Beim 2:7 gegen Mannheim kassiert die Düsseldorfer zum zweiten Mal in dieser Spielzeit sieben Tore gegen den Mitfavoriten. Das Erreichen der Pre-Play-offs ist nach einem weiteren schwachen Auftritt fast unmöglich.

EISHOCKEY
Der Blick von Daniel Kreutzer spricht für sich. Platz zehn ist für die Düsseldorfer EG nur noch theoretisch zu erreichen.

Der Blick von Daniel Kreutzer spricht für sich. Platz zehn ist für die Düsseldorfer EG nur noch theoretisch zu erreichen.

Birgit Häfner

Der Blick von Daniel Kreutzer spricht für sich. Platz zehn ist für die Düsseldorfer EG nur noch theoretisch zu erreichen.

Düsseldorf. Vor dem Spiel gegen die Adler Mannheim wurde im Rather Dome die Meister-Mannschaft von 1967 unter stehenden Ovationen geehrt, die vor 50 Jahren mit Legenden wie Otto Schneitberger und Sepp Reif den ersten Eishockey-Titel nach Düsseldorf holte. Und natürlich sollten sich die Helden um Schneitberger auch gleich mal als Glücksbringer hervortun. Schließlich gelang der DEG damals unter dem leider schon verstorbenen Trainer Hans Rampf ihr erster von bis heute acht Meistertiteln durch ein 3:1 über den Mannheimer ERC.

Im Spiel wurde der DEG anschließend aber wieder eindrucksvoll aufgezeigt, wie weit sie in dieser Saison von den Meisterschaftskandidaten und den eigenen Zielen entfernt ist. Das 2:7 (1:3, 1:3. 0:1) vor 10 913 Zuschauern gegen die Adler war ein Klassenunterschied und auch in der Höhe völlig verdient. Das Erreichen der Pre-Play-offs ist für die Düsseldorfer, die auf den vorletzten Tabellenplatz abrutschten, damit nur noch theoretisch möglich. Die Betonung dürfte auf „noch“ liegen.

Bestes Beispiel warum es in dieser Spielzeit einfach nie so richtig klappen wollte, war die 13. Spielminute. Manuel Strodel hatte das 0:1 gerade egalisiert, da musste die Mannschaft von Cheftrainer Christof Kreutzer beim nächsten Wechsel bereits den erneuten Rückstand schlucken. Nur 16 Sekunden lagen zwischen Strodels Jubel und der Antwort durch Luke Adam. Irgendwie war es exemplarisch und wie so oft seit September. Immer wenn der Eindruck entstehen könnte, die DEG habe eine gute Phase, kommt der nächste Rückschlag. Beinahe so, als könnte man die Uhr danach stellen.

Im Schlussdrittel plätschert das Spiel mehr oder weniger dahin

Ob in Unterzahl, eigener Überzahl oder bei fünf gegen fünf auf dem Eis – die Mannheimer waren immer einen Schritt schneller als die Rot-Gelben, die nach dem 2:6 in der 40. Spielminute und in der Drittelpause Pfiffe von den Rängen ernteten. Im Schlussabschnitt ließen die überlegenen Gäste aus der Quadratestadt dann etwas die Zügel schleifen. Gefährlich konnte die DEG den dennoch souverän agierenden Adlern nicht mehr werden.

„Wenn wir nicht mehr dran glauben, wäre das falsch. Wir dürfen uns nun keine Fehler mehr erlauben“, sagte Angreifer Maximilian Kammerer unmittelbar nach dem Spiel. Worte, die so oder so ähnlich bereits seit Wochen von den DEG-Profis zu hören sind. Entsprechende Taten folgten indes meistens nicht.

Tor Niederberger (ab 41. Bick) Abwehr Davis, Conboy – Brandt, Ebner – Haase, Nowak Angriff Kreutzer, Collins, Bowman – Kammerer, Weiß, Dmitriev – Lewandowski, Strodel, Courchaine – Milley, Barta, Minard (Preibisch)

Tor MacIntyre (Endras) Abwehr Akdag, Colaiacovo – Reul, Richmond – Höfflin, Bittner Angriff Arendt, Joudrey, Kink – Plachta, Raedeke, Ullmann – Wolf, Festerling, Kolarik – Sparre, Adam, MacMurchy

SchiedsrichterKopitz (Iserlohn) / Piechaczek (Ottobrunn)

Zuschauer 10.913

Tore 0:1 (9:04) Kolarik (Adam, Ullmann/5-4), 1:1 (12:00) Strodel (Courchaine, Lewandowski), 1:2 (12:16) Adam (MacMurchy, Höfflin), 1:3 (16:22) Reul (Colaiacovo, Arendt); 1:4 (22:27) Festerling (4-5), 2:4 (30:45) Minard (Barta, Davis), 2:5 (36:40) Sparre (Adam), 2:6 (39:00) Kolarik (Wolf); 2:7 (50:33) Sparre (Akdag, Adam)

Strafminuten DEG 2 / Mannheim 8

 

„Es waren zu viele gravierende Fehler. Wir haben die Mannheimer zum Toreschießen eingeladen“, sagte Bernhard Ebner. „Um das noch zu packen, müssen wir anders auftreten“, erklärte der Verteidiger. Auch diese Worte erinnerten stark an die Aussagen seiner Kollegen aus den vergangenen Wochen.

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