Düsseldorf. Ja, ist denn schon Weihnachten? Doch, so ist es und für die Düsseldorfer EG wurde dabei am Mittwoch Abend ausgerechnet Craig MacDonald zum Christkind.

Der 32-jährige Angreifer brachte seine Mitspieler mit alleine acht Strafminuten immer wieder in Schwierigkeiten, erzielte dann aber vor 4396 Zuschauern in der 42. Minute das goldene Tor zum 2:1 (0:1, 1:0, 1:0) bei den Nürnberg Ice Tigers. Mit diesem Erfolg kletterte die DEG auf Platz zwei der Tabelle, weil Rhein-Rivale Krefeld überraschend in Frankfurt mit 4:2 siegte.

"Zu Beginn haben wir den Gegner durch unnötige Aktionen regelrecht mit Chancen gefüttert, aber dann konnten wir uns steigern, denn Geschenke wollten wir hier nicht verteilen", sagte Verteidiger Marian Bazany.

Pünktlich erreichte der Bus der DEG die Arena in Nürnberg. Und da dort auch die Eismaschine fehlerfrei funktionierte, stand einem verzögerungsfreien Spielbeginn diesmal nichts im Wege. Kein Wunder, schließlich wurde in Nürnberg 1929 die Eismaschine für Deutschland erstmals produziert.

Mit der Produktion von Torchancen konnte die DEG am Mittwoch zunächst nicht glänzen, was vor allem daran lag, dass sie sich in der Produktion von Strafzeiten hervor tat und daher zumeist Abwehrarbeit zu verrichten hatte. In Unterzahl zeigte sich die DEG zwar gewohnt stark, musste aber dennoch mit 0:1 in die Kabine. Einen Distanzschuss von Leask konnte Aubin noch parieren, doch Ask reagierte blitzschnell und legte quer zu Savage, der in der 9. Minute nur noch einschieben musste.

Im zweiten Drittel das gleiche Bild. Die Düsseldorfer wanderten in regelmäßigen Abständen auf die Strafbank und die Nürnberger nutzten dies nicht. Im Gegenteil. Nach einer Befreiung durch Holzer stand Murphy urplötzlich frei vor dem bis dahin glänzend haltenden Ehelechner und erzielte zur allgemeinen Überraschung den Ausgleich (34.). Und dann ließ Craig MacDonald sogar noch die Bescherungsglocke läuten.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer