Drei Treffer binnen kurzer Zeit bedeuten Auswärtssieg in Bremerhaven. Play-offs nur noch drei Punkte entfernt.

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Düsselodorf. Riesen-Jubel bei den vielen mitgereisten Fans und große Freude bei den Spielern, die sich zum Dank in die Kurve ihrer Anhänger begaben. Die Düsseldorfer EG gewann am Sonntag bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven vor 4647 Zuschauern dank eines starken ersten Drittels mit 5:1 (4:0/0:0/1:1) und darf somit weiter auf die Play-off-Teilnahme hoffen. Vor den letzten drei Spielen der Hauptrunde liegt das Team von Trainer Christof Kreutzer nur noch drei Punkte hinter dem dafür notwendigen zehnten Platz zurück.

Die Fischtown Pinguins Bremerhaven sind neben den Augsburger Panthern die positive Überraschung dieser Saison. Mit der Unbekümmertheit des Außenseiters, von dem eh keiner etwas erwartet, stehen die Weserstädter kurz vor der Qualifikation für die Vor-Play-offs. Druck verspürt das Team von Trainer Thomas Popiesch daher kaum mehr und so werden sich auch mal neue Ziele gesetzt. Eines war, im vierten Anlauf nun endlich auch die Düsseldorfer EG zu besiegen.

Die hatte sich nämlich neben den Adlern Mannheim, den Schwenninger Wild Wings und den Grizzlys Wolfsburg zuvor in allen Duellen mit dem DEL-Neuling durchsetzen können. 5:2, 5:4 und 4:2 hieß es dabei, doch diesmal wollte das begeisterungsfähige sowie äußerst faire Publikum von der Nordsee-Küste den DEG-Happen an die Angel bekommen. Das Team um Kapitän Daniel Kreutzer benötigte also dringend die Unterstützung ihrer Anhänger. Insgesamt 650 waren unter anderem mit einem Party-Sonderzug angereist.

Schließlich lebt die Hoffnung auf die eigene Qualifikation für die Vor-Play-offs nach dem im Penaltyschießen errungenen 3:2 über den Tabellen-Dritten Nürnberg Ice Tigers weiter. Zwar wurde am Freitag im Rather Dome 20 Sekunden vor Schluss ein Drei-Punkte-Sieg verpasst, die Spieler aber zeigten erneut ihr verändertes Engagement. Offenbar hat Trainer Christof Kreutzers Verbannung von Courchaine und Barta Wirkung gezeigt. "Jeder Spieler hat lange genug Zeit gehabt, um sich anzubieten", erklärte Kreutzer.

Nach zuvor drei Erfolgen mit acht von neun möglichen Punkten begann die DEG in Bremerhaven selbstbewusst. Die Hausherren kamen nicht dazu, ihren gefürchteten Anfangsdruck zu erzeugen. Im Gegenteil - gleich das erste Überzahlspiel wusste die DEG zur Führung zu nutzen. Marco Nowak zog von der blauen Linie ab und traf genau in den Winkel (6.). Das gab weiteren Auftrieb, Chris Minard (8.) und Tim Conboy (11.) verpassten knapp. Im Gegenzug versuchte es dann mal David Zucker, doch seinem Schuss fehlte es an Pfeffer.

Tor: Gerald Kuhn (Jani Nieminen) Abwehr: Kevin Lavallée, Mike Moore - Cody Lampl, Wade Bergman - Dominik Tiffels, Atte Pentikäinen - Bronson Maschmeyer Angriff: Jeremy Welsh, Rob Bordson, Jack Combs - Jordan Owens, Cory Quirk, Brock Hooton - Jordan George, Jason Bast, Ross Mauermann - David Zucker, Mike Hoeffel, Marian Dejdar

Tor: Mathias Niederberger (Felix Bick) Abwehr: Marcel Brandt, Bernhard Ebner - Tim Schüle, Tim Conboy - Henry Haase, Marco Nowak - Kurt Davis Angriff: Norm Milley, Eduard Lewandowski, Chris Minard - Daniel Kreutzer, Manuel Strodel, Brandon Yip - Maximilian Kammerer, Rob Collins, Drayson Bowman - Alexander Preibisch, Daniel Weiß, Alexej Dmitriev

Daniel Piechaczek (Ottobrunn) und Markus Schütz (Bad Aibling)

4647 (ausverkauft)

0:1 (5:23) Nowak (Kammerer, Ebner/5-4), 0:2 (15:16) Kammerer (Milley, Brandt), 0:3 (17:01) Weiß (Dmitriev), 0:4 (19:47) Schüle (4-5); 1:4 (50:03) Quirk (Welsh), 1:5 (50:18) Minard (Schüle)

Bremerhaven 8 - DEG 8

Überhaupt unterliefen den Fischtown Pinguins ungewohnt viele Fehler, welche die DEG dann binnen 271 Sekunden mit selten großer Effizienz ausnutzte. Einen Schuss von Brandt ließ Bremerhavens Keeper Kuhn prallen. Kammerer schnappte sich den Puck, umspielte Kuhn und schob zum 2:0 ein (16.). Keine zwei Minuten später stand Weiß sträflich frei, ließ sich nicht bitten und erhöhte. Schließlich scheiterte Schüle in Unterzahl per Solo zwar an Kuhn, doch die Scheibe sprang von Lampls Schienbein doch zum 4:0 ins Tor (20.).

Wenn es läuft, dann läuft es eben. Nun konnte die DEG das Spiel natürlich ruhiger angehen und so tat sich lange Zeit wenig. Erst ab der 30. Minute lief der Fischtown-Kutter mit höherer Drehzahl, nun musste Niederberger mehrmals mit starken Paraden klären. Kurz vor der zweiten Pause entschärfte er zudem einen Penalty von Bordson. Den Ehrentreffer durch Quirk in der 51. Minute konnte Niederberger dann aber nicht verhindern. Doch nur 15 Sekunden später nutzte Minard einen Patzer gleich zum 5:1.

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