde. Zwei Mal trat er an, zwei Mal traf er. Rob Collins machte mit dem dritten DEG-Tor dann den Extrapunkt klar. So fiel den Düsseldorfern ein Stein vom Herzen. Mit vier Niederlagen ins Winter Game zu gehen, stand nicht unbedingt ganz oben auf der Wunschliste. Nun, mit dem Sieg im Gepäck, war die Laune im Kabinengang glänzend. Vor allem bei Rückkehrer Stephan Daschner, der nicht nur wegen seines Tores bester Düsseldorfer war: "

DEG Tor: Beskorowany (Lang) Abwehr: Ficenec, Schiestel – Daschner, Ebner – Belle, Davis - Mapes Angriff: Kris Sparre, Turnbull, Preibisch – Strodel, Olimb, Martinsen – Dmitriev, Collins, Kreutzer – Thiel, Mondt, Fischbuch 

Berlin Tor: Vehanen (Niederberger) Abwehr: Borer, Trivellato – Haase, Hördler – Baxmann, Sharrow Angriff: Rankel, Talbot, TJ Mulock – Busch, Miettinen, Petr Pohl – Noebels, Olver, Ziegler – Laurin Braun, Bell

Daniel Piechaczek (Landsberg am Lech) und Marian Rohatsch (Lindau im Bodensee)

4743

0:1 (22:56) Busch (Miettinen, Borer/5-3), 1:1 (24:49) Daschner (Olimb, Mondt/5-4), 2:1 (26:25) Kris Sparre (Ebner/5-4); 3:1 (41:40) Preibisch (Kris Sparre, Turnbull), 3:2 (42:25) Noebels (Olver, Busch), 3:3 (48:30) Talbot (Borer, Olver/5-4); 4:3 Collins (Penalty)

DEG 8 – Berlin 7 + Spieldauer Hördler

Das hätten wir uns nicht besser vorstellen können. Jetzt ist es endlich soweit. Jeder ist bereit für das Winter Game." Das gilt wohl auch für die Zuschauer. Am Samstag werden zehn Mal so viele da sein wie am Dienstag.

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