Der Stürmer der DEG trifft beim 5:1 gegen seinen Bruder im Wolfsburger Tor.

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Die Brüder Auge in Auge: Wolfsburgs Torwart Jochen Reimer wehrt gegen Patrick Reimer (M.) ab.

Die Brüder Auge in Auge: Wolfsburgs Torwart Jochen Reimer wehrt gegen Patrick Reimer (M.) ab.

Wolff

Die Brüder Auge in Auge: Wolfsburgs Torwart Jochen Reimer wehrt gegen Patrick Reimer (M.) ab.

Düsseldorf. Die Düsseldorfer EG ist Spieltag für Spieltag aufs Neue eine Wundertüte. Entweder wird ein schönes Geschenk für die Fans in Form eines sehenswerten Spiels hervorgezaubert, oder die 60 Minuten auf dem Eis verkommen zu einem Langweiler. Auf das Vorrundenspiel gestern gegen die Grizzly Adams Wolfsburg traf die erste Variante in vollem Umfang zu. Die Mannschaft von Trainer Harold Kreis bot schnelles Eishockey auf gehobenem Niveau und kam zu einem 5:1 (0:0, 4:0, 1:1), wobei ein Tor schöner als das andere war.

Durch dieses Sechs-Punkte-Wochenende hat die DEG den Anschluss an die obere Tabellenregion hergestellt. Harold Kreis hatte nach den Siegen gegen Berlin und Wolfsburg gute Laune. "Wir haben unsere Schnelligkeit ausgenutzt. Dazu haben wir in Überzahl gut getroffen", sagte der DEG-Coach.

Patrick gegen Jochen Reimer lautete zudem das Bruder-Duell auf dem Eis. Während Jochen Reimer bei den Wolfsburgern Tore verhindern sollte, wollte sein drei Jahre älterer Bruder sein eigenes Trefferkonto erhöhen. "Auf dem Eis zählt nur der Erfolg, egal wer auf der anderen Seite im Tor steht", sagte Patrick Reimer nach dem Sieg der Metro Stars. Im zweiten Drittel eröffnete der Nationalspieler den Torreigen gegen die Grizzly Adams. Nach 23 Minuten fälschte er einen Distanzschuss Jason Hollands unhaltbar für Bruder Jochen ab.

Aubin hat im Durchschnitt die wenigsten Gegentore kassiert

Auf DEG-Seite bot Torhüter Jean-Sebastien Aubin erneut eine Top-Leistung. Der 32-jährige Kanadier ist mittlerweile der Top-Torhüter der Deutschen Eishockey Liga: Mit einem Gegentor-Durchschnitt von 2,2 Toren hat der DEL-Neuling alle arrivierten Goalies hinter sich gelassen. Seine sehenswerteste Aktion hatte er in der 28. Minute, als er einen Konter des Wolfsburgers Sebastian Furchner entschärfte.

Danach brach es über die Grizzly Adams herein. Drei Tore erzielte die DEG innerhalb der nächsten acht Minuten. Angefangen mit einem Zaubertor von Brandon Reid in Überzahl, über einen Treffer nach Traumkonter von Shane Joseph bis zum schön heraus gespielten Tor durch Adam Courchaine schraubte die DEG den Vorsprung auf 4:0. Es war eine verdiente Führung für die Gastgeber, die weiterhin das Tempo hoch hielten.

Aubin (Lange); Abwehr: Bazany, Traverse - Holland, Caldwell - Nowak, Holzer; Angriff: Patrick Reimer, Collins, Kreutzer Murphy, Reid, Courchaine - Joseph, MacDonald, Kaufmann

Georgij Jablukov (Berlin) Zuschauer: 4165 Tore: 1:0 (22:53) P. Reimer (Holland, Traverse/5-4), 2:0 (29:03) Reid (Couchaine, Murphy/5-4), 3:0 (35:56) Joseph (MacDonald), 4:0 (36:30) Courchaine (Holland, Reid), 4:1 (42:30) Magowan (Sarno), 5:1 (47:57) Kreutzer (Collins, Reimer) Strafminuten: DEG: 10; Wolfsburg: 14

Knapp 4200 Zuschauer auf den Rängen hatten ihren Spaß an dieser Leistung der DEG. Es war ein Spiel, das sicherlich mehr Zuschauer verdient gehabt hätte, denn die Eishockeyprofis um Kapitän Daniel Kreutzer spielten endlich auf dem Niveau, das man von ihnen erwarten darf. Der Einsatz stimmte, das Tempo passte und am Ende zauberte die Mannschaft auch noch. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt schon längst entschieden. Den einzigen Wolfsburger Treffer von Ken Magowan (43.) beantwortete die DEG mit dem fünften Tor des Abends durch Daniel Kreutzer (48.).

© WhatsBroadcast

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