Nach dem Erfolg über München ringt das Kreutzer-Team Ingolstadt mit 3:1 nieder. Starkes erstes Drittel ist die Grundlage.

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Düsseldorf. Drei Tage nach dem begeisternden 7:3 über den Tabellenzweiten und Titelkandidaten EHC München hat die Düsseldorfer EG am Freitagabend auch den Tabellendritten und amtierenden Deutschen Meister besiegt. Gegen den ERC Ingolstadt setzten sich die Rot-Gelben vor 8290 Zuschauern mit 3:1 durch und haben acht Spiele vor Ende der regulären Saison ihre gute Ausgangsposition im Kampf um die Play-off-Plätze gefestigt. Auf den von den Kölner Haien belegten Platz elf beträgt der Vorsprung jetzt neun Punkte.

„Ein Lob an die gesamte Mannschaft. Den Deutschen Meister kannst du nur mit einer guten Mannschaftsleistung schlagen. Ein Sonderlob geht an die vierte Reihe, die Jungs waren richtig gut“, sagte Daniel Kreutzer nach dem 14. Erfolg im 22. Heimspiel der Saison.

Ebner und Thiel sorgen mit einem Doppelpack für die schnelle Führung

Es war der perfekte Rahmen für einen erfolgreichen Eishockey-Abend: Rund 3000 Schulkinder sorgten für volles Haus im Rather Dome, das Karnevals-Prinzenpaar der Landeshauptstadt gab sich zum Eröffnungsbully auf dem Eis die Ehre und obendrauf verkündete die DEG kurz vor dem Spielbeginn die Vertragsverlängerung von Kapitän Daniel Kreutzer bis zum Jahr 2017.

Passend dazu legte der Tabellensiebte auch gleich los wie die sprichwörtliche Feuerwehr. Bernhard Ebner (2.) und Alexander Thiel (3.) mit seinem ersten Saisontor nutzen den anfänglichen Tiefschlaf des Deutschen Meisters aus Oberbayern zur schnellen 2:0-Führung. ERC-Trainer Larry Huras nahm sofort seine Auszeit - und fand in seiner 30-sekündigen Ansprache offenbar deutliche und passende Worte. Im ersten Überzahlspiel der DEG nutzte John Laliberte einen Fehler von Kurt Davis zum Konter und Patrick Hager (10.) drückte die Scheibe zum Anschlusstreffer über die Linie.

Doch die Mannschaft von Trainer Christof Kreutzer ließ sich davon nicht beeindrucken. Daniel Fischbuch (12.) erhöhte wenig später auf 3:1. Nicht nur wegen der Treffer von Thiel und Fischbuch war es vor allem die vierte Angriffsreihe der DEG, die die Gäste im ersten Spielabschnitt ein ums andere Mal in Verlegenheit bringen konnte.

Überzahlspiel ist im Gegensatz zum Spiel am Dienstag wirkungslos

DEG – ERC Ingolstadt 3:1 (3:1/0:0/0:0)

DEG Tor: Beskorowany (Lang); Verteidigung: Mapes, Davis - Daschner, Ebner – Ficenec, Schiestel – Kaisler; Sturm: Dmitriev, Collins, Kreutzer - Strodel, Olimb, Martinsen - Sparre, Turnbull, Preibisch - Thiel, Mondt, Fischbuch

Ingolstadt Tor: Pielmeier (Eisenhut); Verteidigung: Köppchen, Picard – Friesen, Schopper – Kohl, Periard - Brocklehurst; Sturm: Taticek, Buck, MacMurchy – Hager, Hahn, Szwez – Laliberte, Ross, Greilinger – Gawlik, Barta, Schmidpeter

Tore 1:0 (1:25) Ebner (Olimb, Martinsen), 2:0 (2:33) Thiel (Mondt, Olimb), 2:1 (9:50) Hager (Laliberte/4-5), 3:1 (11:58) Fischbuch (Mondt, Thiel)

Strafminuten DEG 4 – Ingolstadt 12

Schiedsrichter Christian Oswald (Kaufbeuren) / Florian Zehetleitner (Oberstdorf)

Zuschauer 8290

Im zweiten Drittel nahmen die Düsseldorfer etwas das Tempo raus. Die Gäste fanden jetzt besser ins Spiel, konnten den erneut souveränen Tyler Beskorowany im DEG-Tor aber kaum in Bedrängnis bringen. Einziger Kritikpunkt bei den Rot-Gelben war das schwache Überzahlspiel. Im Gegensatz zum überragenden Powerplay am Dienstag gegen München mit fünf Toren in numerischer Überlegenheit auf dem Eis, zeichnete sich das Überzahlspiel der DEG durch viele Abspielfehler und wenig Spielfreude aus. Ein entscheidender Faktor war dies letztlich aber nicht. Ähnliches Bild im Schlussabschnitt: Ingolstadt drängte, die Düsseldorfer ließen wenig zu und suchten ihrerseits bei dem ein oder anderen gefährlichen Konter die Entscheidung. Nach intensiven 60 Minuten stand nach drei knappen Niederlagen der erste Saisonsieg gegen die Oberbayern fest.

Bevor das Kreutzer-Team in die verdiente Länderspielpause geht, steht am Sonntag das vierte und (vermeintlich) letzte Duell der Saison mit den Kölner Haien an. Ein Wiedersehen in den Pre-Play-offs ist bei der aktuellen Tabellensituation nicht ausgeschlossen. „Dann sollten wir aber den Modus ändern und statt ,Best of three‘ direkt ,Best of five‘ spielen, damit es spannender wird“, sagte Christof Kreutzer mit einem Augenzwinkern. Nicht zuletzt wegen des verlorenen Winter Games vor drei Wochen rechnet der DEG-Coach damit, dass der Rivale von der anderen Rheinseite besonders motiviert sein wird. „Es geht in dieser Phase der Saison um jeden Punkt.

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