Nach dem „Winter Game“ ist die DEG zurück im Liga-Alltag. Heute geht es zu den heimstarken Iserlohn Roosters.

Eishockey
Düsseldorf am Boden, Iserlohn obenauf. So war es im ersten Duell der Saison, als die DEG mit 0:8 unterlag. Archiv

Düsseldorf am Boden, Iserlohn obenauf. So war es im ersten Duell der Saison, als die DEG mit 0:8 unterlag. Archiv

Digitalfoto Matthias

Düsseldorf am Boden, Iserlohn obenauf. So war es im ersten Duell der Saison, als die DEG mit 0:8 unterlag. Archiv

Düsseldorf. Christof Kreutzer hat am vergangenen Samstag drei bemerkenswerte Sätze gesagt. Das „DEL Winter Game“ war gerade vorbei, der größte Sieg seiner noch jungen Trainer-Laufbahn erst wenige Minuten alt, da trat der eigentlich blendend gelaunte Coach der Düsseldorfer EG kräftig auf die Euphoriebremse: „Das war nicht das Ende der Saison. Wir sind auch nicht Deutscher Meister geworden. Wir haben eigentlich nur ein Ligaspiel gewonnen“, sagte Kreutzer nach dem umjubelten 3:2 gegen die Kölner Haie vor mehr als 50 000 Fans in der Arena.

Das war natürlich nur die halbe Wahrheit. Denn das „Winter Game“ war für die DEG sowie die Deutsche Eishockey Liga (DEL) so viel mehr als ein gewöhnliches Spiel. Gleichzeitig gab es aber auch in diesem nur drei Punkte – wie in jeder anderen Partie der 52 Spieltage langen Hauptrunde.

Das ist auch heute so, wenn die DEG ab 19.30 Uhr in Iserlohn in den Alltag zurückkehrt. Und obwohl Kreutzer zufrieden mit dem ist, was seine Truppe bislang geleistet hat (59 Punkte/Platz acht), weiß auch er, dass noch lange nichts gewonnen ist: „Wir wollen in die Play-offs. Das wird uns in den nächsten Wochen alles abverlangen“, sagt der Trainer, der froh ist, dass sein Team nach dem ebenso großen wie emotionalen Spektakel ein paar Tage frei hatte. Um vom Kopf her runterzukommen. Um sich nach zuletzt acht Spielen in 21 Tagen körperlich zu erholen. Und um die ein oder andere Blessur auszukurieren, die in den vergangenen Wochen ignoriert werden musste.

Die Mannschaft ziehe dieser Tage im Training voll mit

Angst, dass seine Spieler nach dem Saisonhöhepunkt in ein Loch fallen und die letzten 14 Partien nicht mehr ernst nehmen, hat Kreutzer indes nicht: „Wir wussten vorher, dass die Tage nach dem Winter Game hart werden.“ Aber wenn er das Training dieser Woche sehe, könne er nur sagen, „dass die Jungs begriffen haben, dass es ein harter Kampf wird“. Oder wie es Co-Trainer Tobias Abstreiter ausdrückt: „Kontinuität ist das Schlüsselwort im Profisport.“

Ebene jene Kontinuität zeigt vor allem der heutige Gegner, den Kreutzer als „Topmannschaft, die locker unter die ersten Sechs kommt“, bezeichnet. Gerade zu Hause. Nur vier Mal ging Iserlohn in 19 Heimspielen ohne Punkte vom Eis. Das „durfte“ die DEG zu Saisonbeginn am eigenen Leib erfahren, als die Roosters sie mit einer 8:0-Packung nach Hause schickten. Deswegen sei es „vielleicht gar nicht so schlecht“, jetzt wieder nach Iserlohn zu müssen. Da wüssten die Spieler, dass sie sich nicht zurücklehnen können. Und seien gleichzeitig heiß drauf, die erste Pleite vergessen zu machen.

» Unser Liveticker berichtet am Freitag ab 19 Uhr.

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