Zum zweiten Mal in dieser Saison verlieren die Düsseldorfer ein Auswärtsspiel mit 1:7. Nach vier Siegen in Serie klappt gegen die Adler gar nichts. Im zweiten Drittel gibt es gleich fünf Gegentore.

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1:7 verlor die DEG gegen Mannheim.

1:7 verlor die DEG gegen Mannheim.

Birgit Häfner

1:7 verlor die DEG gegen Mannheim.

Mannheim. Weihnachten geht es beschaulich zu, friedlich und ruhig. Die Menschen unterstützen Andere und wollen ihnen an den Feiertagen möglichst viel Freude bereiten. Die Spieler der Düsseldorfer EG haben diese Werte und Vorhaben im Kreise ihrer Lieben sicherlich auch gelebt und umgesetzt. Gestern allerdings hätten sie den Adler Mannheim nicht gleich so viele Geschenke mitbringen und Gefallen erweisen müssen – zumal die als Tabellendritter absolut im Soll liegen. Nach vier Siegen in Folge ging die DEG am zweiten Weihnachtstag mit 1:7 (0:1, 0:5, 1:1) in der Quadratestadt unter. Vor allem die Leistung im zweiten Drittel war für ein Team mit Play-off-Ambitionen absolut ungenügend.

„Wir haben keinen Biss gehabt, waren nicht bereit für die Zweikämpfe“, sagte Marcel Brandt. „Es war nicht unser Tag. Aber wenn wir fast nur hinterher laufen, dann ist irgendwann die Kraft nicht mehr da“, erklärte der Düsseldorfer Verteidiger und sprach damit vor allem den mittleren Abschnitt an, als die Defensive der Rot-Gelben unter dem Druck der Mannheimer zusammenbrach.

Die Stabilität im Team, die viele der DEG nach den jüngsten Erfolgen bescheinigt hatten, scheint noch immer nicht da zu sein. Dass beim Gegner so gut wie alles funktionierte und der Mannschaft von Christof Kreutzer praktisch nichts gelang, wäre als Erklärung für diesen Auftritt aber zu simpel. „Die ersten zwei Tore waren krasse Fehler von uns“, sagte der Trainer. „Wenn wir nicht alle unsere Aufgaben erledigen, so wie in den vergangenen vier Spielen, können wir nicht gewinnen.“

Nach zehn guten Minuten zu Beginn geht nichts mehr

In den ersten zehn Minuten absolvierten die Gäste vor 11 308 Zuschauern ein ordentliches Auswärtsspiel. Die Scheibe wurde erfolgreich von der eigenen Zone ferngehalten und nach vorne entsprechend Akzente gesetzt. Doch plötzlich zog sich die DEG weiter zurück, ließ den Adlern zu viel Raum und fortan waren die Mannheimer im Spiel, die überforderte Düsseldorfer immer wieder in deren Zone einschnürten. Mit dem 0:1 nach dem ersten Drittel konnte die DEG jedoch durchaus gut leben. Was folgte war eines der schlechtesten Drittel der Saison.

Nach dem 0:3 nahm Kreutzer seine Auszeit, nach dem vierten Gegentor Mathias Niederberger vom Eis. Zwischen diesen beiden Treffern lagen gerade einmal 122 Sekunden. Felix Bick kam für den entnervten Torhüter und musste nach 39 Sekunden bereits ebenfalls hinter sich greifen. Der Tabellenzehnte kassierte binnen fünf Spielminuten insgesamt vier Treffer und erinnerte dabei verdächtig an den desaströsen Auftritt am 9. Dezember in München, als es am Ende ebenfalls 1:7 hieß. Rob Collins‘ Tor im Schlussabschnitt hatte nur statistischen Wert.

„Mannheim war immer einen Schritt schneller als wir. In Wolfsburg müssen wir wieder so auftreten, wie in den Begegnungen vor heute. Dann haben wir da gute Chancen“, sagte Stürmer Maximilian Kammerer. Viel Zeit haben Spieler und Trainerteam nicht, um das Debakel von Mannheim aus den Köpfen zu verbannen. Bereits morgen Abend gastiert die DEG beim Vizemeister in Niedersachsen.

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