In der DEL sollen Punkte her. Gespräche mit neuen Sponsoren noch ohne Abschluss.

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Alexander Preibisch (l.) schnuppert die raue DEL-Luft. Hier wird er von Krefelds Roland Verwey gecheckt. Damit ist es jetzt wohl vorbei.

Alexander Preibisch (l.) schnuppert die raue DEL-Luft. Hier wird er von Krefelds Roland Verwey gecheckt. Damit ist es jetzt wohl vorbei.

Horstmüller

Alexander Preibisch (l.) schnuppert die raue DEL-Luft. Hier wird er von Krefelds Roland Verwey gecheckt. Damit ist es jetzt wohl vorbei.

Düsseldorf. Die Düsseldorfer EG kämpft zum Jahresbeginn gleich auf drei Ebenen. Es geht um Punkte in der Deutschen Eishockey Liga, Vertragsangebote für Profis und um neue Sponsoren, um auch in der Saison 2013/2014 erstklassig spielen zu können. „Es laufen Gespräche mit potenziellen Geldgebern, wir können keine definitiven Aussagen machen, aber wir haben auch noch keine Absagen“, sagt Walter Köberle, der Sportliche Leiter der DEG. Über zwei Millionen Euro muss die Crew um Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp noch aufbringen, um den Etat für die kommende Spielzeit abzusichern. Das erschwert momentan auch Vertragsverhandlungen mit Spielern.

Momentan gibt es nur Vor-Verträge mit Ausstiegsklauseln

Es können momentan nur Vor-Verträge für die DEL angeboten werden, die eine Ausstiegsklausel beinhalten, falls der jeweilige Spieler eine andere Offerte annehmen will. „Viele Spieler wollen bleiben“, sagt Köberle. „Sie fühlen sich bei uns sehr wohl.“ Die Vertragsverhandlungen werden aber zu 90 Prozent mit den jeweiligen Agenten geführt. „Die versuchen ihre Klienten bestmöglich unterzubringen.“ Das musste Ben Gordon vor dieser Saison erfahren. Der Amerikaner wollte gerne weiter in Düsseldorf spielen, sein Agent „verzockte“ sich bei den Vertragsverhandlungen und Gordon stand plötzlich ohne Verein da. Seit September 2012 spielt der 27-Jährige für die Tulsa Oilers in der unterklassigen amerikanischen Central Hockey League. „Wir hätten ihn damals gerne behalten, aber so ist halt das Geschäft“, sagt Köberle.

„Die DEG ist für junge Spieler in der höchsten Klasse ein Sprungbrett“

Christian Brittig sieht einen wichtigen Grund, der für die DEL-Zugehörigkeit spricht. „Die DEG ist in der höchsten deutschen Spielklasse ein sehr gutes Sprungbrett für junge Spieler. Zum Lernen haben sie bei uns überragende Möglichkeiten. Sie bekommen viel Eiszeit, und das prägt sie für die Zukunft. Bei uns können sie sicher sein, dass sie eingesetzt werden, auch in Unterzahl oder in Überzahl“, sagt der DEG-Trainer. Daniel Fischbuch (22), Alexander Preibisch (21), Jannik Woidtke (21), Maik Klingsporn (18) und der zurzeit verletzte Manuel Strodel (20) sind die größten deutschen Talente im DEG-Trikot, hoffentlich noch länger.

Das ist für die DEG einmalig in der DEL-Historie. Das Team von Trainer Christian Brittig bestreitet fünf Heimspiele in Serie, beginnend mit der Partie morgen im Rather Dome gegen die Augsburger Panther (19.30 Uhr). Augsburg (6./16.30 Uhr), Hamburg (11./19.30 Uhr), Ingolstadt (13./16.30 Uhr) und Berlin (18./16.30 Uhr) komplettieren das Programm. Der WZ-Liveticker ist in allen Spielen live jeweils eine halbe Stunde vor Beginn mit aktuellen Infos online unter:
www.wz-newsline.de/deg
 

 Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) verfolgt und bestraft gefährliche Checks ab dem 1. Januar 2013 noch härter. Entsprechend einigten sich die Sportlichen Leiter aller 14 DEL-Clubs. Zudem sollen Spieler, die in den letzten zehn Minuten des Schlussdrittels oder in einer Verlängerung eine Auseinandersetzung gemäß des „Verursacher-Prinzips“ einseitig beginnen, mit einer „Kleinen“ oder „Großen Strafe“ nebst automatischer Spieldauer-Disziplinarstrafe oder Matchstrafe belegt werden.

© WhatsBroadcast

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