Calle Ridderwall ist einer von vielen spektakulären Rückkehrern bei der DEG. Der Schwede soll eine Führungsfigur werden.

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Bei seiner Präsentation am Flughafen Anfang Mai zeigte Calle Ridderwall, dass er mit dem Schläger in der Hand nichts verlernt hat.

Bei seiner Präsentation am Flughafen Anfang Mai zeigte Calle Ridderwall, dass er mit dem Schläger in der Hand nichts verlernt hat.

Horstmüller

Bei seiner Präsentation am Flughafen Anfang Mai zeigte Calle Ridderwall, dass er mit dem Schläger in der Hand nichts verlernt hat.

Nachdem Calle Ridderwall in der Saison 2012/13 im Trikot der Düsseldorfer EG Top-Scorer der Deutschen Eishockey Liga wurde, zog der Schwede in die Welt hinaus, spielte in der KHL und seiner schwedischen Heimat. Nun kehrt der 29-Jährige zurück. Im Interview spricht der Stürmer über Planungssicherheit, Ziele und Führungsqualitäten.

Herr Ridderwall, nach fünf Jahren kehren Sie zur DEG zurück. Warum?

Calle Ridderwall: Stadt, Halle, Fans und Umfeld zu kennen, haben bei meiner Entscheidung zweifellos eine Rolle gespielt. Aber ich habe inzwischen eine Frau und zwei Kinder. Deshalb ist es nicht unwichtig, eine solide Basis zu haben und hier in Düsseldorf weiß ich, was ich bekomme. Meine Familie wird sich hier wohlfühlen. Und die DEG ist ein guter Club.

In Düsseldorf haben Sie einen Dreijahresvertrag erhalten. Hätten Sie den in dieser Form woanders nicht mehr bekommen?

Ridderwall: Eigentlich habe ich gar nicht lange auf andere Angebote gewartet. Einige Ligen waren noch inmitten der Play-offs. Darauf wollte ich nicht unbedingt warten. Mit dem Dreijahresvertrag können meine Familie und ich aber natürlich besser planen.

Haben Sie vor der Vertragsunterzeichnung mit Bernhard Ebner oder Manuel Strodel gesprochen? Mit beiden spielten Sie ja bereits damals zusammen für die DEG?

Ridderwall: Ich habe vor allem mit Niki Mondt und Daniel Kreutzer geredet. Mit den beiden habe ich schließlich auch noch zusammen gespielt. Aber Bernhard Ebner hat mir nach meiner Unterschrift eine Nachricht geschickt. Niki und Daniel haben zuvor genügend Überzeugungsarbeit geleistet. Beide sind kluge Eishockey-Köpfe. Sie haben nun besondere Rollen abseits der Eisfläche und ich freue mich zu helfen, damit die DEG wieder ein besseres Team wird.

Kennen Sie eigentlich Ihren Landsmann und Torhüter Fredrik Pettersson Wentzel persönlich?

Ridderwall: Er ist 2015 zu HV 71 gewechselt, als ich dort gegangen bin. Ich habe ihn ein paar Mal getroffen. Fredrik ist auch mit einem meiner besten Kumpels gut befreundet. Er ist ein guter Typ und ein guter Torhüter. Ich freue mich, dass ich einen Landsmann im Team habe.

Anders als in der Saison 2012/13, als der Club Tabellenletzter war, werden Sie mit der DEG künftig auch mehr Spiele gewinnen. . .

Ridderwall: Das hoffe ich doch. Meine Vorstellung ist es nicht mehr, mich durch gute Statistiken und Leistungen für den nächsten Verein und den nächsten Vertrag zu empfehlen. Vielmehr will ich helfen, damit die DEG ein Gewinner-Team wird. Natürlich träume auch ich von Titeln, wie jeder Spieler. Aber du musst einen Schritt nach dem anderen gehen. Am Ende der drei Jahre hoffe ich zurückblicken und sagen zu können, dass wir ein echt gutes DEL-Team und vielleicht auch ein Titelkandidat waren.

Die Fans freuen sich nicht nur über Ihre Rückkehr. Auch Ken André Olimb ist zurück. Wie gut kennen Sie ihn?

Ridderwall: Ich kenne Kenny bisher persönlich nicht. Aber ich habe in Schweden zuletzt in der ersten Play-off-Runde mit Djurgarden gegen ihn und Linköpings gespielt. Und da war er ihr bester Mann. Kenny ist technisch stark, kann präzise Pässe spielen und hat eine gute Übersicht. Es ist großartig, dass er zurück bei der DEG ist. Das ist ein richtig guter Transfer. Und das habe ich schon gedacht, bevor ich mit Niki Mondt ernsthaft über meine Rückkehr gesprochen habe.

Sie waren bei Djurgarden Mannschaftskapitän. Was kann die DEG von Ihnen in der kommenden Saison erwarten, auch wenn es um Führungsqualitäten geht?

Ridderwall: Ich versuche einfach der Spieler zu sein, der ich meine ganze Karriere über gewesen bin. Das bedeutet hart arbeiten, Chancen für andere kreieren und wenn sich mir eine bietet, selbst das Tor machen. Natürlich möchte ich ein Leader sein und das Team in die richtige Richtung führen. Das habe ich bei anderen Vereinen zuletzt auch so gemacht. Ich traue mir eine Führungsrolle absolut zu.

Die DEG hat zuletzt zwei Mal die Play-offs verpasst, die Fans aber lechzen nach Erfolg. Sind die Pre-Play-offs mit dem stark veränderten Kader ein zu bescheidenes Ziel?

Ridderwall: Das ist ein gutes erstes Ziel auf dem Weg zu irgendwann noch größeren Zielen. Der Play-off-Einzug sollte klappen. Da bin ich sehr zuversichtlich.

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