Kaum ist die Niederlage in Wolfsburg verdaut, geht es am Freitag schon weiter. Wenn die DEG punkten will, muss sie unbedingt die Strafbank meiden.

Eishockey
Nach dem 1:4 in Wolfsburg ist die vorübergehende Euphorie bei der DEG wieder verschwunden.

Nach dem 1:4 in Wolfsburg ist die vorübergehende Euphorie bei der DEG wieder verschwunden.

Birgit Häfner

Nach dem 1:4 in Wolfsburg ist die vorübergehende Euphorie bei der DEG wieder verschwunden.

Düsseldorf. Das Leben als Eishockey-Profi hält allerlei Annehmlichkeiten bereit. Neben dem überdurchschnittlichen Gehalt, der (regionalen) Berühmtheit und der Tatsache, dass die Spieler ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, sind das vor allem die Arbeitszeiten. Unter der Woche gehen die Spieler nicht mehr als einem Halbtagsjob nach, im Sommer haben sie gern mal mehrere Monate frei. Lediglich im Winter ist das anders, denn wenn der restliche Mannschaftssport pausiert, nutzt die Deutsche Eishockey Liga die Chance, in die Lücke zu stoßen und mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Daher hält der Spielplan für die Düsseldorfer EG vom 16. Dezember bis zum 8. Januar gleich zehn Spiele in 26 Tagen parat. Entsprechend wenig bedeuten derzeit irgendwelche Serien. Nur eine Woche ist es her, da schlug die DEG Bremerhaven mit 4:2 und feierte den vierten Sieg in Folge. Die Laune war pünktlich zum Weihnachtsfest blendend. Doch seitdem gab es in Mannheim (1:7) und Wolfsburg (1:4) zwei deutliche Niederlagen, was die kurzzeitige Euphorie wieder auf Normalmaß schrumpfen ließ.

Geht es nach Trainer Christof Kreutzer, soll aber auch das kein Dauerzustand sein. Denn in den nächsten Tagen stehen zwei Heimspiele an, in denen sein Team die jüngsten Misserfolge gleich wieder vergessen machen kann. Am Freitag  kommt der ERC Ingolstadt (7.) in den Rather Dome, am Dienstag (jeweils 19.30 Uhr/WZ-Liveticker) gilt das für die Schwenninger Wild Wings (13.). Zwar stehen die Düsseldorfer nach wie vor auf Platz zehn und damit auf dem letzten Play-off-Platz, wollen sie dort aber bleiben, müssen sie punkten.

Strafzeiten und dumme Fehler kosteten in Wolfsburg Punkte

Hilfreich dafür wäre es, die Strafbank zu meiden. Am Mittwoch in Wolfsburg spielten die Düsseldorfer gleich neun Mal in Unterzahl und kassierten in dieser Zeit drei Treffer. Folglich analysierte ein angesäuerter Verteidiger Stephan Daschner hinterher: „Auf der Strafbank gewinnt man keine Spiele.“

Das liegt nicht nur an der Gefahr, Tore zu kassieren, ständig mit einem Mann weniger hinterherzurennen, kostet viel Kraft, die später fehlt. „Außerdem sind dann nicht alle Spieler im Spielfluss“, weiß Trainer Christof Kreutzer.

Verzichten muss die DEG weiter auf Daniel Kreutzer (Schulterverletzung), Christoph Gawlik (Trainingsrückstand), Norm Milley (Schulterverletzung) und Henry Haase (gebrochener Zeh). Milley könnte am Dienstag gegen Schwenningen wieder spielen, bei Haase wird es noch mindestens eine Woche dauern.

Marcel Brandt und seine Freundin Tanja sind jetzt zum ersten Mal Eltern geworden. Die kleine Lia kam gestern Morgen zur Welt, ist genau 45 Zentimeter groß und wog bei der Geburt 2600 Gramm. Wie die DEG mitteilt, sind Mutter und Tochter wohlauf.

Nun lagen die Gründe für die Niederlage in Niedersachsen nicht ausschließlich an den vielen Strafzeiten. Vor allem dem Treffer zum 2:1 war ein böser Wechselfehler von Marco Nowak vorausgegangen. „Frustrierend“ nannte Kreutzer das, da sein Team bis dahin im Spiel war.

Auch am Freitag dürften derart „leichte Tore“ (Co-Trainer Tobias Abstreiter) tödlich sein, immerhin haben die Ingolstädter in Brandon Buck derzeit den besten Scorer der DEL in ihren Reihen. Acht Tore und 25 Vorlagen hat der Kanadier gesammelt. Zudem hat der Meister von 2014 bereits bewiesen, dass er weiß, wie man die DEG schlägt. 5:1 endete das jüngste Aufeinandertreffen für den ERC.

Doch auch die Düsseldorfer haben diese Saison schon gegen Ingolstadt gewonnen. Das erste Duell endete 6:2 für die DEG.

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