Das DEL-Schlusslicht liefert eine peinliche Vorstellung ab und verliert bei den Nürnberg Ice Tigers verdient mit 0:8.

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Stefan Ridderwall musste den Puck mit schöner Regelmäßigkeit aus dem Tor holen. Hier trifft Steven Reinprecht für die Nürnberg Ice Tigers.

Stefan Ridderwall musste den Puck mit schöner Regelmäßigkeit aus dem Tor holen. Hier trifft Steven Reinprecht für die Nürnberg Ice Tigers.

ISPFD Schönberger

Stefan Ridderwall musste den Puck mit schöner Regelmäßigkeit aus dem Tor holen. Hier trifft Steven Reinprecht für die Nürnberg Ice Tigers.

Düsseldorf. Auflösungserscheinungen bei der Düsseldorfer EG. Nur dem Respekt des Gegners war es zu verdanken, dass es am Freitagabend keine zweistellige Niederlage gab. Das Schlusslicht der Deutschen Eishockey-Liga verlor bei den Nürnberg Ice Tigers nach einer völlig indiskutablen Leistung vor 5125 Zuschauern in der Arena am Frankenstadion mit 0:8 (0:2, 0:5, 0:1) und gab mit seiner Leistungsverweigerung der Vermutung Nahrung, dass es wohl doch stärkere Dissonanzen zwischen Mannschaft und Trainer gibt, als es der in der Begründung der Trennung von Christian Brittig kommunizierte.

Stefan Ridderwall ist nicht zu beneiden

Während es für die DEG in ihren restlichen sechs Saison-Spielen nur noch um die „goldene Ananas“ geht, brauchen die Gegner jeden Punkt. So sind die Nürnberger nach ihrem Traumstart kurz davor, die direkte Qualifikation für das Play-off-Viertelfinale zu verspielen. Die Franken legten dann auch gleich furios los. Bereits nach 15 Sekunden lag der Puck im Netz von DEG-Schlussmann Stefan Ridderwall, aber der Treffer fand keine Anerkennung, weil Stastny die Scheibe in der Manier eines Fußballers ins Tor gekickt hatte. Doch die Hausherren ließen sich nicht beirren. Angriff auf Angriff rollte auf Ridderwall zu. Binnen 67 Sekunden erzielten Reinprecht und Pfleger früh die 2:0-Führung (5./6.). Damit gaben sich die Ice Tigers zunächst zufrieden, zumal von der DEG keinerlei Gegenwehr kam und diese im zweiten Drittel noch geringer wurde. So konnten Ehliz, Stastny und Pföderl ohne jede Mühe innnerhalb von nur 150 Sekunden auf 5:0 erhöhen (28. bis 30.) sowie erneut Pföderl (37.) und Rupprich (40.) nachlegen. Connor James setzte schließlich mit dem 8:0 den Schlusspunkt (45.).

Am Sonntag (14.30 Uhr tritt die DEG bei den Eisbären Berlin an. Dem amtierenden Meister und dessen Trainer Jeff Tomlinson droht der Gau. Als aktueller Tabellenelfter wäre die Saison am 7. März ebenso vorzeitig beendet wie für die Düsseldorfer. Und die Folgen für Tomlinson damit so gut wie vorherzusehen.

» Der WZ-Liveticker zum Auswärtsspiel der DEG am Sonntag in Berlin (Beginn 14.30 Uhr) ist ab 14 Uhr online.

Ice Tigers: Tor Weiman (Jenike); Abwehr Caldwell, Festerling – Eriksson, Regier – Printz, Schüle - Weber; Angriff James, Stastny, Kaufmann – Ehliz, Reinprecht, Reimer – Krüger, Jaspers, Pföderl – Rupprich, Pfleger, Elsner

 DEG: Tor Ridderwall (Goepfert); Abwehr Klingsporn, Paris – Ebner, Kaisler – Zanetti, Noske; Angriff Daxlberger, Long, Rome - Bostrom, Olimb, Martinsen – Mondt, Strodel, Preibisch – Stephan, Neugebauer, Calovi

Schiedsrichter Aumüller (Planegg), Schimm (Waldkraiburg)

Zuschauer 5123

Tore 1:0 (5:04) Reinprecht (Ehliz, Reimer), 2:0 (6:11) Pfleger (Elsner, Rupprich), 3:0 (27:28) Ehliz (Reinprecht, Eriksson/5-4), 4:0 (29:11) Stastny (James, Eriksson), 5:0 (29:58) Pföderl (Festerling, Caldwell), 6:0 (36:31) Pföderl (James, Caldwell), 7:0 (39:05) Rupprich (Elsner, Pfleger), 8:0 (44:45) James (Kaufmann/5-4)

Strafminuten NIT 10 + 10 Minuten Festerling, DEG 6

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