Nach Rob Bordson, Daniel Weiß und Tim Conboy fällt nun auch Torhüter Mathias Niederberger aus. In Schwenningen sollen die anderen deshalb „noch mehr Gas geben“.

Auf Tim Conboy und Mathias Niderberger (im Hintergrund) muss die DEG an diesem Wochenende verzichten.    (Häfner)
Auf Tim Conboy und Mathias Niderberger (im Hintergrund) muss die DEG an diesem Wochenende verzichten.    (Häfner)

Auf Tim Conboy und Mathias Niderberger (im Hintergrund) muss die DEG an diesem Wochenende verzichten.    (Häfner)

Auf Tim Conboy und Mathias Niderberger (im Hintergrund) muss die DEG an diesem Wochenende verzichten.    (Häfner)

Als die Mannschaftsbetreuer der Düsseldorfer EG gestern Mittag die Ausrüstung der Spieler in den Teambus luden, herrschte nach dem für alle freien Mittwoch wieder reger Betrieb in den Katakomben des Rather Domes. Nach einer 60-minütigen Trainingseinheit gab es noch ein schnelles Mittagessen, dann brach der rot-gelbe Tross frühzeitig in den Schwarzwald auf, wo die DEG heute Abend (19.30, WZ-Liveticker) am zehnten Spieltag der Deutschen Eishockey Liga bei den Schwenninger Wild Wings zu Gast ist. Im Bus blieben jedoch einige Plätze mehr frei als bei den jüngsten Auswärtsfahrten nach Iserlohn oder Krefeld.

Neben Daniel Weiß, Rob Bordson und Tim Conboy fällt nun auch Mathias Niederberger vorerst aus. Der Torhüter wird aufgrund einer Unterkörperverletzung auch im Heimspiel morgen (16.30 Uhr, WZ-Liveticker) gegen Bremerhaven definitiv nicht zwischen den Pfosten stehen können. Hinter Timo Herden nimmt somit erstmals der 17-jährige Hendrik Hane aus dem Nachwuchs auf der Ersatzbank Platz. „Andere Vereine können vier oder fünf Ausfälle vielleicht insgesamt besser kompensieren. Das ist aber keine Ausrede. Jeder bei uns muss einfach noch etwas mehr Gas geben“, sagte Trainer Mike Pellegrims. „Wir haben zwei Torhüter, sechs Verteidiger und zwölf Stürmer. Das reicht.“ Die Nachwuchsspieler Johannes Huß und Nicklas Mannes sind aus Verletzungsgründen für das anstehende Wochenende ebenfalls keine Option.

Verteidiger Conboy fällt aufgrund von Knieproblemen länger aus

Während es bei den Stürmern Rob Bordson (Oberkörperverletzung) und Daniel Weiß (Hämatom nach geblocktem Schuss), der jedoch kürzlich einen kleinen Rückschlag erlitt, eine Frage von Tagen ist, sieht es bei Verteidiger Tim Conboy schlechter aus. Der 35-Jährige, der im Heimspiel gegen den EHC München mit einer Rückenblockade vorzeitig ausschied, hat wieder Schmerzen im Knie. „Bei ihm dauert es länger. Es ist eine ältere Geschichte, die Ärger macht“, gab Pellegrims zu Protokoll. Die Dauer der Ausfallzeit beim US-Amerikaner ist offen.

Auch bei Mathias Niederberger äußerte sich das Trainerteam defensiv. „Er wird nicht lange fehlen. Aber es ist schwer einzuschätzen. Vielleicht dauert es eine Woche. Vielleicht auch zwei oder drei“, erklärte der belgische Cheftrainer.

Eine einfache Aufgabe im Schwarzwald erwarten Pellegrims und Co-Trainer Tobias Abstreiter mitnichten. „Das 5:3 von Schwenningen in Augsburg nach 0:3-Rückstand ist eine Bestätigung dafür, dass Eishockey 60 Minuten dauert. Jeder kann jeden schlagen. Es ist eine gute Liga. Du musst jeden Tag bereit sein“, sagte Pellegrims.

In Schwenningen treffen heute die beiden fairsten Teams der DEL aufeinander. Die Wild Wings und die DEG kassierten bislang nur 6,67 Strafminuten im Schnitt. Zum Vergleich: Straubing ist mit 15 Strafminuten pro Partie derzeit Schlusslicht in dieser Statistik.

Will Acton gehört auch in dieser Saison zu den besten Punktesammlern der DEL. Der Wild-Wings-Stürmer hat bereits fünf Tore erzielt (zwei Vorlagen).

„Die Wild Wings haben eine kompakte Mannschaft. Alle vier Reihen sind defensiv stark. Vorne haben sie ihre Qualitäten mit den bekannten Namen wie Will Acton oder Andreé Hult. Mit Mirko Höfflin macht einer der vielen jungen Deutschen auf sich aufmerksam. Wenn sie offensiv einen guten Tag haben, ist es gegen sie noch schwerer“, erklärte Abstreiter. „Aber wir haben die Qualität, um von dort etwas mitzunehmen.“

Mit zwölf Punkten aus neun Begegnungen hat Schwenningen bisher exakt so viele Zähler gesammelt wie die DEG. Zudem stellen die Wild Wings mit nur 20 Gegentoren die zweitbeste Defensive der DEL. Auch deshalb dürfte es eine schwere Aufgabe für die DEG werden. Doch Pellegrims nimmt ohnehin keinen Gegner auf die leichte Schulter.

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