Das Team kämpft um die direkte Play-off-Qualifikationund muss am Freitag in Berlin antreten.

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Patrick Reimer (r.) stürmt wieder an der Seite von Ben Gordon.

Patrick Reimer (r.) stürmt wieder an der Seite von Ben Gordon.

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Patrick Reimer (r.) stürmt wieder an der Seite von Ben Gordon.

Düsseldorf. Direkte Play-off-Qualifikation mit Rang fünf oder sechs oder die Pre-Play-offs der Mannschaften auf den Plätzen sieben bis zehn? In den verbleibenden vier Vorrundenspielen der Deutschen Eishockey Liga sind für die Düsseldorfer EG beide Varianten möglich.

Im schlimmsten Fall droht sogar das Aus nach der Vorrunde, aber damit beschäftigen sich die DEG-Verantwortlichen erst gar nicht. Der Blick geht nach vorne. „Ich schaue jetzt ganz genau auf die Tabelle. Wir können Hamburg und Straubing noch überholen. Die magische Zahl für sie lautet zehn“, sagt Trainer Jeff Tomlinson. „So viele Punkte benötigen beide Teams, damit sie uns bei möglicher Punktgleichheit hinter sich lassen.“ Momentan hat die DEG auf Rang sieben 75 Punkte, Hamburg und Straubing je 77 Zähler.

Die DEG hat diese Saison 24 Spiele gewonnen, aber auch 24 verloren

„Wenn wir unsere Spiele gewinnen und es dann doch nicht schaffen, haben wir die direkte Qualifikation schon vorher verspielt“, sagt Manager Walter Köberle. „Nur wenn die Mannschaft ihre Schnelligkeit ausspielt, kann sie jeden schlagen, wenn nicht, aber auch gegen jeden verlieren. Das war in der Vorrunde zu oft der Fall.“

Nach 48 Spieltagen stehen bei der DEG 24 Siege und 24 Niederlagen zu Buche. Die Eisbären Berlin als Spitzenreiter bringen es auf 30 Siege und 18 Niederlagen. Und genau bei denen muss die DEG am Freitag antreten. „Ich kenne die Berliner Mannschaft ganz genau. Ich weiß wie sie spielt“, sagt Jeff Tomlinson.

Der Trainer verzichtet unter der Woche sogar auf einen Besuch des Eisbären-Spiels in Köln, in dem die Mannschaft von Trainer Don Jackson mit 1:2 unterlag. „Zweimal hintereinander wollen die nicht verlieren. Wenn Berlin Wut im Bauch hat, macht das die Aufgabe noch schwerer. Wir müssen uns auf ein ganz schnelles Spiel gefasst machen. Berlin ist die beste Mannschaft der Liga“, sagt Tomlinson.

Reimer kehrt ins Team zurück, Aubin ist überzähliger Ausländer

Nach der Rückkehr von Patrick Reimer kann Trainer Jeff Tomlinson aus dem Vollen schöpfen. Ben Gordon, Daniel Kreutzer und Reimer spielen im ersten Block. Tyler Beechey, Connor James und Evan Kaufmann bilden die zweite Reihe, Simon Danner, Adam Courchaine und Lynn Loyns die dritte Formation. Die vierte Reihe mit Justin Kelly, Jeff Ulmer und Martin Hinterstocker hat ebenso hohe Qualität.

Ab 19 Uhr berichten wir wie gewohnt im WZ-Live-Ticker.

Aber die Düsseldorfer EG hat die Kampfansage im Schlussspurt der Vorrunde angenommen. 14 Punkte gab es aus den vergangenen sechs Spielen. Das zeigt den Hunger, den das Team auf der Zielgeraden hat. Gegen Berlin kehrt außerdem der für zwei Spiele gesperrte Patrick Reimer ins Team zurück. „Wir haben damit vier ausgeglichene Reihen“, sagt Tomlinson.

Außerdem ist Justin Kelly zum dritten Mal nach seiner Rückkehr dabei. „Er hat genug trainiert und brennt auf seinen Einsatz“, sagt Tomlinson. „Ich möchte dem Team endlich helfen, nachdem ich so lange verletzt war“, sagt Kelly. Für den 30-jährigen Kanadier ist es erst das neunte DEL-Spiel in dieser Saison.

Das bedeutet auch, dass Torhüter Jean-Sebastien als überzähliger Ausländer auf die Tribüne muss. „Er verhält sich wie ein Profi“, sagt Tomlinson, wohl wissend, dass Aubin sich seinen Abschied anders vorgestellt hat. Aber das ist das Los eines Eishockeyprofis in der DEL.

© WhatsBroadcast

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