Düsseldorf. "Saturday-Night-Fever" in der Deutschen Eishockey Liga - das rheinische Derby zwischen der Düsseldorfer EG und den Krefeld Pinguine war ein Volltreffer. 8520 Zuschauer wollten im Rather Dome die Revanche des Play-off-Viertelfinales der vergangenen Saison sehen. Am Ende stand ein 4:2 (2:1, 0:1, 2:0)-Sieg für die Metro Stars.

Die DEG als Tabellenzweiter war vorab in der Favoritenrolle gegenüber dem KEV. Denn der DEL-Elfte kämpft um die Qualifikation für die Pre-Play-offs, während die Metro Stars zu den Meisterschaftsfavoriten gehören. Die Pinguine-Fans sahen einen zu Beginn defensiv ausgerichteten KEV, während die DEG-Anhänger vom Blitzstart ihrer Mannschaft begeistert waren. Das war gleichbedeutend mit zwei blitzsauberen Toren für Düsseldorf. Beide fielen nach dem gleichen "Strickmuster". Zuerst ein schneller Gegenstoß über Evan Kaufmann, dann der Rückpass auf Shane Joseph, und es stand nach 97 Sekunden 1:0. Beim 2:0 kam der Rückpass nach Konter von Adam Courchaine, und Mark Murphy (10.) war für die DEG erfolgreich. Scott Langkow im KEV-Tor war erneut ohne Chance.

99 Gegentore hatte die DEG bisher in dieser Saison in der DEL kassiert, Nummer 100 fiel in der elften Spielminute. Boris Blank nutzte ein Zuordnungsproblem in der Düsseldorfer Abwehr und konnte Jean-Sebastien Aubin im Tor überwinden. Damit war die anfängliche Überlegenheit des DEL-Zweiten auch verflogen. Die Pinguine waren plötzlich am Drücker, und die DEG konnte sich in der Folgezeit bei Aubin bedanken, dass sie nicht in Rückstand geriet.

Obwohl beim KEV wichtige Spieler wie Dusan Milo, Richard Pavlikovsky, Lynn Loyns oder Patrick Hager fehlten, das Team von Trainer Rick Adduono bot auch im Mittelabschnitt eine starke Leistung. Chancen auf beiden Seiten, dazu zwei starke Torhüter, das ergab zunächst kein Tor. Pech hatte Linienrichter Robert Schelewski kurz vor Ende des Drittels. Nachdem er den Schläger eines Krefelder Spielers vor das Knie bekommen hatte, beendete Schiedsrichter Roland Aumüller den Abschnitt 69 Sekunden vor der Drittelsirene. Diese Zeit wurde nachgespielt.

Zwölf Sekunden waren nach Wiederbeginn gerade verstrichen, da hieß es 2:2. Erneut war Boris Blank der Torschütze für den KEV. Das Spiel nahm jetzt mehr Fahrt auf und wurde emotionaler, die Aktionen härter. Und die Stimmung auf den Rängen war absolut Derby-würdig. Jetzt war Düsseldorf wieder am Zug. In Überzahl erzielte Craig MacDonald nach 51 Minuten das 3:2. Die Schlussphase war überaus hektisch, und die DEG legte nach. Mit einem Schuss ins leere Tor sorgte MacDonald für den Endstand.

Statistik

DEG
Tor: Aubin (Lange); Abwehr: Bazany, Traverse  Harrington, Caldwell  Holzer, Holland; Angriff: Reimer, Collins, Kreutzer Murphy, Reid, Courchaine Joseph, MacDonald, Kaufmann Hofland, Tutschek, Hinterstocker

KEV
Tor: Langkow (Kovacic); Abwehr: Grönvall, Schopper Rourke, Fahey Cespiva, Akdag; Angriff: Blank, Pietta, Wasiljews Endraß, Stephens, Verwey Globks, Driendl, Huebscher Riefers, Noebels

Schiedsrichter: Roland Aumüller (Ottobrunn)

Zuschauer: 8520

Tore: 1:0 (1:37) Joseph (Kaufmann, MacDonald), 2:0 (9:49) Murphy (Traverse, Courchaine), 2:1 (10:24) Blank (Rourke, Pietta), 2:2 (39:03) Blank (Wasiljews, Pietta), 3:2 (50:47) MacDonald (Courchaine/5-4), 4:2 (59:17) MacDonald

Strafminuten: DEG: 12; KEV: 16 + 10 Min. Diszplinarstrafe Langkow

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