Nach dem 1:3 im Schlüsselspiel bei den Adlern Mannheim droht die DEG, die Play-Offs zu verpassen.

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Birgit Häfner

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Mannheim. Riesige Enttäuschung für die Düsseldorfer EG. In einem für die Play-off-Qualifikation eminent wichtigen Schlüssel-Duell verlor das Team von Trainer Mike Pellegrims bei dessen zukünftigem Arbeitgeber Adler Mannheim am Sonntag Abend vo 10 156 Zuschauern in der SAP-Arena mit 1:3 (0:2/1:1/0:0) und fiel damit aus den Play-off-Rängen heraus. Schlimmer noch als das Ergebnis war der Auftritt. Individuelle Patzer und wenig Leidenschaft brachten die Düsseldorfer in einem verkrampften Spiel früh auf die Verliererstraße.

Am Freitag hatte die DEG bei Spitzenreiter EHC München nach dem in der Verlängerung erlittenen 4:5 einen Punkt mitgenommen, allerdings hielt sich die Freude darüber in Grenzen. "Vor der Partie hätten wir das sicherlich unterschrieben, nach dem Spielverlauf aber überwiegt nun eher die Enttäuschung über das Entgangene", sagte Co-Trainer Tobias Abstreiter. Viermal war die DEG in Führung gegangen, stets erlaubte sie Gegentreffer - was Angreifer Alexej Dmitriev auf die Palme brachte: "Wer auswärts vier Tore schießt, der muss einfach gewinnen."

Dmitriev wollte dann auch gar nicht erst darüber fabulieren, ob die gute Leistung von München für das eminent wichtige Spiel in Mannheim Rückenwind geben könnte. "Gar nichts gibt das. Die Adler stehen genauso mit dem Rücken zur Wand wie wir. Das wird eine Schlacht", sagte der 32-Jährige etwas martialisch. Beim bislang so enttäuschenden Branchen-Riesen Adler Mannheim sahen dies die Verantwortlichen nicht anders. "Das ist das bisher wichtigste Spiel der Saison", meinte Geschäftsführer Daniel Hopp.

Jeremy Welsh erwischt einen rabenschwarzen Tag

Bei der DEG schien dies jedoch nicht so recht angekommen zu sein. Gegen wenig bedrohliche und verunsichert wirkende Mannheimer agierten die Rot-Gelben temperamentlos und unkonzentriert. So schlug Welsh in der 11. Minute vor dem eigenen Tor ziemlich unbedrängt ein Luftloch. MacMurchy's Schuss konnte Torhüter Bakala zwar noch parieren, doch der völlig freistehende Hungerecker schob im Nachsetzen zum 1:0 ein. Nur 130 Sekunden später dann durfte sich Festerling über eine riesige Abwehrlücke freuen und sagte mit dem 2:0 höflich danke.

Tor: Dennis Endras (Chet Pickard) Abwehr: Mathieu Carle, Sinan Akdag - Denis Reul, Aaron Johnson - Thomas Larkin, Mark Stuart - Nikolai Goc Angriff: Matthias Plachta, Andrew Desjardins, David Wolf - Marcus Kink, Marcel Goc, Christoph Ullmann - Chad Kolarik, Luke Adam, Devin Setoguchi - Ryan MacMurchy, Garrett Festerling, Phil Hungerecker

Tor: Dan Bakala (Mathias Niederberger) Abwehr: Alexandré Picard, Marco Nowak - Bernhard Ebner, Brandon Burlon - Henry Haase, Kevin Marshall - Stephan Daschner Angriff: Darryl Boyce, Daniel Weiß, Eduard Lewandowski - Alexej Dmitriev, Rob Bordson, John Henrion - Maximilian Kammerer, Alexander Barta, Spencer Machacek - Jeremy Welsh, Lukas Laub, Manuel Strodel

Sirko Hunnius (Berlin) und Gordon Schukies (Herne)

10 156

1:0 (10:42) Hungerecker (MacMurchy, Carle), 2:0 (12:52) Festerling; 2:1 (35:23) Boyce (Ebner, Welsh/5-4), 3:1 (38:38) Plachta (Wolf, Desjardins)

Mannheim 8 - DEG 6 + 10 (Machacek)

Mitte des zweiten Abschnitts vertrödelte die DEG ein Powerplay mit dem Tempo einer Dreisine, die einen Platten hat. Die Adler aber boten eine zweite Gelegenheit an und die konnte Boyce tatsächlich zum 1:2 nutzen (36.). Kurz darauf vertendelte Welsh zu zögerlich die Möglichkeit zum Ausgleich. Die Bestrafung folgte umgehend. Plachta hämmerte den Puck in der 39. Minute zum 3:1 für die Adler ins Netz der DEG.

Zu Beginn des dritten Drittels bäumte sich die DEG für drei Minuten noch einmal auf, mehr als ein Strohfeuer war dies jedoch nicht. Seit die einstige Parade-Reihe Barta/Dmitriev/Kammerer von den Gegnern entschlüsselt scheint, fehlt nahezu jede Torgefahr. Mannheim konnte das 3:1 problemlos verwalten und hat durch diesen Sieg nun im Play-off-Rennen die Nase vorn.

© WhatsBroadcast

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